Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

28.03.2019

Ehemaliges Karstadt Areal/Neubauplanung am Friedenplatz: Aufsichtsrat entscheidet sich für den Entwurf des Büros „raumwerk“

Grafik: Fassadenneugestaltung des Neubaus am Friedensplatz (Architekturbüro „raumwerk“, Frankfurt)Grafik: Entwurf des Innenhofs (Architekturbüro „raumwerk“, Frankfurt)

In seiner jüngsten Sitzung bestimmte der Aufsichtsrat der gewobau Rüsselsheim den Entwurf des Frankfurter Architekturbüros „raumwerk“ für die Neubauplanung des Wohn- und Geschäftshauses am Friedenplatz zur Ausführung, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Udo Bausch mit. „Das Gelände an der Frankfurter Straße trägt maßgeblich zur Wahrnehmung der Rüsselsheimer Innenstadt bei. Lange war aber ausgerechnet an dieser Stelle mit dem verlassenen Karstadtgebäude ein Schandfleck zu sehen, den sich die Bürgerinnen und Bürger wegwünschten. Mit dem Architektenwettbewerb und seinem Ergebnis sind wir diesem Ziel einen wesentlichen Schritt näher gekommen. Künftig präsentiert sich Rüsselsheim mit einem neuen, prägnanten Gebäude am Friedenplatz und an der Frankfurter Straße. Ich begrüße daher die Entscheidung, die der gewobau-Aufsichtsrat getroffen hat.“, erklärte der Oberbürgermeister.

Der Entwurf des Architekturbüros „raumwerk“ war als einer von zwei Siegerentwürfen vom Preisgericht im Januar 2019 ausgewählt worden. Das 17köpfige Preisgericht mit dem Bauausschuss unter dem Vorsitz von Professor Johann Eisele, Darmstadt, zum Architektenwettbewerb hatte in seiner Sitzung am 30.01.2019 zwei erste Preise für die vorgestellten Entwürfe vergeben.

Beide Siegerentwürfe legten eine so genannte Blockrandbebauung, wie vom vorausgehenden städtebaulichen Rahmenplan der Stadt Rüsselsheim am Main festgelegt, entlang der Frankfurter Straße im nördlichen Areal und Friedenplatz im Osten des Areals vor. Die Ausgestaltung beider Entwürfe unterschied sich aber in der Anordnung und Materialgestaltung des künftigen Gebäudeareals.
„Wir wollen attraktives Wohnen mit hellen nach Südosten und Südwesten ausgerichteten Wohnungen um den begrünten Innenhof und zugleich eine urbane, helle Fassadengestaltung nach Norden und Osten. Sie soll städtebaulich auf die vorhandenen Bauten entlang der Frankfurter Straße mit der Stadtkirche Rücksicht nehmen und deren Akzente weiterentwickeln. Dies ist im Entwurf des Büros „raumwerk“ wunderbar gelungen“, betont Baustadtrat Nils Kraft, ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrates der gewobau.

Schwerpunkt aller Entwürfe des Architektenwettbewerbs war die künftige Nutzung als Wohngebäude für rund 80 Wohnungen und die gewerbliche und Verwaltungsnutzung im Erdgeschoss.

Die Architekturbüros der beiden Siegerentwürfe hatten, wie von der gewobau angekündigt, in einem weiteren Verhandlungsverfahren die Möglichkeit, ihre Entwürfe konkreter auszuarbeiten. Dabei sollten für die noch offenen Detailfragen aus dem Preisgericht zur konkreten Ausführung und zur Materialität Lösungen vorgeschlagen werden.

Das Büro „raumwerk“ legte dazu umsichtige städtebauliche Lösungsansätze vor und konnte damit unter anderem die gewünschte Wohnfläche von 5.250 Quadratmetern erreichen. Besondere Aufmerksamkeit widmete das Büro einer großzügigen und vielfältigen Grünplanung im Innenhof mit einem Hofgebäude für die nachbarschaftliche Entwicklung. Hier soll genügend Raum für die private Nutzung der Mieter gegeben sein. Insbesondere überzeugte aber die sehr sensible Berücksichtigung der städtebaulichen Anforderungen vor allem an der Ausrichtung und Gestaltung der Fassaden an der Nordseite des Areals.

Geschäftsführer Torsten Regenstein zeigte sich mit der Entscheidung des Aufsichtsrates sehr zufrieden. „Wir werden dort eine attraktive Wohnanlage an zentraler Lage in Rüsselsheim am Main bekommen. Aber auch die Erdgeschossgestaltung wird offen, transparent und hell sein und ich bin sicher, dass wir dort neben der Verwaltung auch weitere interessante Frequenzbringer für die Innenstadt gewinnen können.“

Das Projekt wird von der gewobau als Bauherrin errichtet und verbleibt nach Fertigstellung im Bestand der gewobau. Somit wird die langjährige Erfahrung im Wohnungsbau und der Bauunterhaltung eingebracht.
Für die weitere Bearbeitung sind vorab folgende Termine vorgesehen:

•    Beauftragung des Architekturbüros im April diesen Jahres 2019
•    Baueingabe: Herbst 2019
•    Abriss Bestandsgebäude: Frühjahr 2020
•    Baubeginn: Frühjahr 2020.

Eckdaten zum Areal:
gewünschte Wohnfläche: 5.250 Quadratmeter
Flächen für Verwaltungsnutzung : ca. 800 – 1.000 Quadratmeter
Flächen für Handel: ca. 300 -450 Quadratmeter
Flächen für Gastronomie: ca. 300 Quadratmeter
Variables Raumkonzept

 

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