Rüsselsheim Rathaus

27.09.2018

Wissbegierige Jugend im Rathaus

Foto: Jugend im Rathaus (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Um bei jungen Menschen das Interesse an Politik zu wecken, ihnen Einblicke in die Kommunalverwaltung zu geben und die Identität mit ihrer Stadt zu stärken, gibt es in Rüsselsheim am Main das Projekt „Jugend im Rathaus“. Aktuell waren die Klassen 9.5 und 9.6 der Alexander-von-Humboldt-Schule zu Gast, um mit Vorträgen, Diskussionsrunden und einer interaktiven Rallye die Schaltzentrale der Rüsselsheimer Stadtverwaltung zu erkunden und auch mit Stadtverordneten ins Gespräch zu kommen. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrkräften Sandra Hinke, Deniz Aydin, Niels Magin sowie Integrationsfachkraft Ellen Schult.

Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser begrüßte die Jugendlichen zu Beginn der Veranstaltung im Ratssaal und erläuterte, was ein Bürgermeister so alles zu tun hat. Anschließend stand er den Schülerinnen und Schülern in einer Fragerunde Rede und Antwort. Gut vorbereitet fragten die Jugendlichen wie der Alltag eines Bürgermeisters aussieht, zu den Schulden der Stadt, dem Einzelhandel in Haßloch, zum Schwimmbad oder zu Ausbildungsplätzen in Rüsselsheim. Wissen wollten sie auch, was ein Bürgermeister in der Freizeit macht und ob Grieser ein Fitnessstudio besucht.

Nach einer Führung und interaktiven Rallye durch das Rathaus mit Tablets stand dann ab 11 Uhr der Austausch mit Stadtverordneten auf dem Programm, gefolgt von einer Feedback-Runde und dem gemeinsamen Abschluss. „Wir beklagen immer die sinkende Wahlbeteiligung oder dass sich junge Menschen nicht in nennenswerter Zahl für Politik interessieren. Hier bietet das Projekt ‚Jugend im Rathaus‘ eine exzellente Bühne, um gegenzusteuern. Außerdem lernen die Jugendlichen, dass es sich lohnt, für die eigenen Interessen einzutreten und gemeinsam mit der Verwaltung etwas von den Ideen und Wünschen zu realisieren“, sagt Grieser.

Das Projekt „Jugend im Rathaus“ gibt es seit 2005. Jährlich nutzen zehn bis 15 Schulklassen das Angebot. In diesem Jahr waren es bislang 13 Klassen, insgesamt rund 150. Veranstaltet wird die Reihe vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Rüsselsheim am Main. Projektleiterin Ronja Hörl stellt jeweils die nötigen Informationen zusammen und plant die Veranstaltungen gemeinsam mit den Lehrkräften. Im Unterricht wird der Besuch im Rathaus dann vorbereitet, eine Nachbereitung zusammen mit der Stadt gibt es bei Bedarf. Optional können sich die Jugendlichen zudem am einmal jährlich stattfindenden Jugendforum beteiligen und ihre Interessen einbringen. So entstand aus einem Wunsch von Jugendlichen beispielsweise mit städtischer Unterstützung der Dirt Park im Ostpark. Die Umsetzung wurde von den Stadtwerken finanziell unterstützt. Das nächste Jugendforum ist für Oktober geplant.

 

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