Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

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24.09.2019

100 Jahre Waldfriedhof: „Viel mehr als nur eine Begräbnisstätte“

Foto: Oberbürgermeister Udo Bausch (rechts) und Stadtrat und Friedhofsdezernent Horst Trapp (links) beim Rundgang über das Gelände des Rüsselsheimer Waldfriedhofs mit Bürgerinnen und Bürgern (Foto: Frank Möllenberg)

Im Mai 1919 fand die erste Beisetzung auf dem Rüsselsheimer Waldfriedhof statt. 100 Jahre später würdigte die Friedhofsverwaltung das Jubiläum im Rahmen des diesjährigen Tags des Friedhofs.

Bis heute ist der Waldfriedhof, als Nachfolger des „Alten Friedhofs, Seilfurther/Mainzer Straße“ mit zehn Hektar und etwa 6.000 Grabstätten die größte Friedhofsanlage in Rüsselsheim. „Doch der Waldfriedhof ist viel mehr als nur Begräbnisstätte, sondern aufgrund seines Baumbestands besonders wichtig für unser Stadtklima. Dabei bietet sein parkähnlicher Charakter vielen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit der Naherholung“, betonte Oberbürgermeister Udo Bausch am Samstag (21. September) im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Tags des Friedhofs, der mehr als 500 Besucherinnen und Besucher am Wochenende auf das Gelände lockte.

Im Anschluss daran nahmen Oberbürgermeister Bausch und Friedhofsdezernent Horst Trapp die Bürgerinnen und Bürger mit auf einen Rundgang  über das Gelände des Waldfriedhofs.  Entlang des Wegs präsentierten sich Rüsselsheimer Gärtnereien, Steinmetze, Bestattungsunternehmen, Verbände und Vereine, die zu den Themen Grabpflege, Bestattung, Grabmal und Vorsorge informierten. Zwei weitere Führungen standen am Nachmittag auf dem Programm. Die Leiterin des Rüsselsheimer Stadtarchivs, Gudrun Senska, führte durch die wechselvolle 100-jährige Geschichte des Waldfriedhofs. Dabei erinnerte Senska auch daran, dass es dem Waldfriedhof beinahe nicht vergönnt gewesen wäre, 100 Jahre alt zu werden. Auf großes Interesse stieß auch die informative Gestaltung des historischen Rundwegs in Bildtafeln, die in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und dem Atelier Neumann entstanden sind. Auf vielfachem Wunsch lässt die Friedhofsverwaltung die Tafeln auch über die Zeit der Jubiläumsveranstaltung hinaus stehen.

Doch es wurde nicht nur ein Blick in die Vergangenheit geworfen. Auch hinsichtlich der künftigen Entwicklungsmöglichkeiten bot der Tag des Friedhofs den Gästen einiges. So stellte die Gustav-Heinemann-Schule ein Modell vor, mit dem sie im vergangenen Jahr den 1. Platz beim Wettbewerb „Friedhof der Zukunft“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Landeshauptstadt Wiesbaden erzielt hatte. Und auch Bausch und Trapp sehen den Waldfriedhof gut gerüstet für die Zukunft. Durch moderne Bestattungsarten wie zum Beispiel Baum-, Rasen- und Pflegegrabstätten habe der Waldfriedhof an Attraktivität gewonnen. Und gerade das Gräberfeld für freigestaltete Grabzeichen sei eine Rüsselsheimer Besonderheit, die bis in die Zukunft tragen werde.

 

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