Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

02.08.2019

Ausstellung zum Leben und Wirken Friedrich Eberts im Rathaus

Nach den Sommerferien wird sich eine Ausstellung im Rathaus Friedrich Ebert widmen, der im August 1919 als Reichspräsident die Weimarer Reichsverfassung unterzeichnete – die erste demokratische Verfassung Deutschlands. Die Ausstellung mit dem Titel „Friedrich Ebert – Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten“ wird am 12. August um 18 Uhr in der Rotunde des Rathauses eröffnet. Dort ist sie dann vom 13. August bis einschließlich 12. September 2019 zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Nur am Donnerstag (15. August) bleibt die Ausstellung wegen einer internen Veranstaltung geschlossen.

Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Wanderausstellung, die von der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg konzipiert wurde und anhand von Fotografien und Reproduktionen von Briefen, Zeitungen, Urkunden, Plakaten und anderen Veröffentlichungen das wechselvolle Leben des ersten demokratisch legitimierten deutschen Reichspräsidenten nachzeichnet.

Als Gast wird zur Eröffnung am 12. August Prof. Dr. Walter Mühlhausen von der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg einen Vortrag mit dem Titel „Sozialdemokrat und Staatsmann - der Republikgründer Friedrich Ebert (1871-1925)“ halten. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung vom gemischten Chor des Gesangvereins "Frohsinn" 1858 e.V. Rüsselsheim-Königstädten sowie der Pianistin Susanne Wassenich.

Das Initiieren einer Ausstellung im Rathaus zu Friedrich Ebert geht zurück auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 15. Dezember 2016. Damals stimmten die Stadtverordneten für einen Antrag der SPD-Fraktion, in dem die Realisierung einer Ausstellung zu Friedrich Ebert gefordert wurde.

Das Jahr 2019 steht im Zeichen bedeutender Jubiläen der deutschen Demokratiegeschichte. Auch das Grundgesetz der Bundesrepublik, für das die vor 100 Jahren unterzeichnete Weimarer Verfassung ein wichtiger Schritt war, feiert im laufenden Jahr ein rundes Jubiläum – das 70.

Die Ebert-Ausstellung reiht sich ein in die Reihe von Veranstaltungen rund um das Thema Demokratie und Meinungsfreiheit im laufenden Jahr. So hatte die Stadt im Mai in Kooperation mit der KulturRegion FrankfurtRheinMain auf dem Rüsselsheimer Wochenmarkt ein Format zum Thema Meinungsfreiheit angeboten, bei dem Schauspielerinnen und Schauspieler der BüchnerBühne Riedstadt historische Persönlichkeiten rezitierten. Darunter auch Marie Juchacz Parlamentsansprache nach der Erlangung des Frauenwahlrechts 1919 – das vor 100 Jahren mit der Weimarer Reichsverfassung eingeführt wurde.

Auch in den kommenden Wochen und Monaten liegt der thematische Schwerpunkt verschiedener Veranstaltungen auf den bedeutenden Wegmarken der demokratischen Entwicklung und dem ebenso hart erstrittenen wie hohen Gut der Meinungsfreiheit und demokratischen Mitbestimmung.

Die Jugendförderung lädt innerhalb des Ausstellungszeitraumes vom 2. bis 5. September zum Demokratielabor ein. Teilnehmen werden Jugendliche aus vier Klassen der Jahrgangsstufen 9 und 10 der Friedrich-Ebert-Schule. Im Planspiel-Format bietet das Demokratielabor einen spielerischen Einstieg in Grundfragen der Demokratie und die Mechanismen der Parteiendemokratie und parlamentarische Strukturen. Das Planspiel hilft Jugendlichen zu verstehen, wie politische Prozesse funktionieren, welche konkreten Auswirkungen sie für jede einzelne und jeden einzelnen haben und warum es sinnvoll ist, sich aktiv einzubringen. Eigene Themen der Schülerinnen und Schüler fließen in das Planspiel ein und werden durch Simulation des Prozesses der politischen Willensbildung bearbeitet. Die jungen Menschen schlüpfen in die Rolle von Politikerinnen und Politikern, Vertreterinnen und Vertretern von Interessensgruppen sowie Medienmacherinnen und -machern. Talkshow, Gallery-Walk und Wahlen sind Elemente des zweitägigen Planspiels. Flankierend besuchen die teilnehmenden Klassen an zwei Tagen die Friedrich-Ebert-Ausstellung in der Rotunde und erfahren so die Anfänge der Demokratie in Deutschland. Die Inhalte der Ausstellung werden jugendgerecht aufbereitet in einer Actionbound-Rallye vertieft. Die Projekttage finden in Kooperation mit Kultursteuerung, Friedrich-Ebert-Schule und Friedrich-Ebert-Stiftung Wiesbaden statt. Das Planspiel führt „Planpolitik“ aus Berlin durch.

Ebenfalls im Ausstellungszeitraum vom 12. August bis 12. September findet in der Stadtbücherei eine besondere Buchausstellung statt. Im Fokus der Ausstellung stehen die Themen Friedrich Ebert, Weimarer Verfassung und Demokratie in Deutschland.

Darüber hinaus bietet auch in diesem Jahr das Jugendforum der Jugendförderung Kindern und Jugendlichen aus Rüsselsheim die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen und Forderungen an die Kommunalpolitik und die Stadtverwaltung zu richten und vorzustellen. Hier erfahren sie direkten Kontakt und Rückmeldung. Viele Forderungen konnten so bereits realisiert werden. Zum diesjährigen Jugendforum sind alle jungen Menschen aus Rüsselsheim am 19. November um 17 Uhr in den Ratssaal eingeladen.


 

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