Rüsselsheim Rathaus

Presseinformationen

04.06.2019

Fortbildungen und Praxisbegleitung für Kita-Beschäftigte auch Ausdruck der Wertschätzung

Weil die Herausforderungen im Bildungsbereich immer komplexer werden, bietet die Stadt Rüsselsheim am Main ihren pädagogischen Fachkräften umfassende Weiterbildungsmöglichkeiten an. Das belegt der aktuelle Jahresbericht, den der Magistrat den Stadtverordneten zugeleitet hat „Lernen ist für die pädagogischen Fachkräfte zu einem stetig andauernden Prozess geworden. Wir bieten unseren Beschäftigten daher in Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern und Institutionen Weiterqualifizierungen an, um die Handlungskompetenzen stetig zu erweitern. Diese Angebote sind für mich auch Ausdruck der Wertschätzung für die geleistete Arbeit, für die ich mich bei den Erzieherinnen und Erziehern ausdrücklich bedanke“, sagt Bürgermeister Dennis Grieser.

Für den Austausch in den einzelnen Kita-Teams stünden zudem neben der wöchentlichen Besprechungszeit zusätzlich zwei Konzeptionstage im Jahr zur Verfügung, um sich mit fachlichen Themen auseinanderzusetzen. „Dabei werden verschiedene Schwerpunkte gesetzt, die den aktuellen oder geplanten Themen in der Einrichtung Rechnung tragen oder beispielsweise gesetzlichen Veränderungen“, erklärt Grieser. Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt in vielen Kitas auf der sprachlichen Bildung und der Sprachentwicklung. Weitere Themen waren die Weiterentwicklung der Konzeption, die Teamentwicklung sowie Partizipation und Beschwerdemanagement. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern und die Themen Gesundheitsförderung und Kinderschutz standen auf der Agenda.

2018 fanden für die pädagogischen Fachkräfte der Kitas außerdem zwei Fachtagungen mit dem Titel „Mittendrin statt nur dabei - Teilhabe als Selbstverständnis inklusiven Arbeitens“ statt. Wer bei der Stadt Rüsselsheim beschäftigt ist, kann außerdem das interne Fortbildungsprogramm nutzen. Ausgewählte Fortbildungen waren hier beispielsweise ein Beratungsseminar für Hauswirtschaftskräfte, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, Haushaltsrecht, Datenschutz IT oder Brandschutz am Arbeitsplatz.

Die pädagogischen Fachkräfte nahmen darüber hinaus an Fortbildungsveranstaltungen externer Anbieter teil. Thematisch ging es dabei um die Herausforderung Inklusion, um sprachliche Bildung sowie die Begleitung von Kindern, auch im U3-Bereich. Hier standen die Eingewöhnung in der Kita, die Gestaltung von Spielsituationen und die frühe Kindheit auf dem Programm. Einige Fachkräfte haben zudem von der Möglichkeit einer Langzeitfortbildung oder Zusatzqualifizierung Gebrauch gemacht.

Fortbildungen fanden auch im Kontext von Förderprogrammen statt. Auch hier ging es um die Themen Inklusion und frühe sprachliche Bildung. Außerdem ging es um Fortbildungen im Bereich der Förderprogramme wie „Kleine Füchse“ (Erkennung und Förderung von Kindern mit Hochbegabung) oder dem Bewegungskita-Siegel, das von der Sportjugend Hessen, der DAK und dem Hessischen Innenministerium vergeben wird.

Der Bericht über Fortbildungen und Praxisbegleitung in den städtischen Kindertagesstätten wird den Stadtverordneten alljährlich vorgelegt. Der aktuelle Bericht schließt an den Jahresbericht 2017 an. Er enthält auch den Nachweis zur Verwendung der Fortbildungsmittel und Mittel zur Praxisbegleitung. Die Arbeit der Pädagogischen Fachberatung wird über die Landesförderung der Kindertagesbetreuung nach dem Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch (HKJGB) gefördert. Dies erfolgte durch eine Pauschale in Höhe von je 550 Euro pro Jahr, pro beratene Tageseinrichtung. Die Höhe der Landesmittel für die im Haushaltsjahr 2018 bestehenden Kindertagesstätten betrug 26.400 Euro. Kindertagesstätten, deren pädagogische Konzeption die Arbeit nach dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren (BEP) widerspiegelt und in der mindestens eine in der Einrichtung beschäftigte Fachkraft an Fortbildungen zum Bildungs- und Erziehungsplan teilgenommen haben, erhalten eine Qualitätspauschale (Bildungs- und Erziehungsplan in Hessen, BEP) in Höhe von bis zu 170 Euro pro aufgenommenes Kind. Die vereinnahmten Landesmittel für 2018 belaufen sich auf 332.520 Euro.

Kindertagesstätten, die Kinder mit Behinderung oder von Behinderung bedrohte Kinder betreuen, erhalten von der Eingliederungshilfe des Kreises einen Zuschuss für Fortbildungsmaßnahmen in Höhe von 1.535 Euro pro Einrichtung. Für das Jahr 2018 waren das Mittel in Höhe von 36.840 Euro. Die Kindertagesstätten, die am Bundesprogramm Sprach-Kitas teilnehmen, erhalten bei Stellenbesetzung für eine zusätzliche Fachkraft über Bundesmittel 25.000 Euro pro Jahr und Einrichtung. Als Träger der Fachberatung erhält die Stadt Rüsselsheim am Main für den Verbund einen Zuschuss in Höhe von 32.000 Euro pro Jahr für eine halbe Stelle. Die Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Gefördert wurden auch die Kindertagesstätten, die an den Projekten „Frühstart“ und  "Inklusion in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in Hessen-Kita öffnet sich in den Sozialraum" teilnehmen und die in der Kooperation mit der Stiftung „Kleine Füchse“ sind. Dies erfolgt über anbieterfinanzierte Prozessbegleitung oder Fortbildungen. Im Jahr 2018 wurden von den 24 Kitas der Stadt Rüsselsheim am Main rund 64.000 Euro für Fortbildungen und rund 25.700 Euro für Praxisbegleitung zur Verfügung gestellt.

 

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