Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

18.10.2019

Bausch begrüßt Programm Frankfurter Bogen

Weil zusätzlicher Wohnraum im Ballungsgebiet Rhein-Main dringend benötigt wird, will das Land Hessen Neubaugebiete und Nachverdichtungen fördern. Bis zu 200.000 Wohnungen sollen in einem Bogen rund um Frankfurt entstehen. 54 Kommunen im Umkreis von 30 Minuten Bahnfahrt ab dem Frankfurter Hauptbahnhof sind das Einzugsgebiet des Projekts „Frankfurter Bogen“, das Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir jetzt öffentlich vorstellte.

Das Programm trifft bei Rüsselsheims Oberbürgermeister Udo Bausch auf Gefallen. „Ich begrüße diese Unterstützung des Landes für den Wohnungsbau sehr. Schon seit April diesen Jahres stehe ich dazu im Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium. Ich habe Minister Al-Wazir umfassend über die Entwicklung in Rüsselsheim informiert und um Unterstützung angefragt“, sagte Bausch. In einem Schreiben vom 8. Mai an Al-Wazir hatte Bausch im Nachgang darauf hingewiesen, dass in Rüsselsheim dringend erforderliche bezahlbare Wohnungen geschaffen werden müssen und dass die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft gewobau verstärkt in den öffentlichen Wohnungsbau investiere. Aufgrund der prekären Finanzlage der Stadt als Schutzschirmkommune stoße man jedoch hinsichtlich der kommunalen Komplementärfinanzierung an Grenzen. „Die jetzt bekannt gegebenen Details sind gute Hilfsmaßnahmen zur Unterstützung der Kommunen“, erklärte Bausch nun zu dem Landesprogramm.

Schon bei den Machbarkeitsstudien zur Entwicklung neuen Baulands unterstütze das Land mit der landeseigenen Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte. „Zudem erhalten die Kommunen Unterstützung für den Bau von Sozialwohnungen von bis zu 10.000 Euro je Wohnung, was dem kommunalen Eigenanteil entspricht, sowie beim Kauf von Belegungsrechten“, erklärte Bausch. Neben den Zuschüssen für die Errichtung neuen Wohnraums fördere das Wirtschaftsministerium auch die zusätzlich benötigte Infrastruktur - beispielsweise Kitaneubauten oder Grünanlagen - bis zu 85 Prozent. Für die frühzeitige Einbindung und Beteiligung der Bevölkerung in Baulanddialogen können weitere Mittel abgerufen werden. Ebenso für die konzeptionelle Betrachtung der neuen Stadtquartiere.

„Das ist eine große Chance für Rüsselsheim, und ich bin dem Wirtschaftsminister dafür sehr dankbar. Das aufgelegte Programm ist eine wichtige finanzielle Unterstützung für die Stadt“, sagte Bausch. Rüsselsheim stehe mit dem Quartier am Ostpark und der Bauschheimer Eselswiese vor gewaltigen Flächenentwicklungen. Der dort entstehende neue Wohnraum werde dringend benötigt. „Denn zum einen verzeichnet Rüsselsheim weiterhin einen Zuzug an Bevölkerung. Zum anderen müssen auch junge Menschen aus Rüsselsheim, die hier arbeiten und ihre eigene Familie gründen wollen, eine Entwicklungsperspektive haben“, sagte Bausch. Weitere Informationen zum Programm gibt es im Internet unter www.großer-frankfurter-bogen.de.

 

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