Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

23.11.2018

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: „Nein“ zur Gewalt an Frauen und Mädchen

Als das Bundeskriminalamt am 20. November seine kriminalstatistische Auswertung zu Gewalt in Partnerschaften 2017 veröffentlichte, rückte das Thema häusliche Gewalt bundesweit in die Medienöffentlichkeit. Und so trifft der Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen, der am 25. November begangen wird, in diesem Jahr auf besondere Aufmerksamkeit.

Die Zahlen der Bundesbehörde rütteln auf. Denn im vergangenen Jahr wurden jeden Tag etwa 188 Frauen und 44 Männer durch ihren Partner oder ihre Partnerin verletzt. Etwa sieben Frauen wurden pro Tag von ihrem Partner vergewaltigt oder sexuell genötigt. Und jeden zweiten Tag wurde ein Mensch von seinem Partner oder seiner Partnerin umgebracht. Das ist eine unvorstellbare Größenordnung für ein Land wie Deutschland. Es geht um Straftaten, für die die Täter zur Verantwortung gezogen werden müssen. Genauso wichtig ist, den Betroffenen Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen.

Die Stadt Rüsselsheim am Main beteiligt sich daher auch in diesem Jahr an den Aktionen zum Internationalen Tag „Nein“ zur Gewalt an Frauen und Mädchen“. Als weithin sichtbares Zeichen werden vor dem Rathaus die Fahnen von „Terre des Femmes“ in drei verschiedenen Sprachen wehen. Alljährlich werden am 25. November die bunten Fahnen mit der Aufschrift: „Frei Leben – ohne Gewalt“ gehisst, um auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen. Die Fahnenaktion „Terre des Femmes“ startete vor 17 Jahren und ist inzwischen bundesweit bekannt. Dieses Zeichen wird auch in Rüsselsheim am Main gesetzt.

Ein wichtiges Angebot für Betroffene ist das Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen",  ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erleben oder erlebt haben. Ob Gewalt in der Partnerschaft, Mobbing, Stalking, Zwangsheirat, Vergewaltigung oder Menschenhandel – das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ steht betroffenen Frauen rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, zu allen Formen von Gewalt zur Seite. Unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de können sich Betroffene, aber auch Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen und Fachkräfte beraten lassen – anonym, kostenlos, barrierefrei und in 18 Sprachen. Auf Wunsch vermitteln die Beraterinnen an eine Unterstützungseinrichtung vor Ort. Auch Männer, die sich beim Hilfetelefon melden, werden nicht abgewiesen.

Zuflucht für bedrohte und misshandelte Frauen bieten die deutschlandweit rund 350 Frauenhäuser. Der Verein „Frauen helfen Frauen“ in Groß-Gerau unterhält Beratungsstellen in Rüsselsheim am Main und Groß-Gerau. Beide Beratungsstellen sind über das Beratungstelefon 06152 8000-0 zu erreichen. Wer sich bedroht fühlt und Gewalt fürchtet oder erlebt, sollte außerdem die Polizei einschalten. Die Notrufnummer in Deutschland ist 110.

Am 14. Februar 2019 wird auf dem Gemeindeplatz wie in den vergangenen Jahren die weltweite Aktion gegen Gewalt an Mädchen und Frauen „One Billion Rising“ stattfinden. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich an dem Bühnenprogramm mit einem eigenen Beitrag zum Thema zu beteiligen. Informationen dazu gibt es telefonisch beim Büro für Frauen und Chancengleichheit der Stadt Rüsselsheim am Main unter 06142 83-2099 oder per E-Mail an bfc@ruesselsheim.de.

 

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