Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

07.02.2020

Öffentliche Diskussion über Coronavirus

Der Ausbruch des Corona-Viruses in China wird von einer großen öffentlichen Aufmerksamkeit begleitet. Die Drei Gewinnt-Kommunen Kelsterbach, Raunheim und Rüsselsheim beobachten diese Entwicklung sehr genau: Alle drei Städte siedeln seit vielen Jahren chinesische Unternehmen bei sich an. Dabei stellen sie fest, dass verschiedentlich die Berichterstattung eher zu einer Emotionalisierung statt zu einer Versachlichung, auch hinsichtlich der Situation in China, führt.


„Da wir seit vielen Jahren intensive Beziehungen zu China pflegen, sind wir in Gedanken bei unseren chinesischen Partnern und deren Familien. Wir hoffen, dass der Höhepunkt der Infektionswelle bald überschritten wird“, erklärt dazu der Rüsselsheimer Oberbürgermeister Udo Bausch.


Doch noch ist es nicht soweit. Die aktuellen Zahlen belegen, dass weiterhin eine Situation vorliegt, die ernst zu nehmen ist. Sie zeigen aber auch, dass die Ausbreitung hauptsächlich auf China begrenzt ist. Die weltweit renommierte John Hopkins University in Baltimore zählt, mit Stand von gestern (6. Februar), weltweit 28.344 Infizierte, davon 28.085 in China. In Deutschland sind bislang nur wenige (13) bestätigte Fälle von den Gesundheitsbehörden gemeldet worden. (https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6)

 

„Dass eine weitere Ausbreitung bislang unterblieben ist, hat sicher auch mit den konsequenten Maßnahmen der chinesischen Regierung zu tun“, ist sich Bausch sicher. Dennoch hat die WHO hat eine „Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen. Damit setzt sie vor allem ein politisches Signal, welches die internationale Aufmerksamkeit erhöhen soll, aber auch um die bisherigen Anstrengungen verschiedener Länder zu vereinheitlichen.


„Das Erkrankungsrisiko für die Bevölkerung in Deutschland wird vom Robert-Koch-Institut in Berlin dagegen weiterhin als gering eingestuft“, sagt Bausch. Panikmache sei daher nicht zielführend. Ganz und gar unangemessen sei es, die Infektion zu nutzen, um unsachliche Stimmung gegen China zu machen. Bausch setzt daher auf ganz pragmatische Unterstützung. Er hat dem chinesischen Generalkonsulat seine Unterstützung für den Kampf gegen die Krankheit angeboten sowie Kontakte zu einer in Rüsselsheim ansässigen Firmen vermittelt, die aktuell Lieferungen von Atemschutzmasken nach China vorbereitet.

 

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