Rüsselsheim Rathaus

03.09.2018

Kulturelle Projektförderung wird mit neuen Vergaberegeln transparenter

Um die Bewilligung von Mitteln zur kulturellen Projektförderung transparenter zu machen, hat der Magistrat Verfahrensregelungen für die Vergabe beschlossen. „Mit diesem Beschluss ist das Verfahren klar geregelt. Zugleich können die Kulturschaffenden ihre Projekte auf dieser Grundlage besser planen. Sowohl die Kulturschaffenden als auch die Verwaltung haben damit eine verlässliche Arbeitsgrundlage“, sagt Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser.

Bereits auf der Kulturkonferenz 2016, die unter dem Schwerpunktthema Kulturförderung stand, wurde das Thema diskutiert. Doch das Angebot der Verwaltung, inhaltliche Richtlinien für die freie Projektförderung und die Reihe Kultur im Sommer zu erarbeiten, sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als nicht notwendig an. Dann jedoch kamen im weiteren Gesprächsverlauf Fragen zu den Formalitäten der Fördermittelvergabe auf. „Der Wunsch nach Transparenz bei der Mittelvergabe war deutlich zu vernehmen, und die Neufassung der Verfahrensregeln trägt diesem Wunsch Rechnung“, unterstreicht Grieser.

Auf Basis der Rückmeldungen aus der Kulturkonferenz 2016 sei das Regelwerk entwickelt worden. Auf der Kulturkonferenz 2017 wurde es dem Teilnehmerkreis bereits in Grundzügen vorgestellt. „Die Verfahrensregelung gibt transparent Auskunft über die notwendigen Schritte bei der Antragstellung, die verbindlichen Fristen und die inhaltlichen Anforderungen an die Anträge. Ebenso transparent ist das Vorgehen bei der Entscheidung über die Anträge geregelt. Auch wird klar, wie die Abrechnung geförderter Projekte erfolgt“, erklärt Grieser weiter.

Im Einzelnen umfasst die Neuregelung der Projektförderung acht Paragrafen, die darlegen, wie die Stadt Rüsselsheim am Main Kulturschaffende in ihren Projektvorhaben unterstützt. Besonderes Augenmerk gilt der Ausgewogenheit von Breiten- und Spitzenförderung, der künstlerischen Vielfalt und Sparten sowie der Gleichbehandlung. Fristen zur Einreichung von Anträgen sind ebenfalls geregelt. Anträge auf Projektförderung bis zu 2.500 Euro müssen spätestens sechs Wochen vor Projektbeginn vorliegen. Sie können jederzeit eingereicht werden. Projektanträge mit einem Fördervolumen ab 2.500 Euro müssen für Projekte in der ersten Jahreshälfte des Folgejahres bis zum 15. November vorliegen, für die zweite Jahreshälfte jeweils bis zum 15. Mai.

Auch inhaltlich sind die Anforderungen definiert, und es ist festgehalten, was Anträge auf Projektförderung enthalten müssen. Neben dem Anschreiben und Angaben zum Antragstellenden und dem Projekt selbst, sind beispielsweise eine Übersicht zur künstlerischen Vita oder ein Projektportfolio vorzulegen. Und auch der beantragte Förderbedarf muss erläutert werden. Weitere Informationen gibt es zum Verfahren bei der Projektvergabe sowie zur Abrechnung und dem Verwendungsnachweise der geförderten Projekte.

Ansprechpartner für das gesamte Verfahren ist die Rüsselsheimer Kultursteuerung, die die Anträge entgegennimmt und bearbeitet. Die Postanschrift lautet Magistrat der Stadt Rüsselsheim am Main, Dezernat II / Kultursteuerung, Marktplatz 4, 65428 Rüsselsheim am Main. Die Kultursteuerung ist per E-Mail unter kultursteuerung@ruesselsheim.de sowie telefonisch unter 06142 83-2026 oder -2027 zu erreichen. Der vollständige Text der Verfahrensregelung zur Bewilligung von Mitteln zur Projektförderung sowie das neue Antragsformular können über die Internetseite der Stadt Rüsselsheim am Main www.ruesselsheim.de unter „Kultur“ / „Kulturförderung“ abgerufen werden, auf Wunsch werden die Unterlagen auch zugeschickt.

 

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