Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

28.02.2019

Internationale Wochen gegen Rassismus

Erstmals beteiligt sich Rüsselsheim am Main unter Federführung der Stadt an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Oberbürgermeister Udo Bausch sagt: „Damit setzt die Stadt ein Zeichen gegen Rassismus und für eine Gesellschaft, die von der Achtung der Menschenwürde geprägt ist.“ In diesem Jahr finden die Aktionswochen vom 11. bis zum 24. März 2019 vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahlen statt. „Europa wählt Menschenwürde“ so lautet das Motto der diesjährigen Veranstaltungsreihe. Entsprechend möchten die verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen die freiheitlichen und demokratischen Werte eines vereinigten Europa hervorheben und klar Stellung beziehen gegen jede Form von rassistischen oder diskriminierenden Denk- und Verhaltensweisen. Zum diesjährigen Motto sagt Bürgermeister Dennis Grieser: „Rüsselsheim liegt mitten in Europa und soll weiterhin eine weltoffene und tolerante Stadt bleiben. Die Vielfalt spiegelt sich in den umfangreichen Veranstaltungen wider, die sich insbesondere an Jugendliche und junge Menschen richten.“ Veranstalter ist das Interkulturelle Büro der Stadt Rüsselsheim in Zusammenarbeit mit der Jugendförderung, Kultur123 Stadt Rüsselsheim, der Stiftung Alte Synagoge, dem Kulturzentrum Rind und dem Radio Rüsselsheim.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm ist auf der städtischen Homepage unter www.ruesselsheim.de anzusehen. Gedruckte Programme liegen in öffentlichen Einrichtungen aus und können beim Interkulturellen Büro unter Telefon 06142 83-2039 oder per E-Mail an integrationsaufgaben@ruesselsheim.de angefordert werden.

Das Veranstaltung-Programm im Überblick
Freitag (15. März)
Schilderaktion „Respekt! Kein Platz für Rassismus“. Mit dem symbolischen Anbringen eines weiteren Respekt-Schildes unterstützt die Stadt Rüsselsheim weiterhin die bundesweite Initiative gegen Rassismus, Diskriminierung und Intoleranz, die von der IG Metall gegründet wurde. Bereits im Jahr 2013 wurde diese Aktion in Rüsselsheim umgesetzt. Vereine, Gemeinden und Organisationen sind dazu aufgerufen, sich dieser Initiative mit dem Anbringen eines Schildes anzuschließen. Respekt-Schilder sind beim Interkulturellen Büro kostenfrei erhältlich.

Dienstag (19. März), 18.30 Uhr
Eröffnung der Foto-Ausstellung von Amnesty International „Menschen auf der Flucht“ durch Oberbürgermeister Udo Bausch und die Landesbeauftragte für Flüchtlingsschutz in Hessen von Amnesty International, Barbara Lüken. Die beeindruckenden Bilder dieser Ausstellung erlauben einen Einblick in die individuellen, alltäglichen Geschichten von geflüchteten Menschen. Die Ausstellung ist vom 18. März bis zum 1. April in der Lobby des  Rathauses, Eingang Faulbruchstraße, während der regulären Öffnungszeiten zu sehen. Anmeldungen für die Eröffnung am 19. März sind bis zum 15. März unter der E-Mail-Adresse integrationsaufgaben@ruesslesheim.de möglich.

Freitag (22. März), 13 bis 15 Uhr
Die Stiftung Alte Synagoge vermittelt Interessierten anhand eines Koffers Aspekte jüdischen Lebens. Diese pädagogische Handreichung stellt die Stiftung auch für den Einsatz im Unterricht bereit.

Samstag (23. März), 20 Uhr
Im „Das Rind“ findet in Kooperation mit der Stiftung Alte Synagoge ein Vortrag zum Thema „Facebook, fake news und Rechtspopulismus“ statt. Das Ehepaar Alexa und Alexander Waschkau, das den Podcast „HOAXILLA“ aus Hamburg moderiert, erläutert das Phänomen der Verbreitung von Un- oder Halbwahrheiten, die in den Sozialen Medien propagiert werden. Diese Mechanismen werden in Interaktion mit dem Publikum erarbeitet und diskutiert.

Samstag (23. März), 19 Uhr
Junge Künstlerinnen und Künstler aus Rüsselsheim und Umgebung präsentieren ihren „Style“ auf der Bühne des Freizeithauses Dicker Busch unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rassismus“. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es auf www.dicker-busch.net.

Freitag (29. März), 18.30 Uhr
Im Rahmen eines Theaterprojektes wird sich eine Gruppe Jugendlicher im „Das Rind“ mit Fragen zum Alltagsrassismus auseinandersetzen. Neben Input und eigenen Erfahrungen wird in diesem Projekt der Volkshochschule auch der Umgang mit dem Thema in den Sozialen Medien betrachtet und reflektiert. Nähere Informationen zum Projekt und zur Aufführung gibt es im Internet unter www.kultur123ruesselsheim.de

Freitag (29. März), 20 Uhr
Der Berliner Hip Hopper Ben Salomo wird um 20 Uhr das Buch über sein Leben als Jude in Deutschland vorstellen. Aufgewachsen in Schöneberg, wurde er bereits als Jugendlicher wegen seiner jüdischen Wurzeln diskriminiert. Aber auch aus der Deutsch-Rap-Szene schlägt ihm immer wieder Feindseligkeit entgegen, die bis hin zu persönlichen Bedrohungen reicht. In seinem Buch ruft er zur Mäßigung auf und verweist dabei auf seinen Künstlernamen: Denn Ben Salomo bedeutet „Sohn des Friedens“.

Die Jugendförderung und das Jugendbildungswerk der Stadt Rüsselsheim organisieren im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus weitere Projekte in Kooperation mit Rüsselsheimer Schulen:

Donnerstag (14. März)
Schülerinnen und Schüler der InteA-Klassen der Werner-Heisenberg-Schule beschäftigen sich vom 11. bis 14. März mit dem Thema Rassismus. Ziel ist die Konzeption und Moderation einer Radiosendung. Radio Rüsselsheim überträgt die Sendung am 14. März von 14 bis 16 Uhr.

Plakat- und Postkartenaktion zu Alltagsrassismus. In der Projektwoche der Parkschule setzen sich Schülerinnen und Schüler kreativ mit dem Thema auseinander. Die Ergebnisse werden ab 11. März in der Galerie auf Zeit (Frankfurter Straße 3) präsentiert.

Freitag (22. März)
Jugendliche von vier Rüsselsheimer Schulen arbeiten in gemischten, schulübergreifenden Gruppen zum Themenkomplex „Respekt – kein Platz für Diskriminierung“. Die Ergebnisse präsentieren sie ab 13.30 Uhr im Freizeithaus Dicker Busch. Unter fachlicher Anleitung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler in drei Untergruppen kreativ mit Erscheinung und Auswirkungen von Diskriminierung sowie möglichen Handlungsoptionen.

Darüber hinaus schließt sich die Stadtbücherei als zentrale Lern- und Bildungsstätte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene diesen Aktionswochen mit folgenden Angeboten an:

Montag (11. März) bis Sonntag (24. März)
In der Vitrine im Eingangsbereich der Stadtbücherei wird es eine Buchausstellung „Exit Racism“ mit Büchern rund um das Thema Rassismus geben. Die Auswahl reicht von Bilderbüchern, fiktiven Geschichten zu Tatsachenromanen und Sachbüchern, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit Rassismus beschäftigen. Die Buchausstellung ist zu den Öffnungszeiten zugänglich.
Außerdem haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus aufzuschreiben und anonym zu dokumentieren.

Rallye gegen Rassismus – Interaktives Angebot mit „Actionsbound“
Mit der App „Actionsbound“ können Besucherinnen und Besucher während der Öffnungszeiten in der Stadtbücherei auf einem mobilen Gerät (Smartphone oder Tablett) an einem interaktiven Angebot teilnehmen. Die Teilnahme soll für das Thema sensibilisieren und die Teilnehmenden dazu anregen, (Alltags-)Rassismus zu erkennen und ihm entgegenzuwirken.

 

Weitere Informationen
Link zu Faltblatt zu den Veranstaltungen (PDF)

 

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