Stadtleben Rüsselsheim

Grußwort des Oberbürgermeisters an die Muslime in Rüsselsheim

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Fastenperioden werden von Gläubigen verschiedener Religionen begangen. Während die christliche Welt die diesjährige Fastenzeit bereits mit dem Osterfest beendet hat, beginnt der islamische Fastenmonat am 6. Mai und endet am 4. Juni. Das Ende des Ramadans wird traditionell mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens gefeiert.

Für viele Musliminnen und Muslime in Rüsselsheim, in Deutschland und weltweit hat der Fastenmonat eine große spirituelle Bedeutung. Es ist eine Zeit der Rückbesinnung sowie des Verzichts und der Enthaltung in vielen Lebensbereichen. Im Ramadan rückt darüber hinaus eine starke Solidarität mit Schwächeren in den Fokus der Menschen.

Das tägliche Fastenbrechen – Iftar – findet nach Einbruch der Dunkelheit statt und wird gerne mit Freunden und Familie, mit Kolleginnen und Kollegen sowie Nachbarn zelebriert. Vereine und Gemeinden organisieren religiöse und kulturelle Abende und laden zum gemeinsamen Fastenbrechen ein, bei dem alle Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer herzlich willkommen geheißen werden. Diese lieb gewonnene Tradition bietet jedes Jahr während des ganzen Fastenmonats vielfältige Gelegenheiten des gegenseitigen Kennenlernens.

Als multikulturelle Stadt mit Bewohnern aus 129 verschiedenen Nationen bekennen wir uns zur religiösen Pluralität in unserer Gesellschaft. Im Sinne eines besseren Miteinanders möchten wir alle Menschen zum Austausch über die jeweils eigenen Traditionen, Regeln und Überzeugungen ermutigen. Der Ramadan ist dazu eine wunderbare Gelegenheit. Nur wenn wir unsere unterschiedlichen Traditionen, Regeln und Überzeugungen kennenlernen, können wir ein unverstelltes Bild voneinander gewinnen und Vorurteile abbauen.

Allen Musliminnen und Muslimen wünsche ich einen gesegneten Fastenmonat und ein freudenreiches Fest des Fastenbrechens zum Ende des Ramadans.  


Ihr
Udo Bausch
Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim am Main