Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

31.10.2018

Rüsselsheim begegnet Bevölkerungswachstum mit Neubauaktivitäten und Wohnbau-Grundstücken

Rüsselsheim am Main wächst weiter. Denn die günstige Lage der Stadt und ihre Infrastruktur im Herzen der prosperierenden Rhein-Main-Region ziehen viele Menschen an, die neben einem neuen Arbeitsplatz auch ein neues Zuhause suchen. Weiterer Zuwachs entsteht durch Geburten. 64.922 Menschen waren laut Hessischem Statistischen Landesamt zum Stichtag 31. Dezember 2017 mit Hauptwohnsitz in Rüsselsheim am Main gemeldet, womit die Stadt an der 65.000er Marke kratzt. Im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Plus von 900 Einwohnerinnen und Einwohnern. Damit belegt die Stadt einen hervorragenden sechsten Platz hinter Frankfurt, Offenbach, Kassel, Marburg und Wiesbaden, die allesamt stärker wachsen, aber noch vor Darmstadt, Gießen und Hanau. Oberbürgermeister Udo Bausch sieht in diesen Zahlen den Beweis, dass Rüsselsheim am Main als Wohnstandort attraktiv ist. „Neben der zentralen Lage und der exzellenten Verkehrsanbindung schätzen die Menschen die gute Infrastruktur am Ort und den hohen Freizeitwert. Alle Schulformen bis hin zur Hochschule RheinMain sind in Rüsselsheim vorhanden. Wir investieren erhebliche Mittel in die Kinderbetreuung in unterschiedlichsten Angebotsformen, wir haben ein Theater und die Jazz-Fabrik sowie ein sehr gutes Vereins- und Freizeitangebot. Offensichtlich können wir damit erfolgreich punkten“, sagt Bausch.

Um dem Druck auf den Wohnungs- und Immobilienmarkt zu begegnen, treibt die Stadt verschiedene Projekte voran. Mit der Erschließung von drei kleineren Baugebieten wurde bereits begonnen. Der Run auf die Grundstücke in den Wohngebieten „Rheingauer Straße“, „Steinkaute“ und „In der Nachtweide“ ist groß, und so stehen den 24 zu vergebenden städtischen Bauplätzen rund 900 Bewerbungen gegenüber. An der Rheingauer Straße werden neun Bauplätze mit einer Größe zwischen 200 und 300 Quadratmetern entstehen. An der Steinkaute (ehemaliger Sportplatz der SKG Bauschheim) entstehen 14 Bauplätze mit voraussichtlich rund 400 bis 500 Quadratmetern. Der kleinste Neubaubereich entsteht in Haßloch. Im Gebiet „In der Nachtweide“ werden im Anschluss an die Hans-Böckler-Straße vier neue Bauplätze entstehen. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 300 und 500 Quadratmetern. Alle Neubaugrundstücke sind noch nicht abschließend vermessen.

Abhilfe in größerem Umfang werden erst das neue Quartier am Ostpark mit rund 420 Wohneinheiten und die Erschließung der rund 60 Hektar umfassenden Eselswiese bei Bauschheim bringen. Mit der Vermarktung der Baugrundstücke auf dem 4,6 Hektar großen Areal des ehemaligen SC-Opel-Vereinsgeländes kann voraussichtlich ab 2019 begonnen werden. Ein bis zwei Jahre später könnten nach derzeitigen Planungen die Erschließungsarbeiten der Eselswiese in Abschnitten beginnen, eine Vorvermarktung wäre dann ab 2021 möglich. „Die Weichen für eine zügige Umsetzung sind gestellt, um für die Zukunft genug Wohnraum zur Verfügung stellen zu können. Das wird Rüsselsheim als Wohnstandort in der Region weiter stärken und nach vorn bringen“, erklärt Bausch.

Auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft gewobau ist aktiv, um den Wohnungsmarkt zu entlasten und kostengünstigen Wohnraum anbieten zu können. In diesem Jahr 2018 setzt die gewobau umfangreiche Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen um bzw. begann mit Neubaumaßnahmen. Rund 3,7 Millionen Euro werden für Modernisierungen von Wohnanlagen und Wohnungen im Reis, an der Kohlseestraße und im Spessartring investiert. Hinzu kommen energetische Sanierungen an verschiedenen Gebäuden am Hessenring, die mit rund 4,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Weitere Modernisierungen, beispielsweise von Bädern und Leitungen in verschiedenen Häusern kommen hinzu. In direkter Innenstadtnähe errichtet die gewobau außerdem 66 Ein- bis Dreizimmer-Neubauwohnungen in zunächst zwei Bauabschnitten, an der Frankfurter Straße 39 - 41, der Taunusstraße 11 und der Waldstraße 30. Bezugsfertig sollen diese Wohnungen bis Spätherbst 2019 sein. Zudem plant die gewobau einen Neubau an der Georg-Treber-Straße 78 mit 20 Wohnungen und das Nachbarschafts- und Familienzentrum in der Böllenseesiedlung mit Kindertagesstätte und neun Wohnungen. Noch etwas weiter in die Zukunft der gewobau-Pläne geblickt, dennoch schon recht greifbar: Die Neuplanung und Umgestaltung des ehemaligen Karstadt-Areals. Der neue Gebäudekomplex wird sich dabei als Wohnhaus darstellen, in dem in den Obergeschossen zirka 80 Wohnungen mit einer Wohnfläche von ca. 5.250 Quadratmetern entstehen sollen. Bis Ende Januar 2019 soll der laufende Architektenwettbewerb abgeschlossen sein, so dass anschließend zügig die Entwurfsplanung und der Ausführungszeitplan in Angriff genommen werden können. 

 

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