Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

04.03.2020

Gedenkminuten für die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau

Foto: Gedenkveranstaltung im Rathaushof (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Ihre Solidarität mit den Opfern des rassistischen Anschlags von Hanau brachten die Beschäftigten im Rüsselsheimer Rathaus zum Ausdruck. Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Eigenbetriebs Kultur123 Stadt Rüsselsheim waren dem gemeinsamen Aufruf von Oberbürgermeister Udo Bausch und ver.di Rüsselsheim gefolgt. Landesweit fanden heute während der zentralen Trauerfeier für die Opfer von Hanau von 11.50 bis 12 Uhr Gedenkminuten in den Betrieben und Dienststellen statt.

Oberbürgermeister Udo Bausch bezeichnete das öffentliche und gemeinsame Gedenken als wichtiges Zeichen gegen rechtsextreme und rassistisch motivierte Gewalt. „Eine solche rechtsradikale Gedankenwelt, aus der diese abscheulichen Taten entstehen, hat in unserer Stadt und in unseren Herzen keinen Platz. Die Tat lässt uns verständnislos zurück, aber sie macht uns nicht sprachlos. Deshalb haben wir uns heute versammelt. Wir wollen gemeinsam trauern und ein sichtbares Zeichen setzen. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien und Freunden“, sagte Bausch in seiner Rede. Bausch unterstrich außerdem, dass in diesen Zeiten alle Beschäftigten und die Bürgerinnen und Bürger gefordert seien, für das hohe Gut des demokratischen, freiheitlichen Rechtsstaats einzutreten. Der Anschlag von Hanau sei ein Anschlag gegen die Menschlichkeit. Bausch rief dazu auf, jeglicher Form von Hass und Diskriminierung und dem Boden, auf dem diese menschenverachtende Saat ihre Nahrung finde, entschieden entgegen zu treten.

Anschließend sprach Michaela Stasche von ver.di-Rüsselsheim. Sie sagte, dass alle städtischen Beschäftigten durch ihre Arbeit für Rüsselsheim Sorge tragen, dass die Stadt weiterhin ein Ort der Vielfalt und des solidarischen Miteinanders ist. „Auch in Zukunft werden sich die Beschäftigten gemeinsam mit aller Kraft für ein friedliches Rüsselsheim einsetzen“, erklärte Stasche. Danach verlas Lamia Tajjiou vom Bereich Asyl die Namen der getöteten Opfer von Hanau.

 

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