Rüsselsheim Rathaus

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12.01.2018

Schulsozialarbeit jetzt ganz in städtischer Hand

Foto: Dennis Grieser (Mitte, Bürgermeister der Stadt Rüsselsheim am Main), Horst Mayer (Mitte links, Bereichsleiter Ganztagsangebote und Schulsozialarbeit) sowie die Rüsselsheimer Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter im Anschluss an die Begrüßung im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim

Zehn pädagogische Fachkräfte haben mit Beginn des Jahres ihre Tätigkeit als Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter der Stadt Rüsselsheim am Main aufgenommen. Neun von ihnen kommen an einer der fünf weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I (bis zur 10. Klasse) zum Einsatz, ein weiterer neuer Mitarbeiter ist als Schulsozialarbeiter für Gewaltprävention übergreifend an allen Schulen tätig. Bürgermeister Dennis Grieser begrüßte sie nun offiziell im Stadt- und Industriemuseum der Stadt und wünschte ihnen für den Arbeitsbeginn unter städtischer Ägide alles Gute. Zuvor waren sie beim Ausbildungsverbund Metall (AVM) tätig.


In seiner Einführung brachte der Schuldezernent zum Ausdruck, wie wichtig es ihm sei, dass sich die Schulsozialarbeit auf die Lebenswelt „Schule“ einlasse und so zu einer guten Schulentwicklung beitrage. „Hierbei sollten wir alle das Ziel des sozialen Lernens nicht aus dem Auge verlieren und die persönlichen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen junger Menschen fördern. Dies bedeutet auch die Auseinandersetzung mit wichtigen Werten, wie eine angemessene Selbsteinschätzung, Verantwortung für das eigene Handeln, Toleranz, Achtung und Respekt vor anderen Menschen und sich selbst“, sagte Grieser. Diese Aufgabe gewinne dabei stets mehr an Bedeutung, denn die Anforderungen seien im Vergleich zu früher deutlich gestiegen, wie er feststellte.


Abschließend begleitete der Bürgermeister die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einer Führung durch das Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim. Dass der Arbeitsbeginn für die zehn neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genau hier den offiziellen Anfang nahm, hatte dabei auch seine Bewandtnis. „Auch kulturelle Bildung und das Fördern der Identifikation mit unserer Stadt gehört für Sie mit zum Auftrag. Und nichts steht dafür besser in Rüsselsheim als unser Museum“, erklärte Bürgermeister und Sozialdezernent Grieser.


Die Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter sind zwar erst seit dem 1. Januar bei der Rüsselsheimer Stadtverwaltung angestellt, gleichwohl sind sie schon länger an den Rüsselsheimer Schulen tätig. Im Gegensatz zur Schulsozialarbeit an den Grundschulen, die die Stadt Rüsselsheim am Main schon immer in eigener Trägerschaft organisiert hat, wurde die Schulsozialarbeit für die weiterführenden Schulen bis zum 31. Dezember 2017 vom Ausbildungsverbund Metall (AVM) als freier Träger erbracht. Im Auftrag der Stadt hatte die gemeinnützige Gesellschaft seit 2003 die Schulsozialarbeit, zunächst nur an einer, später an allen weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I durchgeführt. Um die Schulsozialarbeit an den Rüsselsheimer Schulen sowohl in der Grundschule als auch in den weiterführenden Schulen nach gleichen Standards zu gewährleisten sowie doppelte Strukturen und Kosten zu vermeiden, hatten die Stadtverordneten nach Vorgesprächen mit der AVM gGmbH im April des vergangenen Jahres beschlossen, den Vertrag mit dem alten Träger zu kündigen und gleichzeitig sämtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu übernehmen.

 

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