Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

08.05.2019

Die Eselswiese Bauschheim soll der Entwicklung von ganz Rüsselsheims dienen und nicht der Profilierung einzelner Fraktionen

Die Aussagen in der Presseerklärung der WsR zum Thema Eselswiese vom 7. Mai 2019 nimmt Baudezernent Nils Kraft mit großer Verwunderung zur Kenntnis. „Die Eselswiese in Bauschheim ist das große Zukunftsprojekt Rüsselsheims. Die Entwicklung bedarf einer sorgsamen Vorbereitung und Planung, und sollte nicht aus kurzfristigem Profilierungsstreben zur politischen Kampfzone werden“, sagt Kraft.

Er weist entschieden zurück, dass es zum Thema Eselswiese keine Informationen oder Beteiligung der Öffentlichkeit, vor allem der Bauschheimerinnen und Bauschheimer gebe. „Aktuell finden Gespräche mit den Eigentümern der Flächen statt, und es werden Grundlagen für das weitere Verfahren erarbeitet“, erläutert Kraft. Hierzu gehören u.a. Vermessungsarbeiten, geologische und ökologische Untersuchungen, sowie erste Überlegungen zur Gebietsentwässerung. Diese sind notwendig, um darauf aufbauend die Eckpunkte für einen städtebaulichen Wettbewerb zu erarbeiten. Dieses Vorgehen wurde in diversen Gremien im Herbst des vergangenen Jahres vorgestellt. Damals wurde auch mitgeteilt, dass im Spätsommer die Wettbewerbsunterlage erarbeitet und dass es eine moderierte Bürgerbeteiligung geben werde. Den Startschuss für diesen Beteiligungsprozess wird eine durch den Stadtverordnetenvorsteher eingeladene Bürgerversammlung bilden.

„Informieren und beteiligen kann man aber nur auf seriösen Grundlagen. Polemische Aussagen, wider besseren Wissens, helfen dabei nicht weiter“, so Kraft. So wurde zum Beispiel der Flächennutzungsplan mit seinen Festsetzungen bereits vor Jahren beschlossen und bildet mit den weiteren Gremienbeschlüssen sowie den Vorgaben aus dem Landesentwicklungsplan die Grundlage der Verwaltungsarbeit. „Die WsR kritisiert das dort ausgewiesene Mischgebiet mit den Worten ‚da fährt man 15 Minuten durch weiß-graue Zweckbauten‘ und verkennt, dass schon heute ein Teil der Brunnenstraße ein Mischgebiet ist. Auch an anderen Stellen der Stadt gibt es solche Mischgebiete, beispielsweise sind Teile der Friedrich-Ebert-Siedlung so ausgewiesen“, sagt Kraft. Hier werde bewusst im Vorfeld ein falsches Bild gemalt. Die von der WsR aufgeworfene Frage der Gebietsentwässerung ist laut Baudezernent Kraft ein gutes Beispiel dafür, dass eine sorgsame Grundlagenermittlung stattzufinden habe, da insbesondere die Oberflächenentwässerung ein ganz wesentlicher Planungseckpfeiler sein wird.

Auch Oberbürgermeister Udo Bausch bezieht Stellung und weist auf Grund seiner langjährigen Erfahrung darauf hin, dass aus politischer Opportunität übers Knie gebrochene Entwicklungen und Planungen meist nicht zielführend seien. Das Thema Bürgerinformation und -beteiligung nehme die Stadt sehr ernst. Doch es bedarf des richtigen Zeitpunkts, da sich die Bürgerschaft sonst zu Recht über Inhaltsleere beklagen würde, so Bausch.

 

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