Rüsselsheim Rathaus

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11.02.2019

Kultur-Förderstipendium 2018 an Autorin Rania Daoudi übergeben

Foto: Übergabe des Rüsselsheimer Förderstipendiums 2018 an die Schriftstellerin Rania Daoudi (r.) durch Bürgermeister Dennis Grieser (Foto: Samantha Pflug)

In einer Feierstunde überreichte Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser am vergangenen Sonntag der Rüsselsheimer Schriftstellerin Rania Daoudi das Förderstipendium 2018 der Stadt Rüsselsheim am Main. Im Foyer des Theaters wohnten zahlreiche Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Wegbegeleiterinnen und Wegbegleiter der Übergabe bei. Bürgermeister Grieser würdigte die junge Autorin für ihre kreative Energie, ihre schriftstellerische Präzision und ihre Verbindung zu ihrer Heimatstadt, in der sie auch immer wieder Anregungen für ihre Texte finde. „Rüsselsheim ist für Sie nicht nur eine biografische, sondern auch eine narrative – eine erzählerische Heimat“, betonte Grieser.

Grieser zeigte sich zudem sehr erfreut darüber, dass Daoudi von den Möglichkeiten der Rüsselsheimer Kultur- und Bildungslandschaft ausgiebig Gebrauch gemacht habe und lies die Entwicklungsstationen der Stipendiatin Revue passieren. Daoudi hatte sich bereits als Schülerin an der Max-Planck-Schule mit ihren Texten hervorgetan und besuchte regelmäßig die Bücherei am Treff. Ebenfalls während ihrer Schulzeit machte sie als Schauspielerin und als Mitautorin im Jungen Ensemble auf sich aufmerksam. Zuletzt, so rief Grieser in Erinnerung, habe Daoudi ihr Publikum durch eine Lesung in der „Alten Mühle“ im Verna-Park mit ihrem bisher nicht veröffentlichten Romanerstling begeistert.
Daoudi dankte ihrer Familie sowie ihren Freundinnen und Freunden für die Unterstützung, die sie immer wieder aufs Neue erfahre. Zudem richtete sie einen ausdrücklichen Dank an ihre ehemaligen Lehrkräfte, die, so Daoudi, sich immer Zeit genommen hätten für ihre Texte und ihr mit ihrem Feedback weiterhalfen.

Schauspieler Holger Kraft, der eigens für die Feierstunde ein Grußwort verfasst hatte, erinnerte sich an Daoudis Engangement im Jungen Ensemble, als sechzig90 gemeinsam mit den Jugendlichen das Stück „Hoffnung“ entwickelte. Schon damals, so Kraft, habe sich die „außergewöhnliche Begabung“ der jungen Autorin gezeigt. „Dir ist es gegeben, die Farben und die Schwingungen unseres Lebens zu Papier zu bringen“, lobte er Daoudis Talent, mit dem jedoch auch Verantwortung einhergehe. Es sei ihre Aufgabe, mit ihren Fähigkeiten eine „Stimme des Guten und der Vernunft zu sein, die uns berührt“, so Kraft, der 1997 selbst Förderstipendiat der Stadt war, heute zum Ensemble des Theaters Bonn zählt und sich nach wie vor im Rüsselsheimer Theaterhaus sechzig90 engagiert.

An der Klarinette begleitete der Rüsselsheimer Musiker Pavel Mozgovoy als Solist die Feierstunde. Mozgovoy präsentierte neue Kompositionen, darunter Stücke wie „Tanz der Glückseligkeit“ und „Franas Schuhe“, für die er sich von Daoudis Texten inspirieren ließ. Mozgovoy hatte im Jahr 2011 das Förderstipendium erhalten.

Die Stadt Rüsselsheim am Main vergibt in der Regel jährlich ein Stipendium zur Förderung von Kultur und Kunst, um besondere Leistungen von nachwachsenden Künstlerinnen und Künstler zu honorieren und sie in ihrer weiteren Entwicklung zu unterstützen. Maßgabe für die Förderung ist allein die künstlerische Qualität. Unter Berücksichtigung dieses Kriteriums unterstützt die Stadt Rüsselsheim am Main herausragende künstlerische Begabungen, die der Nachwuchsförderung dienen. Das Stipendium wird an Einzelpersonen verliehen, die neue Impulse entwickeln oder deren Leistungen darauf schließen lassen, dass hervorragende Ergebnisse in der Zukunft zu erwarten sind.

Das Stipendium wird auf die Dauer eines Jahres gewährt, beträgt 4.200 Euro und wird in zwölf monatlichen Raten zu je 350 Euro ausgezahlt. Rania Daoudi ist die 27. Förderstipendiatin der Stadt und folgt auf die Sprechkünstlerin Hannah Wehrum, die das Stipendium 2017 erhielt.


 

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