Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

23.11.2017

Energiemanagement der Stadt mit positiver Bilanz für Haushalt und Umwelt

Foto: Baudezernent Nils Kraft (l.) und Energiebeauftragter Horst Rößler (r.) begutachten das neue Blockheizkraftwerk der Max-Planck-Schule, mit der die Schule selber Strom und Wärme produziert und so einen sechststelligen Jahresbetrag einspart.

Energiemanagement ist eine der großen Zukunftsaufgaben, nicht nur für die Stadt Rüsselsheim am Main. „Vielleicht nicht so greifbar wie ein großes Bauprojekt, aber nicht minder wichtig“, stellt dazu Baudezernent Nils Kraft fest. Seit April 2013 ist die eigens dafür geschaffene Stelle des Energiebeauftragten im Fachbereich Gebäudewirtschaft mit Horst Rößler besetzt. Gemeinsam mit Kraft stellt er nun eine erste Bilanz seines Wirkens vor. Fazit: Verbrauchs- und Einkaufskosten wurden deutlich gesenkt, viele Tonnen Kohlendioxid eingespart. „Die Einsparungen sind so deutlich, dass Horst Rößler sich im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt macht“, wie Nils Kraft betont.

Von den über 100 städtischen Liegenschaften unterzieht dieser inzwischen 33 Objekte einem monatlichen und fünf einem viertelstündlichen Energiecontrolling. Das entspricht zwar erst 40 Prozent der Gesamtliegenschaften der Stadt, aber diese machen 75 Prozent am Gesamtenergieverbrach aus. Zu den überwachten Großverbrauchern zählen 15 Schulen, zehn Verwaltungsgebäude, fünf Sportstätten, das Stadt- und Industriemuseum sowie das Theater einschließlich des gesamten Gebäudekomplexes am Treff. Hier wird allerdings noch manuell der Energieverbrauch erfasst. Rößler greift dazu einmal monatlich auf die Unterstützung der Hausmeister zurück, die ihm die Zählerstände auflisten. Daneben gibt es noch eine Reihe an Liegenschaften, die alle 15 Minuten automatisch die Zählerstände über das Internet an eine Auswertungssoftware übermitteln. So kommt Rößler den Energieverbräuchen und ihren Ursachen sehr genau und zeitnah auf die Spur.
 
Anhand zahlreicher Beispiele macht Energieberater Rößler deutlich, wie wichtig eine regelmäßige und dauerhafte Überwachung von Verbrauch und Kosten ist. Nur so kann er Unregelmäßigkeiten oder überhöhten Verbräuche aufdecken. Und oft sind es recht einfache Maßnahmen, mit denen er die Verbräuche und damit die Kosten senkt. Hier der Ersatz von defekten Spülkästen in der Borngrabenschule, was zu dauerhaften Einsparungen im Wasserbereich von rund 60 Prozent führt und die dafür getätigten Investitionen nach einem Jahr amortisiert. Dort die Umstellung auf eine Einzelregelung der Kühlzellen des Friedhofs, die mit einer Ersparnis von 15.000 Euro bei den jährlichen Stromkosten belohnt wird. Durch Einsparungen im Wärmebereich der Alexander-von-Humboldt-Schule um 20 Prozent kann er die jährlichen Energiekosten sogar um 30.000 Euro senken, was einer positiven Ökobilanz von rund 120 Tonnen Kohlendioxid entspricht.

Das weitere Einsparpotenzial bewerten Kraft und Rößler eindeutig positiv. Daher werde in den nächsten zwei Jahren vor allem die automatisierte Abfrage der Verbrauchswerte auf viele der städtischen Großliegenschaften ausgedehnt.


 

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