Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

29.10.2019

Ergänzungsneubau der Alexander-von-Humboldt-Schule: Das Raumkonzept nimmt Gestalt an

Foto (v.l.n.r.): Rundgang durch das Innere des Ergänzungsneubaus der Rüsselsheimer Alexander-von-Humboldt-Schule mit Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser, Schulleiterin Renate Pilgenröther, Petra Reichert (Schulentwicklung und Inklusion) und Elem Pomak (Projektleiterin des Fachbereichs Gebäudewirtschaft) (Foto: Rüsselsheim am Main)



Gemeinsam mit Bürgermeister und Schuldezernenten Dennis Grieser haben Vertreterinnen und Vertreter der Schulleitung den Baufortschritt im Inneren des Ergänzungsneubaus der Alexander-von-Humboldt-Schule in Augenschein genommen. Dort haben Handwerker nach dem Richtfest Ende August mit dem Innenausbau begonnen. Der Rundgang machte deutlich: Das sich nun abzeichnende Raumkonzept schafft Platz für gute Pädagogik. „Wir sind sehr gespannt und freuen uns riesig, diese neuen, großzügigen und modernen Räume mit Leben zu füllen“, erklärte Schulleiterin Renate Pilgenröther.  


Der Bau und die Anforderungen sind sehr komplex. Parallel zu den Arbeiten am Neubau erfolgen aktuell die Detailplanung der nachfolgenden Arbeiten im Bestand sowie die Umzugs- und Interimsplanung. Dabei baut und investiert die Stadt derzeit so viel in Bildung, wie seit den 1970er Jahren nicht mehr. Doch trotz der Belastung ist keine Hektik zu verspüren. „Es ist bemerkenswert, wie unaufgeregt und reibungslos das alles funktioniert. Die Stadt ist aktuell voll im Zeit- und Kostenplan“, erklärte Dennis Grieser zu Beginn des Rundgangs.

Der begann im Erdgeschoss, wo künftig die komplette Verwaltung der Schule einschließlich des zentralen Lehrkräftezimmers und der Lehrkräftebibliothek untergebracht sein werden. Auch werden die Schülerinnen und Schüler dort in der neuen Mensa zu Mittag essen, womit das Ganztagsschulangebot weiter verbessert werden kann. Überall stehen bereits Trockenbauwände, die die großen Flächen in kleinere Räume teilen. Viele dieser Räume liegen noch im Dunkeln, doch von den an der Nordseite gelegenen Räumen dringt Tageslicht in das Gebäude. Denn dort haben die Handwerker begonnen, zahlreiche Fensterflächen zu setzen. Die vielen Metallröhren, die sich im Eingangsbereich stapeln, zeugen davon, dass bereits mit den Arbeiten an der Lüftungsanlage begonnen wurde. Gleiches gilt für die ersten Elektroinstallationen sowie den Einbau von Heizungs- und Sanitäranlagen.


In den oberen Etagen werden nach der Fertigstellung aller Räumlichkeiten die Jahrgänge 5 bis 7 unterrichtet werden. Sofort ändert sich der Charakter der Räume. Aus Gründen des Schallschutzes sind die Wände der Klassenräume massiv aus Stahlbeton gebaut. Die drei Klassenräume einer Jahrgangsstufe sind jeweils um einen zentralen multifunktionalen Bereich angeordnet. Zusätzlich gibt es weitere pädagogische Flächen, wie Kurs- und Differenzierungsräume. Schulleiterin Pilgenröther ist begeistert: „Die Räume geben uns endlich die Möglichkeiten, fach- und klassenübergreifend alles das auszuüben, was moderne Pädagogik verlangt.“ Denn im Altbau sei man vom Platz her doch sehr limitiert.

Auch sonst zeichnen sich auf der Baustelle bereits weitere Merkmale ab, die auf eine moderne Lernumgebung schließen lassen. Die Stadt als Schulträger hat sich dem Thema Inklusion verschrieben und wird die Gebäude inklusionsgerecht ausstatten. Dazu gehören Differenzierungsräume, die gezieltes Fördern erst möglich machen, genauso wie Rückzugsmöglichkeiten oder eine helle Raumgestaltung. Zusätzlich sorgt ein Fahrstuhl dafür, dass alle höhergelegenen Klassenräume mit dem Rollstuhl erreichbar sind. Ebenso sind behindertengerechte Toiletten mit Duschmöglichkeiten selbstverständlich. Taktile Bodenelemente im Eingangsbereich werden zusätzlich helfen, dass sich auch Blinde oder Menschen mit Seheinschränkungen gut orientieren können.
Die Schule wird auch technisch auf den neuesten Stand gehoben. Das Thema Digitalisierung drängt, ist aber im Bestandsgebäude aktuell nur sehr begrenzt möglich, wie Pilgendörfer erklärte. Doch mit dem neuen Gebäude werde die Schule neue Wege gehen und die neuen Medien endlich in den Schulalltag einziehen können. Schuldezernent Grieser bestätigt das und weist darauf hin, dass der Glasfaseranschluss bereits im Keller gelegt sei. Doch dabei bleibt es nicht: „Die Leitungen werden auch in die Räume verlegt, so dass die Schule umfassend per Kabel vernetzt sein wird und nicht nur drahtlos. Jedes Klassenzimmer wird darüber hinaus mit digitalen Displays ausgestattet sein.“ Grieser sieht mit der angestrebten umfassenden Digitalisierung, neben Ganztagesbetreuung und Inklusion, auch die dritte Anforderung an zeitgemäßer Pädagogik an der Alexander-von-Humboldt-Schule als erfüllt an.

870 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit die Alexander-von-Humboldt-Schule. Das werden auch nicht mehr werden, bis auch die Sanierung der Bestandsräume im alten Gebäude abgeschlossen ist. Erst danach wird die Schule von fünf auf sieben Züge pro Jahrgang anwachsen. „Dann aber mit deutlich mehr Platz, mehr Möglichkeiten und mehr Qualität“, wie Bürgermeister Grieser zum Schluss des Rundgangs noch einmal betont.

 

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