Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

29.01.2018

Neuer Zuschnitt für Dezernate der Stadtverwaltung

In der Rüsselsheimer Stadtverwaltung gibt es organisatorische Veränderungen. Mit einer Organisationsverfügung, die am 1. Februar in Kraft treten wird, macht Oberbürgermeister Udo Bausch von seinem Recht Gebrauch, die Dezernate neu zuzuschneiden. „Die Aufteilung der Arbeitsschwerpunkte unter den Magistratsmitgliedern ist eine wichtige Aufgabe des Oberbürgermeisters. Mit der Verfügung werden Arbeitsgebiete sinnvoll zusammengeführt, die inhaltlich zusammen gehören“, sagt Bausch. Diese Bündelung von Aufgaben diene außerdem einer ausgewogenen Arbeitsverteilung in den Dezernaten.

Im Einzelnen werden der Fachbereich Umwelt und Planung sowie das Amt für Brandschutz in den Zuständigkeitsbereich des Baudezernenten Nils Kraft wechseln. Eine Bündelung, die zusammen mit den dort bereits angesiedelten Bauämtern inhaltlich gut passt. „Es findet eine deutliche Schwerpunktsetzung für den Bereich Bauen, Bauaufsicht und Technik statt. Mit Stadtrat Nils Kraft verfügt Rüsselsheim über einen fachlich versierten Dezernenten für diesen Aufgabenbereich. Es macht daher Sinn, diese Arbeitsschwerpunkte dort zu bündeln. Ich gehe davon aus, dass das zu weiteren Verbesserungen von Abläufen in der Stadtverwaltung führen wird,“ betont Bausch. Es sei ihm vor allem daran gelegen, das Bauen in Rüsselsheim zu beschleunigen. „Rüsselsheim ist eine der wenigen Städte in der Rhein-Main-Region, die große Zuwachsflächen hat. Wir sind in einer guten Position, aber die Entwicklung der Flächen muss schneller werden“, sagt Bausch.

Die Vielzahl an geplanten Bautätigkeiten mache eine enge Verzahnung von Planung und Ausführung nötig. Auch Baudezernent Nils Kraft sieht Synergien und betont, dass vor allem die Schnittstellen - beispielsweise zwischen Hochbau, Grünplanung und Brandschutz – bislang zu viel Zeit kosteten. „Das ist nun in einem Dezernat gebündelt, und wir werden schneller Lösungsansätze in die Tat umsetzen können“, sagt Kraft.

Die größte Veränderung wird es mit der Schaffung eines neuen Dezernats IV für „Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung, Lärmabwehr und Klimaschutz“ geben. „Dies steht im Zusammenhang mit einem Votum des Magistrats, aus dem Jahr 2016, Stadträtin Marianne Flörsheimer als Vertreterin der Stadt Rüsselsheim am Main in der Fluglärmkommission zu benennen. Im Juni 2017 befasste sich der Magistrat erneut mit dem Thema, da seitens des zuständigen Ministeriums die Berufung unter Hinweis auf die personellen Kriterien für die Mitgliedschaft nicht erfolgte“, erläutert Bausch. Mit der Bildung des neuen Dezernats wird nun Abhilfe geschaffen. „Das genannte Themenfeld muss sehr nachhaltig bearbeitet werden. Es muss ebenso nachhaltig und ernsthaft in der Stadtverwaltung selbst und in den überörtlichen Gremien vertreten werden, weshalb die Leitung des neuen Dezernats Stadträtin Marianne Flörsheimer übertragen wird“, führt Bausch weiter aus. Flörsheimer werde das Dezernat ehrenamtlich leiten.

Bausch machte deutlich, dass ihm die Steigerung der Wohn- und Lebensqualität sehr wichtig ist. „Der Flughafen ist eine Realität. Die Stadt Rüsselsheim muss aber großes Augenmerk darauf haben, dass die Belastungen für die Menschen in der Stadt nicht ins Uferlose steigen“, sagt Bausch. Zudem zeige nicht nur die aktuelle Diskussion um Belastungen durch Stickoxide und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in den Innenstädten, dass in den Bereichen Verkehr und Verkehrsentwicklung sowie Klimaschutz großer Handlungsbedarf bestehe. „Die Themenfelder müssen besser miteinander verknüpft werden. Das sind große Herausforderungen, und daher ist es sinnvoll, dass sie als Querschnittsaufgabe bearbeitet werden“, führt Bausch weiter aus.

Diesen Schwerpunkt setzt auch Stadträtin Marianne Flörsheimer, die sich intensiv mit Verkehrsfragen, Klimaschutz und dem großen Thema Lärm befassen wird. „Es gibt viele Möglichkeiten, den aktiven Lärmschutz zu verbessern, aber sie werden bislang nicht angegangen“, sagt Flörsheimer. Daher werde über ein absolutes Nachtflugverbot und die Flugrouten zu sprechen sein. Doch auch der Lärm durch den Individualverkehr und Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) will Flörsheimer unter die Lupe nehmen. „Der ÖPNV, die Verkehrsführung für Radfahrerinnen und Radfahrer, aber auch die Situation für die Fußgängerinnen und Fußgänger müssen besser werden. Mir ist dabei die Zusammenarbeit mit allen zuständigen Stellen wichtig, in Rüsselsheim selbst und in der Region, um gemeinsam voran zu kommen. Als wichtigen Baustein dazu betrachte ich die Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung“, erklärt Flörsheimer. Sie könne sich dazu auch Veranstaltungen, auch mit der „Bürgerinitiative gegen die Flughafenerweiterung - für volle Nachtruhe von 22 - 6 Uhr" und der Initiative Zukunft Rhein-Main vorstellen.

 

Link zu Zurück zur Übersicht