Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

19.09.2019

Kulturprofil wird fortgeschrieben

Für die kulturelle Weiterentwicklung der Stadt Rüsselsheim am Main ist der Prozess zur Fortschreibung des Kulturprofils von zentraler Bedeutung. Da das derzeit gültige Kulturprofil 2015 bis 2020 im kommenden Jahr ausläuft, soll es nun ausgiebig auf den Prüfstand gestellt und für den Zeitraum 2020 bis 2025 aktualisiert werden.

Der Prozess zur Fortschreibung ist in einer Berichtsvorlage an die Stadtverordnetenversammlung zusammengefasst, die Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser jetzt vorstellte. „Das Ziel ist nicht primär, am Ende einen fertigen Text in Händen zu halten. Vielmehr geht es darum, gemeinsam einen grundlegenden Rahmen für die kulturelle Weiterentwicklung der Stadt in den nächsten fünf Jahren zu erarbeiten. Dabei ist es wichtig, in diesen Prozess viele Akteurinnen und Akteure einzubinden und ihre Anregungen aufzugreifen“, sagte Grieser. Zur Fortschreibung des Kulturprofils hat sich der Magistrat für ein mehrstufiges, transparentes Vorgehen entschieden, das vom Auftakt während der Kulturkonferenz bis zum Beschluss des Kulturprofils 2020 bis 2025 öffentlich nachvollziehbar sein wird.

Ausgangspunkt für diesen Aktualisierungsprozess ist die Kulturkonferenz 2019, die am 14. November um 19 Uhr in der Mensa der Parkschule stattfindet. Alle Akteurinnen und Akteure der Rüsselsheimer Kulturszene sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu der einmal jährlich öffentlich tagenden Konferenz eingeladen und können sich bereits von hier aus in den beginnenden Diskussionsprozess zur Fortschreibung des Kulturprofils einbringen. Ausgangspunkt wird dabei das bestehende Kulturprofil 2015 bis 2020 sein, das während der Konferenz entlang seiner zehn Schwerpunktkapitel betrachtet werden soll. Auf der Homepage www.kulturprofil-ruesselsheim.de steht das aktuelle Kulturprofil zum Download zur Verfügung. Die Ergebnisse der Kulturkonferenz 2019 werden im Prozess zur Fortschreibung berücksichtigt. Zudem werden die Anwesenden die Möglichkeit erhalten, zwei Personen aus dem Kreise der Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer in eine Arbeitsgruppe zur Fortschreibung des Kulturprofils zu wählen, die im Frühjahr 2020 an den Inhalten des fortzuschreibenden Kulturprofils arbeiten wird.

„Die Kulturkonferenz ist der ideale Ausgangspunkt für die Arbeit am Kulturprofil. Sie hat sich zu einem Fixpunkt im Jahreskalender entwickelt und wird erfreulicherweise sehr gut angenommen. Die Atmosphäre war bisher immer von Offenheit und konstruktiver Zusammenarbeit am jeweiligen Schwerpunktthema geprägt. Ich bin sicher, dass dies auch der Fall sein wird, wenn wir uns intensiv mit dem Kulturprofil befassen“, so Grieser. Man gehe mit dem Thema Fortschreibung zu einem frühen Zeitpunkt auf die Bürgerinnen und Bürger zu, um ihre Anregungen aufgreifen und das Kulturprofil auf eine im Konsens erarbeitete Basis stellen zu können. „Wir möchten von den Akteurinnen und Akteuren erfahren, wo sie Entwicklungen sehen, an welchen Stellen Kritik besteht, welche Schwerpunkte sie setzen möchten“, sagte Grieser. „Das Kulturprofil gibt die Richtung kulturpolitischer Entscheidungen vor und bietet wichtige Anknüpfungspunkte für die Kulturarbeit in Rüsselsheim. Mir ist wichtig, dass wir dieses grundlegende Papier auf eine breite Basis stellen“, machte Grieser die Bedeutung des Kulturprofils deutlich.

Nach der Kulturkonferenz wird sich im ersten Quartal 2020 die öffentlich tagende, extern moderierte Facharbeitsgruppe intensiv mit der Fortschreibung des Kulturprofils befassen. Für die Teilnahme schlägt der Magistrat den aktuellen Kulturpreisträger, den/die Förderstipendiaten oder Förderstipendiatin in 2018 beziehungsweise 2019, Vertreterinnen und Vertreter des Stadtverbands der kulturellen Vereine (SKV), des Verbands der interkulturellen Vereine (ViV), des Freien Kunst- und Kulturvereins Rüsselsheim, des Netzwerks Jazz-Fabrik, der Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen und des Kulturzentrums „das Rind“ vor. Zudem sind Vertreterinnen oder Vertreter aus den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung vorgesehen. Auch Bürgermeister Dennis Grieser selbst, die Kultursteuerung, das Stadt- und Industriemuseum sowie der Eigenbetrieb Kultur123 Stadt Rüsselsheim werden teilnehmen. Grieser wies ausdrücklich darauf hin, dass es sich dabei um Vorschläge handele und die Teilnehmerliste weiterhin von der Stadtverordnetenversammlung erweitert werden kann. Während der Kulturkonferenz am 14. November wird außerdem die Möglichkeit bestehen, zwei Vertreterinnen beziehungsweise Vertreter aus der Konferenz in die Arbeitsgruppe zu wählen.

In zwei Sitzungen wird die Arbeitsgruppe die Gelegenheit haben, ausführliche Vorschläge zur Weiterentwicklung des Profils zu definieren. Auf Basis dieser Arbeitsergebnisse wird die Kultursteuerung einen Textentwurf erstellen und diesen auf der Homepage www.kulturprofil-ruesselsheim.de veröffentlichen. Für die Dauer von drei Wochen erhält die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich per E-Mail zum Entwurf zu äußern. Nach Ablauf des Rückmeldezeitraums wird ist ein drittes Treffen der Arbeitsgruppe vorgesehen, in dem die Eingaben diskutiert werden und der Umgang damit festgelegt wird. Auf Basis der Festlegungen dieses letzten Treffens der Arbeitsgruppe soll der abschließende Textentwurf erstellt und der Stadtverordnetenversammlung voraussichtlich im Sommer 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Bereits 2008 hatte die Stadt Rüsselsheim ein erstes Kulturprofil entwickelt. 2013, nach Griesers Amtsantritt, wurde es erstmals fortgeschrieben und für die derzeit noch laufende Kulturprofilperiode 2015 bis 2020 verabschiedet. Das Kulturprofil der Stadt Rüsselsheim am Main setzt den Rahmen für die Kulturarbeit in der Stadt und bietet Anknüpfungspunkte für konkrete Formate und Angebote. Das Kulturprofil dient als Grundlage für kulturpolitische Entscheidungen, setzt kulturpolitische Schwerpunkte und schafft Handlungssicherheit für die kulturellen Institutionen der Stadt. Bereits in der Einleitung des Kulturprofils ist festgehalten: „Es handelt sich hierbei nicht um einen starren, endgültigen Maßnahmenkatalog, den es unmittelbar umzusetzen gilt, sondern um einen Handlungsrahmen für politische Entscheidungen, der als sich stetig weiterentwickelndes Grundgerüst verstanden werden darf. Die aktive Teilhabe an der Weiterentwicklung dieses Gerüsts ist ausdrücklich erwünscht und wird innerhalb des Kulturprofils verankert.“

 

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