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Presseinformationen

13.11.2017

Kleine Architekten ganz groß

Foto: Kleine Architekten bei der Vorlesung in der Rüsselsheimer Kinder-Uni (Bildrechte: Stadt Rüsselsheim am Main / Fotograf: Peter Thomas)Foto: Architektur zum Anfassen beim Workshop der Rüsselsheimer Kinder-Uni im Stadt- und Industriemuseum (Bildrechte: Stadt Rüsselsheim am Main / Fotograf: Peter Thomas)

Wie die Großen begrüßten 140 Mädchen und Jungen zwischen acht und zwölf Jahren Professor Andreas Fuchs am Samstag (11. November) zur Architekturvorlesung im Hörsaal der Hochschule RheinMain Campus Rüsselsheim und klopften auf ihre Pulte. Mit dem Thema „Hoch, höher, Hochhaus! Vom Stein zum Wolkenkratzer“ starteten sie in das elfte Wintersemester der Rüsselsheimer Kinder-Uni. Warum bauen wir Hochhäuser? Wie werden Wolkenkratzer stabil? Wie sollen die Häuser in Zukunft aussehen? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihrem Professor nach. Nicht nur der Platzmangel in Großstädten veranlasst Architekten dazu immer mehr in die Höhe zu bauen, manch einer will einfach nur zeigen, dass er das höchste Haus bauen kann. Anhand von Bildern studierten die kleinen Architektinnen und Architekten die Entwicklung der Bauweisen von den ersten Höhlen, den Pyramiden und Tempeln, über die Fachwerkhäuser und Massivhäuser aus der Gründerzeit bis hin zu den Hochhäusern. Andreas Fuchs war erstaunt, dass die Kinder bereits wussten, dass Stahlkonstruktionen notwendig sind, wenn das Haus höher als sieben Stockwerke werden soll und ein mit Querstäben ausgesteiftes Tragwerk ihm die Stabilität gibt. Er ließ kleine Holzmodelle durch die Reihen gehen, so dass die Kinder sich selbst ein Bild von einer stabilen Konstruktion machen konnten.

 

Und auch für die Erwachsenen, die die Kinder begleiteten und die Vorlesung in einem Nebenraum per Video verfolgen konnten gab es den ein oder anderen interessanten Aspekt. Der Professor zeigte an einer Animation, wie sich die Frankfurter Skyline in den nächsten zehn Jahren erweitern wird. Und auch Beispiele von Hochhäusern, die den Urwald in die Stadt holen oder mit integrierten Windrädern in der Spitze ihren eigenen Strom erzeugen, beeindruckten. Die Kinder diskutierten, wie man die Fenster von Wolkenkratzern zur Gewinnung von Solarenergie am besten nutzt und wagten dann mit Professor Fuchs noch ein Statik-Experiment mit einem Ei.

 

Im anschließenden Workshop konnten 50 kleine Architektinnen und Architekten im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim weiter experimentieren. Sie machten sich in der aktuellen Mitmachausstellung „HAUSgedacht“ an verschiedenen interaktiven Stationen auf die Suche nach dem Geheimnis des Häuserbauens.

 

Die Kinder-Uni Rüsselsheim ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule RheinMain und der Jugendförderung der Stadt Rüsselsheim am Main. Von November bis Januar vermitteln Professorinnen und Professoren an jeweils einem Samstag spannende Themen kindgerecht in einer kostenlosen Vorlesung. Ein ebenfalls kostenfreier Workshop lädt im Anschluss maximal 50 Kinder zum Mitmachen und Experimentieren ein.

 

In der nächsten Vorlesung am 2. Dezember erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie Röntgenstrahlen und Ultraschall funktionieren. Im neuen Jahr können die Kinder am 20. Januar in die Welt der angewandten Mathematik eintauchen. Hier lernen sie zum Beispiel wie man Verpackungsgrößen oder Fahrpläne berechnet.

 

Details zu den Veranstaltungen und zum Anmeldeverfahren gibt es bei der Jugendförderung der Stadt Rüsselsheim Main, unter der Telefonnummer 06142 83-2105.

 

Unterstützt wird die Kinder-Uni für die Workshops vom GPR Klinikum, den Stadtwerken Rüsselsheim und dem Stadt- und Industriemuseum der Stadt Rüsselsheim am Main. Radio Rüsselsheim überträgt die Vorlesungen der Kinder-Uni live.

 

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