Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

19.09.2019

Costas Alexandridis zum „Leuchtenden Vorbild“ 2019 gewählt

Zeichnung: Costas Alexandridis (Stadt Rüsselsheim am Main/Zeichner: Vollrad Kutscher)

Costas Alexandridis ist das neue „Leuchtende Vorbild“ der Stadt Rüsselsheim am Main. Dies hat die aus dem Ältestenrat sowie Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger der Stadt bestehende und unter dem Vorsitz des Kulturdezernenten Dennis Grieser tagende Jury entschieden. Der Ausländerbeirat der Stadt Rüsselsheim am Main hatte den Vorschlag im Laufe des Verfahrens zur Auswahl eines „Leuchtenden Vorbilds“ 2019 eingereicht und somit den bereits bestehenden Vorschlag aus dem Jahr 2016, „einen der ersten“ beziehungsweise „den ersten Gastarbeiter Rüsselsheims“ auszuwählen, aktualisiert. In der Begründung des Vorschlags hatte sich der Ausländerbeirat „stellvertretend für alle Gastarbeiter der ersten Generation“ für Costas Alexandridis ausgesprochen. „Herr Alexandridis zählt aufgrund seiner Biographie zu dieser vorbildlichen Personengruppe, die zu einem Teil der Geschichte Rüsselsheims geworden ist“, formulierte das Gremium in der Vorschlagsbegründung.

Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser sieht in Costas Alexandridis „eine Persönlichkeit, die für viele Menschen steht, die seit Anfang der 1960er Jahre nach Rüsselsheim gekommen sind, um hier und vielen anderen Teilen der Bundesrepublik ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nicht wenige dieser Menschen, die zu einem großen Teil aus der Türkei, Marokko, Italien, Spanien oder – wie Herr Alexandridis – aus Griechenland der Arbeit wegen nach Deutschland kamen, sind geblieben und haben sich dauerhaft niedergelassen. Sie und ihre Familien sind längst ein fester Teil der Gesellschaft – das gilt besonders für Rüsselsheim. Ich gratuliere Herrn Alexandridis‘ Familie und seinen Angehörigen dazu, dass er fortan stellvertretend für diese mutigen Menschen steht, die den Schritt aus ihrer vertrauten Heimat in eine fremde Umgebung gewagt haben.“

Die Feierstunde für das „Leuchtende Vorbild“ 2019 findet am 20. November um 19 Uhr im Ratssaal des Rüsselsheimer Rathauses statt. Dort wird der Künstler Vollrad Kutscher eine mit Costas Alexandridis‘ Portrait versehene Glaskappe in die „Galerie aus Licht“ einsetzen. Zu der Feierstunde sind alle Rüsselsheimer Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Informationen zum Programm des Abends werden im Vorfeld kommuniziert.

Costas Alexandridis ist das siebte „Leuchtende Vorbild“ der Stadt. Neben Alexandridis  sind die „Leuchtenden Vorbilder“ bislang: Adam und Sophie Opel (1998), Walter Rietig (2001), Luise Heßemer (2004), Herta Max (2013) und Dr. Günter Neliba (2016).

Im Laufe des Prozesses um die Erweiterung des Kunstwerkes gab es zwei Jahre, in denen eine Einigung auf ein „Leuchtendes Vorbild“ nicht möglich war: 2007 und 2010. Im von 2001 bis zum Verfahren 2010 bestehenden, zweistufigen Auswahlverfahren zur Wahl eines „Leuchtenden Vorbildes“ hatte zunächst eine Jury, bestehend aus Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger, getagt. Im Anschluss beriet im damals praktizierten Verfahren der Ältestenrat über den von den Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger ausgewählten Vorschlag, um diesen abschließend zu bestätigen. Nachdem weder 2007 noch 2010 auf diesem Wege ein „Leuchtendes Vorbild“ gefunden werden konnte, wurde im Dezember 2012 per Beschluss der Stadtverordnetenversammlung das Verfahren geändert und im Jahr 2013 erstmals in der neuen Form angewandt. Seither wählen Kulturpreisträgerinnen und Kulturpreisträger gemeinsam mit dem Ältestenrat das jeweilige „Leuchtende Vorbild“. Seit dem Jahr 2013 wird der ursprüngliche Turnus von drei Jahren fortgesetzt. Das nächste „Leuchtende Vorbild“ kann also im Jahr 2022 ausgewählt werden. In den Richtlinien zur Auswahl von „Leuchtenden Vorbildern“ ist die Frist zur Einreichung von Vorschlägen auf den 15. April des Vergabejahres festgelegt.

Informationen zum Kunstwerk, dem Prozess zur Auswahl „Leuchtender Vorbilder“ sowie zu den bisherigen Vorschlägen können über die Adresse www.leuchtende-vorbilder.de auf der städtischen Homepage eingesehen werden.

 

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