Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

04.02.2019

Stadt sucht Konsens für Bildungs- und Kulturzentrum in der Innenstadt

Soll im Opel Altwerk oder an einer anderen Stelle in der Innenstadt ein Bildungs- und Kulturzentrum entstehen? Das sind Fragen, mit denen sich die Rüsselsheimer Stadtverordneten in ihrer nächsten Sitzungsrunde beschäftigen werden. Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser stellte jetzt die aktuelle Drucksache vor, über die beraten wird.

Das Altwerk sei eine wichtige Option, gleichwertig würden jedoch auch andere Standorte geprüft, darunter das Gebäude der Grundschule Innenstadt. „Es wird ergebnisoffen diskutiert, denn es gibt keine Vorentscheidung. Wir sind noch in der konzeptionellen Phase und möchten das Votum der Stadtverordneten einholen, ob in der vorgeschlagenen Richtung weiter gearbeitet werden soll“, betonte Grieser. Auch das Kulturzentrum „Das Rind“ werde in die Überlegungen einbezogen. Hier gebe es erhebliche Veränderungen im unmittelbaren Umfeld des derzeitigen Domizils. Zum anderen sieht Grieser Handlungsbedarf für die prekäre Gebäudesituation.

„Ein Bildungs- und Kulturzentrum im Herzen der Stadt kann zu einer deutlichen Belebung und Aufwertung der Innenstadt führen, denn ein solches Zentrum ist ein Ort des öffentlichen Austauschs und sozialer Begegnungen“, sagt Grieser. Einbezogen in die Überlegungen werden verschiedene Unterrichtsstätten der Rüsselsheimer Volkshochschule (vhs). Denn an den vhs-Standorten in der Albrecht-Dürer-Schule, Kürbisstraße und mittelfristig auch dem Landrat-Harth-Heim besteht Sanierungsbedarf. Auch die Unterrichtsräume und Verwaltung der Musikschule sind in die Überlegungen mit einbezogen.

Doch die Vorlage spannt den Bogen weiter, als nur neue Räume für Kultur123 oder das Rind zu finden. Denn angedacht ist eine umfassende Einbindung der Politik und der Vertreterinnen und Vertreter der Rüsselsheimer Kulturlandschaft. Es wird vorgeschlagen, eine nicht-öffentliche Arbeitsgruppe einzusetzen, der neben Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung die Spitzen der Dachverbände der kulturellen und interkulturellen Vereine, des Rinds oder des Kunstvereins Rüsselsheim angehören sollen. „Auch die Bürgerinitiative Altwerk ist zur Mitwirkung eingeladen. Es ist wichtig, auch ihre Stimme zu einem frühen Zeitpunkt zu hören“, sagt Grieser. Der vorherige Kulturpreisträger der Stadt Rüsselsheim, Stephan Völker, und der Rüsselsheimer Künstler Mario Hergueta sind ebenfalls gesetzte Vertreter in der Arbeitsgruppe. Nicht zuletzt ist natürlich auch die „AG Raum für Kunst und Kultur“ mit im Boot. Sie hatte sich aus der Kulturkonferenz 2017 heraus gebildet und erstmals im Frühjahr 2018 getagt. Erste der dort erarbeiteten Inhalte sind bereits in die konzeptionellen Ideen eingeflossen.

In dem Versuch, mit der Arbeitsgruppe einen möglichst breiten Konsens in der Stadt für das weitere Vorgehen in Sachen Bildungs- und Kulturzentrum hinzubekommen, sieht Grieser einen großen Mehrwert. Dazu setzt er auf die Einbindung der Kulturschaffenden, der Bürgerinitiative und der Politik gleichermaßen. „In die Entscheidung, wie das am Ende aussehen soll, werden alle Nutzergruppen einbezogen“, unterstreicht Grieser nochmals die Intention.

Mit der aktuellen Vorlage wird auch an einem Arbeitsauftrag der Stadtverordneten an den Magistrat aus dem Jahr 2015 weitergearbeitet. Auf Basis des damaligen Planungsstands war beschlossen worden, den Standort Opel Altwerk für ein Bildungs- und Kulturzentrum zu prüfen. Die weiteren Standorte und Inhalte werden den Stadtverordneten nun als Optionen vorgestellt. Erst danach wird an Details weitergearbeitet bis dann zu einem späteren Zeitpunkt eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann. Dazu sind neben den alternativen Standorten auch der Zustand der Gebäude und die finanziellen Rahmenbedingungen mit einzubeziehen.

 

Link zu Zurück zur Übersicht