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Treibhausgase minimieren

Kommunale Wärmeplanung in Rüsselsheim am Main

Gemeinsam die Wärmeversorgung der Zukunft gestalten: Die Wärmeversorgung unserer Gebäude verursacht einen großen Teil der CO₂-Emissionen in Deutschland. Gleichzeitig stehen viele Bürgerinnen und Bürger vor Fragen zur Zukunft ihrer Heizungen, zu steigenden Energiekosten und zu klimafreundlichen Alternativen.

Mit der kommunalen Wärmeplanung entwickelt die Stadt Rüsselsheim am Main deshalb eine langfristige Strategie für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung. Ziel ist es, frühzeitig Orientierung zu schaffen und aufzuzeigen, welche Lösungen in den verschiedenen Stadtteilen künftig sinnvoll und möglich sind.

Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategischer Planungsprozess. Dabei untersucht die Stadt unter anderem:

  • wie Gebäude aktuell beheizt werden,
  • wo besonders viel Wärme benötigt wird,
  • welche erneuerbaren Energiequellen vor Ort genutzt werden können,
  • wo Wärmenetze sinnvoll sind,
  • und welche klimafreundlichen Alternativen für einzelne Quartiere infrage kommen.

Die Wärmeplanung schafft Transparenz und dient als Grundlage für zukünftige Entscheidungen von Stadtverwaltung, Energieversorgern, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern. 

Wichtig ist: Die kommunale Wärmeplanung verpflichtet Bürgerinnen und Bürger nicht unmittelbar zum Austausch ihrer Heizung. Sie dient vielmehr als Orientierung und hilft dabei, Investitionen langfristig planbar zu machen.

Warum macht die Stadt eine kommunale Wärmeplanung?

Die Verpflichtung zur kommunalen Wärmeplanung ergibt sich aus dem bundesweiten Ziel, die Wärmeversorgung in Deutschland langfristig klimaneutral zu gestalten. Der Gebäudesektor verursacht einen erheblichen Anteil der CO₂-Emissionen. Um die Klimaschutzziele des Bundes zu erreichen, muss daher insbesondere die Wärmeversorgung von Wohngebäuden, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Mit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) hat der Bund festgelegt, dass Städte und Gemeinde mit weniger als 100.000 Einwohnenden bis spätestens zum 30. Juni 2028 eine kommunale Wärmeplanung erstellen müssen. 

Für die Stadt Rüsselsheim am Main bedeutet das konkret:

  • Klimaschutz vor Ort stärken
    Die Wärmewende ist ein wichtiger Baustein, um die lokalen Klimaziele zu erreichen und CO₂-Emissionen dauerhaft zu reduzieren.

  • Versorgungssicherheit erhöhens
    Eine zukunftsfähige Wärmeversorgung macht unabhängiger von fossilen Energieträgern und internationalen Energiekrisen.

  • Orientierung geben
    Die Wärmeplanung zeigt auf, welche Heizlösungen in verschiedenen Gebieten perspektivisch geeignet sein können.

  • Kosten langfristig besser planbar machen
    Durch frühzeitige Planung können Infrastrukturmaßnahmen koordiniert und Investitionen effizienter umgesetzt werden.

Wie läuft die kommunale Wärmeplanung ab?

Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Bestandsanalyse
    Erfassung der aktuellen Wärmeversorgung und des Energieverbrauchs im Stadtgebiet.

  2. Potenzialanalyse
    Untersuchung möglicher erneuerbarer Energiequellen, z. B.: 

    - Solarenergie
    - Geothermie
    · Umweltwärme
    · Biomasse
    · Abwärme aus Industrie oder Gewerbe

  3. Entwicklung von Zielszenarien
    Erarbeitung möglicher Wege für eine klimafreundliche Wärmeversorgung bis 2045.

  4. Maßnahmenkatalog
    Festlegung konkreter Schritte und Prioritäten für die kommenden Jahre.

  5. Beteiligung und Transparenz
    Die kommunale Wärmeplanung soll transparent und nachvollziehbar erfolgen. Deshalb informiert die Stadt regelmäßig über den aktuellen Stand des Projekts.

    Aktuelle Informationen und Termine finden Sie regelmäßig auf dieser Seite.

Häufige Fragen (FAQ)

Kontakt

Aktuelle Projektstände und Dokumente

Hier finden Sie künftig:

  •  Präsentationen und Informationsmaterialien
  • Termine und Veranstaltungen
  • Zwischenberichte
  • Beschlüsse und Dokumente zur kommunalen Wärmeplanung

Amt für Umwelt und Klimaschutz

Weitere Informationen
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