Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

17.10.2019

Y-Häuser: Zeitgemäßes Wohnen durch Revitalisierung

Rund 25.000 Quadratmeter neue Wohnflächen entstehen in den Y-Häusern im Rüsselsheimer Hasengrund. Mit einem breiten Nutzungsmix aus Wohnen, betreutem Wohnen, Tagespflege, Kindergarten, Hotel und Lagerflächen soll das Gewerbegebiet mit Leben gefüllt werden. Was vor ein paar Jahren noch nicht denkbar war, macht nun der Wohnungsdruck in den Ballungsgebieten möglich: Wohnen in ehemaligen Büroflächen, die entsprechend umgewandelt und revitalisiert werden.


„Ich freue mich, wenn die Gebäude künftig mit Leben gefüllt werden. Das neue Nutzungskonzept ist zeitgemäß und zeigt viele gute Ansätze, wie Wohnen im Bestand und durch Umnutzung funktionieren kann. Mit der Schaffung von neuem Wohnraum, auch mit der Hilfe von Projektentwicklern, zeigt die Stadt: Es tut sich was in Rüsselsheim“, erklärt Oberbürgermeister Udo Bausch.


Seit 2013, als Hewlett Packard (HP) seine Deutschlandzentrale  aus Rüsselsheim am Main abgezogen hatte, standen die drei, als Y-Häuser bekannten Bürokomplexe im Hasengrund leer. Jetzt zeichnet sich eine gute Lösung ab: Die Immobiliengesellschaft Allegron GmbH aus Bad Ems, hat die Häuser  erworben und die Stadtverwaltung hat der Umwidmung der Büroflächen in Wohnflächen durch den neuen Eigentümer, zugestimmt. Für die notwendigen Umbaumaßnahmen und den künftigen Nutzungsmix hat sie jetzt die Baugenehmigung erteilt. „Dahinter stand richtig viel Arbeit. Dafür möchte ich ausdrücklich Stadtrat Nils Kraft und seinem Team danken“, betont Bausch.


In den drei Y-förmigen Häusern an Eisenstraße 52, 54, und 56 wird daher bereits fleißig gearbeitet, denn die siebenstöckigen Gebäude sollen bis nächstes Jahr kernsaniert sein. „Im Mai 2020 möchten wir den Komplex in der Eisenstraße 56 bezugsfertig haben“, plant Windhues. Das Gebäude der Eisenstraße 52 solle bis Juli 2020 folgen und bis Ende 2020 werde der dritte Komplex (Eisenstraße 54) seiner Bestimmung übergeben worden sein. Allegron werde mit dem Einzug der Mieterinnen und Mieter warten, bis die Bauarbeiten abgeschlossen seien.


Im ersten fertig revitalisierten Hausblock möchte Allegron rund 30 Maisonette-Wohnungen mit 60 bis 70 Quadratmetern für Singles, Paare und Familien unterbringen sowie in gleicher Zahl und Größe alters- und behindertengerechte Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen für betreutes Wohnen anbieten. In je einem der drei Flügel werden darüber hinaus eine Tagespflege, Sozialräume für das betreute Wohnen und Verwaltungsräume des Rüsselsheimer Pflegedienstes Rehbein einziehen, der diese Leistungen erbringen wird. Und in die oberen Stockwerke, dort wo wenig bis kein Tageslicht vorhanden ist, kommen Lagerflächen, die Private in Größen ab einem bis fünf Quadratmeter mieten können.

 

Auch in der Hausnummer 56 soll „Wohnen“ eine wichtige Rolle spielen, etwa 60 Wohnungen in verschiedenen Größen und Ausstattungen sind geplant. Jede der neuen Wohnungen erhält, wie in den anderen Häusern auch, einen Balkon in Richtung Innenhof. Zusätzlich plant Allegron im Erdgeschoss eine dreigruppige Kita unterzubringen. „Da entsteht richtig Leben“, wie Immobilieninvestor Dirk Windhues verspricht und verweist dabei auch auf den bereits begonnen Bau eines großen Spiel- und Bolzplatzes für Kinder und Jugendliche. Auch ein Grillplatz, ein Springbrunnen im Innenhof mit Sitzbänken sowie ausreichend Parkplätze sollen für Aufenthaltsqualität sorgen.


Im dritten Gebäude (Eisenstraße 54) soll Wohnen ebenfalls die vorherrschende Nutzungsart sein, wenn auch eher zeitlich begrenzt oder für ältere Menschen. So soll ein Hotel mit 100 Zimmern für das tageweise Logieren entstehen sowie rund 100 kleinere Wohneinheiten für betreutes und sehr flexibles Wohnen. „Das Hotel orientiert sich preislich an Motel 1, aber die Zimmergrößen beginnen mit 28 Quadratmetern dort, wo sie anderswo aufhören“, sieht Danilo Moretto, der das künftige Hotel gemeinsam mit seinem Partner Stefan Ley betreiben wird, das Alleinstellungsmerkmal. Beide sind Anteilshalter von Diwotel, der Eigenmarke von Allegron für den Hotelbetrieb. Als Zielgruppe habe man Geschäftsreisende im Blick, vor allem fliegendes Bordpersonal, das zwei bis vier Tage Standby-Zeiten habe, sei interessant. Dazu sei man unter anderem in Gesprächen mit Lufthansa, wie Moretto betonte. 

 

Was die Mietpreise für Wohnungen im Allgemeinen betrifft, so bewegten sich diese, wie Dirk Wiedehues findet, auf moderatem Niveau: „Mit 10 Euro netto pro Quadratmeter liegen wir etwa vier bis fünf Euro unterhalb den Preisen von Frankfurt.“ Wer künftig betreut in der Eisenstraße wohnen möchte, zahlt mit 13 bis 14 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter etwas mehr. Vermieter in diesem Falle aber ist nicht die Allegron, sondern der Rüsselsheimer Pflegedienst Rehbein. Da Stauraum im Keller nicht zur Verfügung stehen wird, bekommen Wohnungsmieterinnen und -mieter in den Y-Häusern Lagerflächen in den oberen Stockwerken zu Sonderkonditionen.


 

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