Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

07.02.2020

Fortschreibungsprozess für das Kulturprofil 2020 – 2025 ausgesetzt

Das Rüsselsheimer Kulturprofil wird vorerst nicht fortgeschrieben. Dies entschied die „AG Kulturprofil“ in ihrem ersten Treffen am 3. Februar 2020. Angedacht war, das bestehende Kulturprofil 2015 – 2020 für die kommenden fünf Jahre zu aktualisieren. Dies sollte in einem mehrstufigen Prozess erfolgen, der ausgehend von der Kulturkonferenz 2019 maßgeblich von der AG gestaltet werden sollte. Die Fertigstellung des fortgeschriebenen Kulturprofils 2020 – 2025 war Ende April geplant, die Beschlussfassung durch den Kultur-, Schul- und Sportausschuss und die Stadtverordnetenversammlung wäre somit im Mai beziehungsweise Juni 2020 möglich gewesen. Stattdessen soll nun in der letzten Sitzungsrunde vor der Sommerpause in einer gebündelten Vorlage über die Kulturkonferenz 2019 sowie den Verlauf der AG-Sitzung berichtet werden.

Die AG-Mitglieder sprachen sich in der von Lucia Brauburger moderierten öffentlichen Sitzung mit klarer Mehrheit dafür aus, das Kulturprofil neu zu überdenken und den Fortschreibungsprozess zu stoppen. Die zur Fortschreibung des Profils gegründete AG löste sich somit selbst auf und wird nicht mehr tagen. Die ursprünglich für den 17. Februar und 2. April 2020 angesetzten, weiteren AG-Treffen finden also nicht statt. Einige der AG-Mitglieder erklärten sich in der Sitzung dazu bereit, selbstständig eine öffentliche Veranstaltung zu organisieren, in der grundlegend über die Ausgestaltung eines möglichen neuen Kulturprofils beraten werden soll.

Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser resümierte: „Ich finde gut, dass wir intensiv diskutiert und eine gemeinsame Haltung gefunden haben.“ Zugleich lobte er die Initiative der Anwesenden: „Ich freue mich, wenn Kulturschaffende selbst Vorarbeit leisten und Selbstorganisation stattfindet“, so Grieser. Der Kulturdezernent betonte: „Auch die Stadtverordnetenversammlung ist gefordert. Sie muss letztlich sagen, ob sie ein Kulturprofil haben will und wie der Weg dahin aussehen soll. Es ist legitim, diese Grundsatzfrage zu stellen. Daher werden wir ein demokratisches Feedback dazu einholen, ob wir einen partizipatorischen Prozess für ein neues Kulturprofil durchführen sollen oder nicht.“

Insbesondere die anwesenden politischen Vertreterinnen und Vertreter brachten zum Ausdruck, dass sie sich fehl am Platz in der AG fühlten und äußerten den Wunsch, Kunst und Kultur unbeeinflusst von Politik einen Vorschlag erarbeiten zu lassen.

Vor der Schlussdiskussion und dem Beschluss über den Abbruch des vorgesehenen Fortschreibungsprozesses hatten die Anwesenden die Gelegenheit sich mit den zehn Schwerpunktkapiteln des bestehenden Kulturprofils auseinanderzusetzen und Anregungen für neue Inhalte im Kulturprofil 2020 – 2025 zu benennen. Dabei konnten die AG-Mitglieder auch die Rückmeldungen aus der Kulturkonferenz 2019 zum bestehenden Kulturprofil einsehen, die als Stimmungsbild in die AG mit eingebracht worden waren.
Über das weitere Vorgehen zum Thema Kulturprofil wird der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause berichten und die Stadtverordneten um ein klares Votum bitten.


 

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