Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

13.11.2018

Mehr als eine respektable Leistung

Foto: Bürgermeister Dennis Grieser begrüßt die Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Gäste der Workshop-Präsentation „Respekt – kein Platz für Diskriminierung“ im Freizeithaus Dicker Busch (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

„Rüsselsheim ist eine bunte Stadt – ohne Respekt geht bei uns nichts“, sagte Bürgermeister und Sozialdezernent Dennis Grieser. Damit begrüßte er 33 Schülerinnen und Schüler beim Finale des schulübergreifenden Workshops „Respekt – kein Platz für Diskriminierung“ im Freizeithaus Dicker Busch.

Unter Anleitung von Expertinnen und Experten für Theater,  Streetart und Songwriting beschäftigten sich Jugendliche der Ale¬xan¬der-von-Hum¬boldt-Schu¬le, der Park¬schu¬le, der Fried¬rich-Ebert-Schu¬le und der Ge¬rhart-Haupt¬mann-Schu¬le drei Tage lang kreativ mit Erscheinung und Auswirkungen von Diskriminierung. Am Ende stand ein großer Auftritt: In drei Gruppen zeigten die Jugendlichen, was sie schauspielernd, malend oder singend erarbeitet hatten. „Ich bin schon sehr gespannt, wie Ihr heute ausdrückt, dass Vielfalt stark macht“, freute sich Grieser mit weiteren Gästen auf die Präsentation. Neben Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen gehörten dazu Schulleitungen und interessierte Lehrkräfte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Jugendförderung und Schulsozialarbeit.

Jede Meinung zählt – unter diesem Motto zeigten die Jugendliche in verschiedenen Theaterszenen ihre Erfahrungen aus ihrem schulischen oder häuslichen Alltag. Unter der Leitung des Theaterpädagogen Marco Schkoda hatten sie Regeln im respektvollen Umgang miteinander szenisch interpretiert und in unterschiedlichen Situationen emotional auf die Bühne des Freizeithauses gebracht. Da wurde mit dem Rücken zum Publikum gespielt, es flogen Kartoffeln, und mit Gesichtsmasken zeigten die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler, dass viele Menschen im Alltag oft nur eine Rolle spielten.

Vielfalt lässt sich aber auch mit Farben ausdrücken. Entsprechend bunt ging es beim Projekt Streetart zu. Die jungen Künstlerinnen und Künstler hatten dazu zahlreiche Graffitis rund um das Gelände des Freizeithauses gesprüht. Aber nicht nur die Farbenvielfalt oder die Motivwahl enthielten wichtige Botschaften. Respekt bewiesen sie schon allein in der Materialwahl des Untergrunds. Gemeinsam mit dem Straßenkünstler Philipp Schäfer hatten sie die Idee entwickelt, ihre Graffitis auf Frischhaltefolie zu sprühen, die sie an oder zwischen Bäumen und Zäunen im öffentlichen Raum gewickelt hatten.

Dicke Beats begleiteten schließlich den dritten und letzten Akt der Workshop-Präsentation. „Respekt, Respekt, wir haben es gecheckt“, rappten die Jugendlichen gemeinsam ins Mikrofon. Mit Unterstützung von Songwriterin, Produzentin und Rapperin Zeda (aka Samar Jaber) hatten sie in den vergangenen Tagen ihren eigenen Hip-Hop-Song getextet und als selbstbewusstes Team miteinander aufgeführt.

Zum Schluss zollte dann auch das Publikum seinen Respekt und erkannte mit einem mächtigen Applaus die Leistung der jungen Künstlerinnen und Künstler hoch an.


 

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