Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

08.11.2019

Bausch bringt Gewerbegebiete an den runden Tisch

Foto: Oberbürgermeister Udo Bausch begrüßt die teilnehmenden Unternehmerinnen und Unternehmer des Gewerbegebiets Hasengrund beim gastgebenden Unternehmen Kieback & Peter (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main/Volker Dziemballa)

Die Vernetzung und den Austausch der Akteure zu fördern, ist das Ziel zweier Round-Tables, mit denen Oberbürgermeister Udo Bausch die Unternehmen in den Gewerbegebieten „Blauer See“ und „Hasengrund“ zusammenbringen möchte. „Mein Ziel ist die nachhaltige Bestandssicherung und -entwicklung des Rüsselsheimer Gewerbes. Im Rahmen der Veranstaltungen erhalten die Unternehmen Informationen über Entwicklungen im Gewerbegebiet oder in Rüsselsheim aus erster Hand. Auch lassen sich Interessen der Unternehmen so bündeln und gemeinschaftlich durchsetzen“, erklärte Bausch, der auch Wirtschaftsdezernent der Stadt ist.


Auf Einladung der Wirtschaftsförderung der Stadt Rüsselsheim am Main trafen sich Ende Oktober die Unternehmen des „Blauen Sees“ in den Räumlichkeiten der VRM Druck GmbH, einer der modernsten Zeitungsdruckereien in Europa. Rund feste 145 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 200 Aushilfen arbeiten inzwischen bei dem Unternehmen, das sich 2010 in dem Gewerbegebiet ansiedelte hatte. Die Druckerei ist damit selbst Teil der Erfolgsgeschichte des Gewerbegebiets „Blauer See“, das Ende der 1990er Jahre geplant wurde und wo sich 2003 mit dem europäischen Design- und Entwicklungszentrum des Autobauers Hyundai das erste Unternehmen ansiedelt hatte. Inzwischen sind alle städtischen, und bis auf wenige Ausnahmen auch alle privaten, Flächen vermarktet. Auf einer Gesamtfläche von 27 Hektar haben sich dort Unternehmen verschiedenster Branchen angesiedelt.


Themen des Abends waren vor allem der Fachkräftemangel und die Entwicklung des direkten und nahegelegenen Umfelds des Gewerbegebiets im Stadtteil Königstädten. Viele der anwesenden Unternehmer berichteten, dass es nicht nur zunehmend schwerer geworden sei, Fachkräfte zu gewinnen, sondern auch sie zu halten. Unternehmen mit Schichtarbeit seien dabei vor besonderen Herausforderungen gestellt. Aber nicht nur gelernte, auch ungelernte Fachkräfte anzuwerben, habe sich in den letzten Jahren erschwert. Die Konkurrenz im Ballungsgebiet Rhein-Main sei hoch, und die Konjunktur der vergangenen Jahre war sehr gut. Und was an Arbeitskapazitäten noch in der Region vorhanden sei, sauge der nahegelegene Flughafen auf, wie ein Teilnehmer bedauerte.


Positiv hatten die Teilnehmer die Nachricht aufgenommen, dass in 2020 der Königstädter Edeka-Markt direkt ans Gewerbegebiet Blauer See umziehen werde. Wegen der nahegelegenen Einkaufs- und Essgelegenheit würde dies für zahlreiche Mitarbeitende eine Bereicherung in der Mittagspause darstellen. Das eine oder andere Unternehmen wünschte sich darüber hinaus ein Hotel im Gewerbegebiet, um Kundschaft oder Beschäftigte anderer Standorte nahegelegene Übernachtungsmöglichkeiten anbieten zu können. Doch aus Sicht der Teilnehmer wurde das durch die perfekte Lage des Gewerbegebiets und die optimale Anbindung an das Autobahnnetz wieder wettgemacht.


Auch die Parksituation im „Blauen See“ kam zur Sprache. Verschiedene Eingaben hatten dazu geführt, dass die Stadt im Sommer 2018 den Lise-Meitner-Weg für Lastkraftwagen, Anhänger, Sattel-Auflieger und Sprinter weitestgehend zur Parkverbotszone erklärte. Zusätzlich hat sie im Bereich des Wendehammers der Lise-Meitner-Straße ein generelles Halteverbot ausgewiesen. Daraufhin habe sich die Situation mit falsch parkenden Lkws in der Lise-Meitner Straße zwar deutlich verbessert, wie die Unternehmer bestätigten. Doch immer noch gäbe es einige Verstöße, da die Fahrzeuge nun im hinteren Bereich des Gewerbegebiets (Alexander-Fleming-Ring, Karl-Landsteiner-Ring) parken würden. Bausch versprach, den Kontrolldruck auf die Falschparker zu erhöhen.


Den Auftakt dieser Initiativen in den Rüsselsheimer Gewerbegebieten aber hatte der „Hasengrund“ gemacht. Bereits Ende August fand dort das erste Netzwerktreffen statt, zu dem Oberbürgermeister Bausch als Wirtschaftsdezernent in die Räumlichkeiten des mittelständischen Spezialisten für Gebäudeautomation, Kieback & Peter, eingeladen hatte. Auch dort war das (Dauer)Parken von Lkws Gesprächsthema, aber auch, dass Kundenpark- und Rangierflächen durch das Entstehen neuer Wohnflächen in der Eisenstraße weggefallen seien. „Wir werden zusätzliche Straßenmarkierungen vor den Grundstückseinfahrten auftragen lassen, um die Situation zu entschärfen“, versprach Bausch den betroffenen Unternehmen. Positiv aufgenommen wurde auch eine Ankündigung der Wirtschaftsförderung der Stadt, sich mit einer direkten Verbindung an den Bahnhof um eine bessere Anbindung an den ÖPNV kümmern zu wollen. Ebenfalls auf Zustimmung stieß die Zusage einer Prüfung, wie das Radwegenetz zwischen Gewerbegebiet und Innenstadt verbessert werden sowie ob Mietfahrradangebote im Hasengrund umgesetzt werden könnten. Zum Schluss fand sich noch eine Arbeitsgruppe zusammen, die sich über eine gemeinsame Vermarktung des Gewerbegebiets Gedanken machen möchte. Weitere Arbeitstreffen werden also folgen.


Auch im Blauen See gingen die Unternehmensvertreter mit der Erkenntnis auseinander, dass eine Fortsetzung des gemeinsamen Austauschs wünschenswert für weitere Entwicklung des Gewerbegebiets sei. Für das weitere Kennenlernen hatten sie bereits gegenseitige Einladungen zu den nächsten Firmenfeiern ausgesprochen und vereinbart, dass das nächste Treffen in der Krone stattfindet. Auch als Zeichen, dass der Stadtteil Königstädten stärker in die Kommunikation eingebunden werden sollte.

 

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