Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

22.02.2019

Was Frauen bewegt haben

Foto: Vernissage (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Über 60 Gäste nahmen an der Vernissage zur Ausstellung „Mir koche vor Wut“ anlässlich 100 Jahre Frauenwahlrecht im Kreis Groß-Gerau teil. Oberbürgermeister Udo Bausch sagte bei der Begrüßung: „Es ist aus heutiger Sicht unvorstellbar, dass Frauen sich das Wahlrecht erkämpfen mussten. Die Ausstellung würdigt das Engagement von Frauen in und außerhalb der Politik, von dem wir häufig zu wenig wissen.“ Er wies darauf hin, dass das Rüsselsheimer Stadtparlament mit einem Frauenanteil von 38 Prozent zur Spitze in der Region zähle. Es sei bereits einiges erreicht worden. Dennoch rief er die Anwesenden auf: „Halten Sie nicht am Status Quo fest. Es gibt noch einiges zu tun.“

Frauen, die frauenpolitisch in Rüsselsheim und darüber hinaus Vieles bewegt haben, nahmen im Verlauf des Abends an einer Gesprächsrunde unter der Moderation von Carmen Größ vom Frauenzentrum teil. Dazu zählten Otti Geschka, erste Oberbürgermeisterin der Stadt Rüsselsheim am Main, Christel Göttert, Verlegerin und Trägerin des Kulturpreises des Kreises Groß-Gerau sowie Aysel Bostan, Stadtverordnete und die erste Vorsitzende des Ausländerbeirats der Stadt. Heide Böttler berichtete als Sprecherin für Liesel Thurn, die das erste weibliche hauptamtliche Magistratsmitglied in Rüsselsheim am Main war, über die Zusammenarbeit im damaligen Magistrat und sprach aber auch von ihren eigenen Erfahrungen als langjähriges ehrenamtliches Magistratsmitglied.

Weitere Beiträge gab es von Doris Schmidt, die über das Leben ihrer Mutter, der Stadtverordneten Dina Engel berichtete. Engel war nach dem 2. Weltkrieg in Rüsselsheim die erste und langjährig die einzige Stadtverordnete. Außerdem berichtete Gudrun Senska vom Stadtarchiv über Helene Stumpf und Christina Schildge, die in den 1920er Jahren die beiden ersten weiblichen Mitglieder im damaligen Gemeinderat waren.

Die Ausstellung zeigt inner- und außerparlamentarisch engagierte Frauen des Kreises Groß-Gerau, sowie soziale Bewegungen und Ereignisse im Kreis. Sie wurde vom Büro für Frauen und Chancengleichheit des Kreises Groß-Gerau unter Mitwirkung der Frauenbeauftragten aus den jeweiligen Kommunen konzipiert und zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. März 2019 in der Lobby des Rathauses, Eingang Faulbruchstraße, zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigen. Am 14. März 2019 gibt es eine öffentliche Finissage, in der in einer Podiumsdiskussion aufgezeigt wird, wie sich die #MeToo Debatte auf das Innere der Organisationen, auf Strukturen und Verhältnisse ausgewirkt haben. Die Schau ist Teil der umfangreichen Veranstaltungsreihe zum Internationalen Frauentag am 8. März. An der Vorbereitung der Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag sowie der Vernissage waren das Evangelische Dekanat Groß-Gerau - Rüsselsheim mit der Fachstelle Bildung, die Frauenbeauftragte von Kultur123 Stadt Rüsselsheim, die Frauenbeauftragte der Stadtverwaltung, das Frauenzentrum Rüsselsheim, die Frauenbeauftragte der Hochschule Rhein-Main und die Katholische Arbeitnehmer*innen und Betriebsseelsorge Rüsselsheim/Südhessen beteiligt. Weitere Informationen gibt es unter www.ruesselsheim.de.

 

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