Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

25.10.2019

Wohnanlage am Rugbyring 150 soll ersetzt werden

Die in die Jahre gekommene einfache Wohnanlage für Wohnungslose am Rugbyring 150 soll erneuert werden. Das hat der Magistrat beschlossen. Bürgermeister und Sozialdezernent Dennis Grieser bezeichnete dies als eine gute Botschaft für die Menschen, die dort untergebracht sind. „Wir gehen jetzt mit einer Vorlage auf die Stadtverordnetenversammlung zu, die es ermöglicht, die Anlage in den Jahren 2020/21 auszutauschen. Die vorhandene Platzkapazität erhöht sich dabei von 8 auf 9 Plätze. Es wird eine deutliche qualitative Verbesserung hinsichtlich der Raumgröße, der sanitären Anlagen und im optischen Erscheinungsbild nach außen geben“, sagte Grieser. Viele Partner hätten hierzu gemeinsam an einem Strang gezogen, um diese spürbare Verbesserung der Wohnsituation zu erreichen.

Froh über die gefundene Lösung ist auch Lucian Lazar vom Diakonischen Werk Groß-Gerau Rüsselsheim, das die Unterkunft im Auftrag der Stadt betreibt. „Wenn man den Bedarf und die derzeitige Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt betrachtet, passt das zukünftige Angebot gut. Es ist ein adäquates neues Zuhause für die Dauer der Betreuung durch das Diakonische Werk im Segment des einfachen Wohnraums“, sagte Lazar. Die Diakonie begleite die Menschen durch pädagogische Angebote auf ihrem Weg zurück zur eigenen Wohnung und in ein bürgerliches Leben.

Gemeinsam mit Grieser betonte Lazar, dass im Kreis Groß-Gerau viele Unterstützungsmaßnahmen greifen, wenn Menschen ihre Wohnung verlieren und in die Obdachlosigkeit rutschen. „Es wurden erhebliche politische Anstrengungen unternommen, um die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, zu unterstützen, sagte Grieser weiter. Neben der Unterbringung im Akutfall und der Sicherstellung von Grundbedürfnissen wie sanitären Anlagen, Wäschepflege sowie Versorgung mit Mahlzeiten und mit Kleindung gebe es im gesamten Kreisgebiet Wohngruppen, teilweise in Form von Betreutem Wohnen. Man begleite die Menschen sozialpädagogisch und mache verschiedenste Hilfsangebote, allesamt individuell auf die persönliche Lebenssituation und die individuelle Problemlage zugeschnitten. „Die Stadt Rüsselsheim ist außerdem sehr aktiv im Wohnungsbau, auch im niedrigpreisigen Segment, denn es gibt einen großen Bedarf für solchen bezahlbaren Wohnraum. Wir arbeiten mit den Bautätigkeiten und der sozialpädagogischen Begleitung auch an den Ursachen des Problems, damit wohnungslose Menschen möglichst zeitnah wieder in den normalen Wohnungsmarkt integriert werden können“, sagte Grieser. Zusätzlich gebe es eine Fachberatungsstelle für Sozial- und psychosoziale Beratung sowie eine Tagesaufenthaltsstätte.

Für den Austausch der Containeranlage sind 450.000 Euro Investitionsmittel erforderlich, die für den Haushaltsplan 2020 bereits angemeldet sind. Da infolge der laufenden Kosten für den Betrieb der neuen Containeranlage und die Tilgung der Investitionskosten eine Unterdeckung beim Diakonischen Werk von bis zu 14.000 Euro jährlich entsteht, will die Stadt den Fehlbetrag bis zu dieser Höhe übernehmen. Hierfür werden noch Mittel zum Haushalt 2020 nachgemeldet. Gibt die Stadtverordnetenversammlung ihre Zustimmung, kann mit der Planung noch im Jahr 2020 begonnen werden. Die Realisierung soll in 2020/21 erfolgen.

 

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