Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

15.08.2019

Nutzungskonzept für die „Alte Mühle“ liegt vor

Das Nutzungskonzept für die „Alte Mühle“ im Verna-Park liegt jetzt vor. Der Magistrat hat bereits seine Zustimmung erteilt, sodass die Stadtverordneten das Konzept ab Ende August beraten können. Bürgermeister Dennis Grieser sagt: „Die Stadt Rüsselsheim hat die Mühle aus dem Dornröschenschlaf geweckt und mit großem Aufwand saniert. Nun soll das denkmalgeschützte Gebäude für Trauungen genutzt werden und als Ort für kleinere, zeitlich begrenzte kulturelle Veranstaltungen weiter in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken. Dadurch kann das bereits bestehende Kulturangebot der Stadt Rüsselsheim in den Monaten von Mai bis Oktober pointiert erweitert werden.“

Weil die Mühle denkmalgeschützt ist, sieht die Stadt eine sensible Nutzung des Gebäudes an maximal 50 Tagen im Jahr für Trauungen und kulturelle Veranstaltungen vor. Dabei steht der 56 Quadratmeter große Raum im Obergeschoss im Fokus.

Um Erfahrungen zur Erarbeitung des nun vorliegenden Nutzungskonzepts zu gewinnen, wurde die ‚Alte Mühle‘ während der Reihe ‚Kultur im Sommer‘ im Jahr 2018 als Veranstaltungsort für Lesungen und eine Ausstellung genutzt. Auch außerhalb der Reihe fanden Lesungen sowie ein Live-Hörspiel und zuletzt während des Kultursommers 2019 erneut eine Ausstellung im Obergeschoss des Gebäudes statt. Noch im August wird die Mühle während der bis zur Beschlussfassung anhaltenden Übergangsphase wieder für ein Live-Hörspiel genutzt werden. Die Erfahrungen zeigen, dass die Mühle eine besondere Kulisse für Veranstaltungen bietet. Allerdings müssen sich diese in das malerische Gebäude und die schützenswerte Umgebung einpassen. In dem Nutzungskonzept sind deswegen kulturelle Formate festgehalten, die zum Charakter der denkmalgeschützten Umgebung passen. Dazu zählen beispielsweise Ausstellungen, Lesungen, Live-Hörspiele, Gesprächskreise oder Konzerte, die mit dem räumlich begrenzten Rahmen in Einklang zu bringen sind. Außerdem sollen die Veranstaltungen der Öffentlichkeit zugänglich sein, die Konditionen des Eintritts obliegen den Veranstalterinnen und Veranstaltern.

Geschlossene Veranstaltungen dürfen lediglich die Trauungen sein. Das Standesamt will künftig das Ja-Wort in der Mühle ermöglichen, weil heiratswillige Paare immer wieder nach besonderen Orten für Trauungen fragen. Bisher sind Trauungen schon im Trauzimmer des Rathauses, in den Opelvillen, im Bauschheimer Gretchen und in der Königstädter Krone sowie auf der Fähre zum Mainfest möglich. Darüber hinaus sind ungewöhnliche Trauorte durchaus gefragt.

Zu den Rahmenbedingungen in der „Alten Mühle“ zählen die begrenzte Raumgröße und die Tatsache, dass im Gebäude keine sanitären Anlagen vorhanden sind. Dies tat bisherigen Veranstaltungen keinen Abbruch. Öffentliche Toiletten stehen an der Frankfurter Straße zur Verfügung. Nur im Ausnahmefall kann geprüft werden, ob eine Nutzung der Toiletten im Haus der Senioren möglich ist.

Die Mühle wurde 1850 im Auftrag von Freifrau Wilhelmine von Verna als Ermitage erbaut. Sie ist im Ensemble mit der umgebenden Parkanlage ein Gartendenkmal und unterliegt daher einem besonderen Schutz. Die Mühle war einst Rückzugsort innerhalb des damaligen Privatgartens der Freifrau Wilhelmine von Verna.

 

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