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Namensänderung durch Angleichungserklärung

Wenn für Ihre Namensführung deutsches Recht maßgebend wird und Ihr Name nicht der deutschen Form entspricht, können Sie Ihre Namensführung an die deutsche Struktur angleichen. Der Wechsel des Namensstatuts kann sich zum Beispiel durch Ihre Einbürgerung ergeben. 
Zur Angleichung der Namensführung nach Artikel 47 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) oder Paragraf 94 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) geben Sie gegenüber dem Standesamt eine Erklärung ab. Ist Ihr anzugleichender Name zugleich Ihr Ehename, so können Sie die Erklärung während des Bestehens der Ehe nur gemeinsam mit Ihrem Ehegatten abgeben. Die Erklärung kann nur einmal abgegeben werden und ist unwiderruflich.


Richtet sich die Namensführung von Kindern nach deutschem Recht, erstreckt sich ein durch eine Angleichungserklärung bestimmter Ehename der Eltern bzw. der angeglichene Familienname des Elternteils auf ihre Kinder, wenn das Kind seinen Namen von diesem Elternteil ableitet. Wenn ein Kind das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erstreckt sich die Namensänderung kraft Gesetzes (Artikel 47 Absatz 2 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch in Verbindung mit Paragraf 1617c Bürgerliches Gesetzbuch).


Kinder, die älter als fünf Jahre sind, müssen sich der Namensänderung ihrer Eltern ausdrücklich anschließen. Für ein Kind zwischen fünf und sieben Jahren geben die Eltern als gesetzlicher Vertreter des Kindes die Anschlusserklärung ab. Ein Kind zwischen sieben und vierzehn Jahren kann die Anschlusserklärung mit Zustimmung seiner Eltern schon selbst abgeben, die Eltern können aber auch die Erklärung noch ohne das Kind abgeben.


Ein älteres Kind, welches das achzehnte Lebensjahr aber noch nicht vollendet hat, muss sich der Namensänderung der Eltern immer selbst anschließen. Es bedarf aber der Zustimmung der Eltern.
Volljährige Kinder müssen zur Angleichung ihrer kompletten Namensführung an das deutsche Recht eigene Erklärungen abgeben.


Welche Möglichkeiten der Angleichungserklärung bestehen?

  • Bestimmung eines Vor- und Familiennamens aus den bisherigen mehreren Namen (bei sogenannten Namensketten),
  • Bestimmung neuer Namen: besteht Ihr Name nur aus einem Element, so können Sie diesen zum Familien- oder zum Vornamen bestimmen. Für den anderen Teil Ihres Namens müssen Sie sich einen geeigneten Namen aussuchen.
  • Ablegung von sog. Namensbestandteilen, die das deutsche Recht nicht vorsieht (zum Beispiel Mittel- oder Vatersname)
  • Annahme der ursprünglichen Form des Namens: wenn Ihr Name nach dem Geschlecht oder dem Verwandtschaftsverhältnis abgewandelt worden ist (zum Beispiel Endung auf "a" "ova")
  • Annahme der deutschsprachigen Form Ihres Vor- oder Ihres Familiennamens: gibt es eine solche Form des Vornamens nicht, so können Sie neue Vornamen annehmen.

 

An wen muss ich mich wenden?
Zuständig für die Entgegennahme der Erklärung nach Artikel 47 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch und Paragraf 94 Bundesvertriebenengesetz ist das Standesamt am Wohnsitz einer Person.

Welche Gebühren fallen an?
Eine Namensangleichungserklärung nach Artikel 47 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch kostet 21 Euro, dagegen ist eine Erklärung von einem Spätaussiedler nach Paragraf 94 Bundesvertriebenengesetz gebührenfrei.


Das Standesamt stellt Ihnen eine Bescheinigung über die Namensänderung aus, diese kostet 11 Euro. Mit dieser Bescheinigung können Sie Ihren neuen Personalausweis beim Meldeamt Ihres Wohnortes beantragen.

Welche Unterlagen sind erforderlich?
In der Regel sind benötigen wir für die Angleichungserkärung Ihre Original Geburtsurkunde, die deutsche Übersetzung Ihrer Geburtsurkunde, Ihren Personalausweis oder Reisepass und ggf. zusätzlich Ihre Einbürgerungsurkunde, Ihren Registrierschein oder Ihren Vertriebenen- oder Flüchtlingsausweis.


Da jeder Fall unterschiedlich ist, geben Ihnen die Kolleginnen und Kollegen des Standesamts gerne individuell Auskunft darüber, ob die von Ihnen gewünschte Namensänderung möglich ist und welche Unterlagen wir von Ihnen benötigen.

Kontakt

Fachbereich Bürgerservice und Wahlen

Standesamt

Ayten Altin
Telefon:06142 83-2724
Fax:06142 83-2729
E-Mail:

standesamt@ruesselsheim.de

 

Adresse

Marktplatz 4

65428 Rüsselsheim am Main

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Öffnungszeiten

Montag und Dienstag: 8 bis 12 Uhr

Donnerstag: 8 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr

sowie nach telefonischer Vereinbarung