Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

05.12.2017

Förderbescheid für Neubau eines Nachbarschafts- und Familienzentrums in der Böllenseesiedlung

Foto: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz / Fotograf BORIS BORM

Die Hessische Umweltministerin Priska Hinz überreichte der Stadt Rüsselsheim am Main am Freitag (1. Dezember) für den Neubau eines Nachbarschafts- und Familienzentrums in der Böllenseesiedlung einen Förderbescheid. Mit 1,17 Millionen Euro unterstützen das Land und der Bund die Errichtung eines neuen Gebäudes aus dem Städtebauförderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“.

Als Pilotprojekt wurde bereits in den vergangenen Jahren die Arbeit für ein Nachbarschafts- und Familienzentrum mit Förderung des Landes Hessen aufgenommen. Ein festes Domizil gab es bisher nicht, stattdessen wurden die Räume aller Akteure im Stadtteil genutzt. Für die dauerhafte Arbeit und den weiteren Ausbau des Angebots sind jedoch entsprechende Räumlichkeiten notwendig. Mit dem Förderbescheid kann nun ein Neubau auf einem Grundstück der Evangelischen Martinsgemeinde und des kommunalen Wohnungsunternehmens gewobau Rüsselsheim am Böllenseeplatz 13-14 / Wilhelm-Sturmfelsstraße 37-41 konkret geplant werden. Gemäß Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung wird die gewobau Rüsselsheim das Nachschafts- und Familienzentrum in Kombination mit einem Neubau der Kindertagesstätte in Trägerschaft der Evangelischen Martinsgemeinde sowie integrierte Räume für einen Kinder- und Jugendtreff in Trägerschaft von Auszeit e.V. erstellen. Ergänzt wird das Areal um zirka zehn Seniorenappartements der gewobau. Die Bauarbeiten sollen 2019 beginnen und werden zirka zwei Jahre andauern.

Frank Kohmann, der als Leiter des Fachbereichs Umwelt und Planung den Förderbescheid entgegennahm, sagt: „Damit kann die wertvolle Arbeit des Zentrums für die Menschen in der Siedlung fortgeführt werden.“ Durch die gute Vernetzung vor Ort, den Aufbau einer Anlaufstelle für ältere Menschen und den Aufbau einer Ehrenamtsstruktur sei bereits ein gut besuchtes und von der Bewohnerschaft angenommenes Nachbarschafts- und Familienzentrum entstanden.

An dem Nachbarschafts- und Familienzentrum Böllenseesiedlung sind die Stadt Rüsselsheim am Main, die gewobau Rüsselsheim und die Evangelische Martinsgemeinde beteiligt. Gefüllt wird das Leben in dem Zentrum durch engagierte Ehrenamtliche, die unter anderem mit den Kirchengemeinden vor Ort, mit Auszeit e.V. und den muslimischen Verbänden zusammenarbeiten. Zu den regelmäßigen Angeboten zählt beispielsweise die Ideenschmiede der Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils und der Kooperationspartner, die einmal im Monat stattfindet. Im vergangenen Jahr fanden neben regelmäßigen Treffen auch Nachbarschafts- und Erntedankfeste gute Resonanz.

Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz überreichte die Aufnahmebescheide für die Bund-Länder-Programme ‚Investitionspakt Soziale Integration im Quartier‘ und ‚Zukunft Stadtgrün‘ an die Vertreterinnen und Vertreter von Städten und Gemeinden. Zu den Förderprogrammen sagte sie: „Die Förderprogramme des Städtebaus in Hessen verfolgen unterschiedliche Zielrichtungen, haben aber eines gemeinsam: Es geht uns um eine nachhaltige Stadtentwicklung für mehr Lebensqualität in den hessischen Städten und Gemeinden“. Insgesamt werden in den beiden neuen Programmen 25 Standorte aufgenommen und 25,4 Millionen Euro Fördermittel bewilligt.
 
Mit dem ‚Investitionspakt Soziale Integration im Quartier‘ stellen der Bund und das Land Hessen den Kommunen ein neues und starkes Förderinstrument zur Verfügung. 17 hessische Städte und Gemeinden durften sich über die Aufnahme in das neue Programm freuen. „Ein gutes und beständiges Zusammenleben aller Bewohnerinnen und Bewohner in unseren Städten und Gemeinden braucht lebenswerte und stabile Quartiere. Nachbarschaftliches Leben findet in hohem Maße in öffentlichen Räumen und öffentlichen Einrichtungen statt. Genau dort setzen wir mit dem Investitionspakt an“, so die Ministerin. Die Projekte zur sozialen Integration werden mit einer staatlichen Förderung von 90 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten unterstützt. Rund 17,9 Millionen Euro Fördermittel stehen insgesamt zur Verfügung. Im Rahmen des ‚Investitionspakt Soziale Integration im Quartier‘ werden quartiersbezogene Bauprojekte gefördert, die den sozialen Zusammenhalt und die Integration vor Ort unterstützen und nachhaltig stärken.

In das neue Programm ‚Zukunft Stadtgrün‘ wurden acht hessische Kommunen aufgenommen. Sie erhalten insgesamt rund 7,5 Millionen Euro von Bund und Land Hessen, um mehr und qualitativ hochwertigere grüne Infrastruktur zu gestalten.

 

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