Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

18.06.2019

Kita Danziger Anlage öffnet am 1. August

Foto (v.l.n.r.): Michael Voß (Bereichsleiter Projekte und Studien des Fachbereichs Gebäudewirtschaft), Baudezernent Nils Kraft, Bürgermeister und Sozialdezernent Dennis Grieser, Projektleiterin Monika Liedtke (Fachbereich Gebäudewirtschaft) und Dagmar Malkemper (Leiterin der Kita Danziger Anlage) (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Der steigende Bedarf an Kindergartenplätzen in Rüsselsheim am Main hat dazu geführt, dass eine Kindertagesstätte in der  Danziger Anlage im Berliner Viertel gebaut wurde. Nun machten sich Bürgermeister Dennis Grieser und Baudezernent Nils Kraft ein Bild von der Einrichtung.


Die Modulbauweise sorgte für eine verkürzte Bauzeit. Das Aufstellen der Container erfolgte innerhalb von nur zwei Tagen. Der sich daran anschließende Ausbau konnte innerhalb von vier Monaten abgeschlossen werden. „Insgesamt hat die Bauverwaltung nur 14 Monate Planungs- und Baubetreuungszeit benötigt, das ist fast rekordverdächtig“, hob Kraft bei der Begehung hervor. Und doch steht nun im Berliner Viertel eine zweigeschossige Kita mit 965 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. „Die neuen Räume erfüllen alle modernen Anforderungen hinsichtlich Kälte- und Wärmedämmung sowie Brand- und Lärmschutz, die der Gesetzgeber auch für Festbauten vorsieht“, erklärt der fürs Bauen zuständige Stadtrat Nils Kraft. Sogar über eine Lüftungsanlage verfügt die neue Kita, so dass die Fenster zum Schutz der Kinder vor Fluglärm geschlossen bleiben können.


Erd- und Obergeschoss sind weitestgehend identisch aufgebaut und über Innen- wie auch Außentreppen miteinander verbunden. Insgesamt finden dort vier Gruppen mit insgesamt 80 Kindern Platz. Jede Etage bietet den Kindern einen größeren und einen etwas kleinerer Gruppenraum (51 und 45 Quadratmeter). Hinzu kommen verschiedene Multifunktionsräume, die für kreative Arbeiten, zum Forschen, für Rollenspiele und als Bauecke genutzt werden können. Eine weitere Besonderheit ist ein Mehrzweckraum, der als „Sportraum“ den Bewegungsdrang der Kinder unterstützt. Auf jeder Ebene findet sich ein „Snoezelraum“, der zum Entspannen und Ruhen einlädt. Weitere Funktionsflächen, wie Essens- und Küchenbereiche mit Nebenflächen für die Hauswirtschaft und zwei barrierefreie Kinder-WC-Bereiche runden das Raumangebot ab. Und für das Kitateam stehen ein großzügiger Personalraum, ein Leitungszimmer sowie Toiletten zur Verfügung.


Die neue Kita kostet 2,1 Millionen Euro und verfügt auch über ein 1.300 Quadratmeter großes Außengelände mit Spielbereichen, Rasen und Bäumen. Gebäude und Außenanlage fügen sich dabei nahtlos in die Grünanlage ein, der die Kita auch ihren Namen verdankt. Das erklärt auch, warum sie nur übergangsweise für zunächst fünf Jahren der Mittelpunkt für 80 Kinder innerhalb des Grundschulbezirks Goetheschule sein wird. Denn solange gilt die Sondergenehmigung für den Standort in der Grünanlage, in unmittelbarer Nachbarschaft von Goetheschule und Kita Godesberger Straße. „Da wir quartiersbezogen den Betreuungsbedarf berücksichtigen müssen und die Kinderzahl im Berliner Viertel besonders schnell gewachsen ist, galt es eine zeitnahe Lösung für alle die Kinder finden, für die die Stadt bislang kein Platz anbieten konnte. Rechtsanspruch sowie mangelnde Räume und Grundstücke machten den Standort in einer bestehenden Grünanlage alternativlos“, begründete Dennis Grieser das Interim.


Am Rundgang nahm auch die neue Kitaleiterin Dagmar Malkemper teil. Ihre Handschrift ist bereits zu erkennen, denn sie hat die letzten Wochen genutzt, die Räume einzurichten und das pädagogische Konzept zu entwickeln. Dabei kommt das offene Konzept zum Tragen. Hiernach sind die Kinder nicht auf ihre Stammgruppen beschränkt, sondern sie können selber entscheiden, welche Angebote sie in ihrer Betreuungszeit nutzen möchten. „Mit dem Konzept der offenen Arbeit möchten wir die Kinder darin unterstützen, sich selbstständig weiterzuentwickeln“, sagt Dagmar Malkemper. Auch wird viel Wert auf Partizipation, also Mitbestimmung, gelegt werden. So sollen die Kinder nach Vorstellung von Malkemper jeden Morgen eine Kinderversammlung abhalten. Bürgermeister und Sozialdezernent Dennis Grieser lobte diesen Ansatz: „Damit setzen wir rechtlich verankerte Grund- und Kinderrechte um, die nach der Änderung der hessischen Verfassung noch mal besonders gestärkt wurden.“

 

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