Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

17.12.2018

In Rüsselsheim tut sich etwas.

Jahrespressekonferenz des Rüsselsheimer Oberbürgermeisters Udo Bausch

Bild: Wohnen am Vernapark (Architekturbüro Baur & Latsch)

„Rüsselsheim ist stark, und ich möchte die Stadt noch stärker machen.“ Das ist das Leitmotiv, unter das Oberbürgermeister Udo Bausch seine kommunalpolitische Arbeit stellt. Dass Rüsselsheim am Main großes Entwicklungspotenzial hat, macht sich für Bausch an folgenden herausgehobenen Standortfaktoren fest:

•    Rüsselsheim hat beste Verkehrsanbindungen.
•    Rüsselsheim ist Standort für Forschung und Entwicklung.
•    Rüsselsheim ist das Kompetenzzentrum für Mobilität im Rhein-Main-Gebiet.
•    Rüsselsheim bietet für Unternehmen optimale Entwicklungschancen.

Seit über 150 Jahren prägt der Pioniergeist von Adam Opel die Rüsselsheimer
Unternehmerlandschaft. Inzwischen hat sich die Stadt zu einem weltweit führenden Zentrum für automobile Fachkompetenz, Forschungs- und Design-Know-How entwickelt. Neben Opel betreibt seit 2003 der koreanischen Autobauer Hyundai mit den Marken Hyundai und Kia sein europäisches Design- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim.

Profitieren kann die Stadt durch den Umbruch im Automobilsektor. E-Mobilität, autonomes Fahren und Carsharing sind dabei wichtige Aspekte. Hier kann Rüsselsheim sich als großes Testfeld für die frühzeitige Entwicklung und Nutzbarmachung neuer Mobilitätsformen positionieren. Aufgrund seiner Struktur ist Rüsselsheim dafür hervorragend geeignet. „Wir werden bis Oktober 2020 rund 1.300 Elektro-Ladepunkte im Stadtgebiet aufstellen und damit zur E-Mobilitätshauptstadt Deutschlands werden“, so Bausch.

Viele Projekte habe er in seinem ersten Jahr im Amt begleitet, sagt Bausch und betont, dass Unternehmenserweiterungen wie bei Hyundai/Kia oder E-Shelter sowie Neuansiedlungen – wie die aus England nach Rüsselsheim gewechselte Firma SolaX Power –  mit dazu beitragen, Rüsselsheim neu zu positionieren. Um mit möglichst vielen Unternehmen ins Gespräch zu kommen, habe er verschiedene Fachgesprächs-Tage eingerichtet. Veranstaltungen gab es bereits zu den Branchen Automotive sowie Einzelhandel und Immobilienwirtschaft, für Gesundheitswirtschaft will Bausch noch ein Angebot schaffen.

Bewusst hatte Bausch als Ort seines Jahrespressegesprächs die Motorworld Manufaktur gewählt. Nach Jahren des Stillstands geht es mit den neuen Eigentümern endlich voran. Auf dem rund 32.000 Quadratmeter großen Areal mit gut 100.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche unmittelbar am Bahnhof sind eine Oldtimer-Ausstellung, Büroflächen, eine Eventhalle, Gastronomie, Hotellerie, ein Boardinghouse, Einzelhandel und Handwerksbetriebe geplant und Bausch ist sich sicher, dass die weitere Entwicklung Strahlkraft für die ganze Innenstadt entfalten wird.

Die Hochschule RheinMain, eingebettet in die Stadt und praxisnah an den Unternehmen, ist ebenfalls im Fokus des Oberbürgermeisters. „Ich werde alles tun, dass die Hochschule in dieser Stadt sich dynamisch entwickeln kann“, sagt Bausch. Hierzu habe die Stadt bereits wichtige Weichen gestellt.

Die Nachfrage nach Bauplätzen und Wohnungen ist in Rüsselsheim am Main ungebremst, denn die Stadt wächst –  nicht zuletzt durch ein innovatives Arbeitsplatzangebot und den Ausbau der Kinderbetreuung – weiter und hat eben die 65.000er Marke an Bevölkerung geknackt. „Wir müssen jetzt zügig unser Wohnungsangebot erweitern und neue Flächen erschließen,“ betont Udo Bausch. Neue attraktive Wohngebiete sind daher geplant, dazu zählen das Neubaugebiet ‚Quartier am Ostpark‘ mit 420 Wohneinheiten bis zum Jahr 2020 und die Entwicklung des Wohn- und Gewerbegebiets ‚Eselswiese‘ mit zirka 1.500 Wohneinheiten ab dem Jahr 2021.

Weitere Flächen wie die Steinkaute oder das Karstadt-Areal stehen zur Verfügung und werden ebenfalls zeitnah entwickelt. „Unsere Infrastruktur muss natürlich mitwachsen. Die Stadt Rüsselsheim setzt daher erhebliche Mittel für den Bau neuer Kitas und die Kinderbetreuung sowie den zeitgemäßen Ausbau der Schullandschaft ein. Aber wir benötigen auch mehr Personal im Bürgerservice“, sagt Bausch. Die Bürgerinnen und Bürger bei den Entwicklungen mitzunehmen und in die Umsetzungen einzubinden, betrachtet Bausch als Herausforderung. „Ich scheue mich nicht, Dinge anzupacken. Wir tragen eine große Verantwortung, unseren Bürgerinnen und Bürgern bezahlbaren Wohnraum und Bauplätze anzubieten.“

Auf das „Knöllchenverteilen“ für Parksünder angesprochen, erklärt Bausch, dass hier zwei Herzen in seiner Brust schlügen. Zum einen müsse es ein ausreichendes Parkplatzangebot geben, zum anderen sei es aber nicht tolerabel, dass wild geparkt werde und die Fußgängerinnen und Fußgänger, Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen kaum durchkämen. Eine Verbesserung der Parksituation werde es geben. Im Parkhaus am Bahnhof werde man künftig auch stundenweise parken können. Generell sei aber auch zu sagen: „Die Regeln der Straßenverkehrsordnung gelten, sie gelten auch in unserer Stadt. Und wir werden das durchsetzen.“ Wichtig ist ihm, die objektive Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und generell weiter eng mit der Landespolizei zusammenzuarbeiten. Inzwischen nimmt die Stadt bereits an der kommunalen Sicherheitsinitiative KOMPASS teil, der Präventionsrat ist wiederbelebt und ein privater Sicherheitsdienst ist engagiert.

„Schon jetzt tut sich in Rüsselsheim viel positiv Neues. Daran werden wir 2019 engagiert weiterarbeiten“, so Oberbürgermeister Bausch. „So werden wir die Wirtschaftsförderung ausweiten und genau definierte strategische Aufgaben abarbeiten“:

•    Die Kommunikation der Stärken des Standorts (Lage, Lebensqualität, Freizeit, Wohnen, Einkaufen und Bildungsangebote) ausbauen.
•    Die guten Rahmenbedingungen durch Clusterbildung profilieren. Wir machen also nicht alles, sondern entwickeln unsere Stärken weiter: Automotive und Mobilitätsdienstleistungen /  Gesundheitswirtschaft / Forschung und Entwicklung / Einzelhandel.
•    Intensive Unterstützung der Unternehmen vor Ort.
•    Die Realisierung neuer Projekte, wie zum Beispiel den 2019 erstmals erscheinenden „Immobilienmarkt Rüsselsheim“, der die Stadt als Wirtschaftsstandort und Wohnort über unsere Grenzen hinaus transparent macht – oder die Teilnahme an der Immobilienmesse ExpoReal.
•    Weiterentwicklung der Gewerbegebiete und der Einkaufszonen auch mit dem Mittel der Standortinitiative.
„Bis eine Ansiedlung zu verzeichnen ist, muss man oft drei bis vier Jahre Geduld mitbringen und sich intensiv darum kümmern“, erklärt Bausch, „das werden wir tun!“

 

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