Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

18.05.2020

Rüsselsheimer Schulen gut gestartet

Foto: Lehrkräfte der Eichgrundschule in Rüsselsheim bringen Wege- und Abstandsmarkierungen im Außengelände der Schule auf (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)Foto: Ein Klassenzimmer der Eichgrundschule, dass für den Unterrichtsstart mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand vorbereitet wurde (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Die landesweit am Montag (18. Mai) erfolgte Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den meisten Schulen und Klassenstufen ist in Rüsselsheim am Main gut gelungen. „Die überwiegend positiven Rückmeldungen der Schulen zeigen, dass die erarbeiteten Hygienekonzepte und organisatorischen Schutzmaßnahmen funktionieren“, erklärt Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser.

Mit dem bereits Ende April begonnenen Unterricht für die Abschluss- und Abgangsklassen habe die Stadt wichtige Erfahrungen gesammelt. „Die vergangenen Wochen haben wir als Schulträger genutzt, die dort etablierten Hygieneschutzkonzepte mit den Schulleitungen und den zuständigen Behörden weiterzuentwickeln, damit die Schulen auch für die Ausweitung des regelmäßigen Präsenzunterrichts gut gerüstet sind“, so Grieser.
Die Rüsselsheimer Schulen mussten bis zum neuerlichen Schulstart viele Herausforderungen meistern. Dazu zählten unter anderem das Erstellen der Stundenpläne und das Aufteilen der Räume. Doch zu den wichtigsten Vorbereitungsarbeiten der vergangenen Tage und Wochen zählten für den Schulträger das Sicherstellen des erforderlichen Mindestabstands von 1,5 Metern in sämtlichen Klassenräumen sowie das Organisieren von Maßnahmen für die Handhygiene. Dazu mussten die Vorräte an Seife und Papierhandtüchern aufgestockt werden. Die regelmäßige und gründliche desinfizierende Reinigung aller Räume und Flächen mit intensivem Handkontakt wurde bereits in den vergangenen Wochen mit den Reinigungsdienstleistern abgestimmt und kann ebenfalls sichergestellt werden.

Hohes und kreatives Engagement an Rüsselsheims Schulen
Aber nicht nur in den Klassenzimmern müssen die Schulen für ausreichend Abstand der Schülerinnen und Schüler sorgen. Die Abstandsregeln sind auch auf den Schulhöfen, in den Toiletten und in den Fluren einzuhalten. Die Rüsselsheimer Schulen haben sich dafür viel einfallen lassen und zahlreiche Laufwege in und an den Schulen detailliert markiert. Die Eichgrundschule beispielsweise hat bunte Regenbögen auf den Boden des Schulhofs aufgemalt, um Wege ins Schulgebäude hinein und Abstände eindeutig wie kindgerecht aufzuzeigen. Im Inneren haben die Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit den Hausmeistern überall Hinweisschilder und weitere Bodenmarkierungen angebracht, die den Kindern zeigen, wo sie laufen und sich aufhalten dürfen. Wie die wichtigsten Hygiene- und Abstandsregeln im neuen Schulalltag funktionieren, zeigt die Eichgrundschule sogar in einem selbstgedrehten Erklärvideo, dass Kinder und Eltern auf der Webseite der Schule abrufen können. Andere Schulen, wie die Grundschule Königstädten, haben gleich ganze „Verkehrskonzepte“ entwickelt, mit Einbahnstraßen und Kreisel, um die „Verkehrsströme“ der Schülerinnen und Schüler so zu gestalten, dass sie sich nicht in die Quere kommen. „Jede Rüsselsheimer Schule ist von der räumlichen und personellen Situation anders. Entsprechend hat jede Schule in den vergangenen Tagen enorm viel individuelles und kreatives Engagement zeigen müssen, um die Vorgaben des Landes umzusetzen. Die anspruchsvolle und stets konstruktive Zusammenarbeit des Staatlichen Schulamtes und der Schulen mit der Stadt als Schulträger kann ich dabei nicht hochgenug loben. Dafür danke ich allen Beteiligten“, erklärt der Schuldezernent.  
 
Auch der Schulweg wurde bedacht
Über die Schutzmaßnahmen hatten vor dem Schulstart die drei Schulträger des Kreises Groß-Gerau, der Kreis sowie die Städte Rüsselsheim und Kelsterbach, in einem gemeinsamen Elternbrief informiert. Um die erforderlichen Sicherheitsabstände auch auf dem Schulweg einzuhalten, hatten sich zahlreiche Kinder an den Hinweisen im Elternbrief orientiert und sind nach Beobachtungen der Schulen vielfach zu Fuß oder mit dem Fahrrad gekommen. Wer dagegen auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war, für den hatten der Kreis und die beiden Kommunen Rüsselsheim und Kelsterbach die Busfahrpläne noch mal überarbeiten lassen. „Um besser die Mindestabstände gewährleisten können, haben wir mehr Busse für das Bringen und Abholen der Schulkinder eingeplant“, erklärt Grieser.

Die Schulträger haben in ihrem Schreiben vorsorglich noch mal darauf hingewiesen, dass in den Bussen die Schülerinnen und Schüler eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen. Dieser könne selbst hergestellt werden, dafür haben die Eltern mit dem Schreiben zugleich eine Anleitung zum Nähen sowie Hinweise zum Gebrauch erhalten. Weitere, mehrsprachige Anleitungen sind auch auf der Internetseite der Stadt unter www.ruesselsheim.de/corona-infos.html zu finden.

 

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