Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

13.03.2020

Karola Gaukler nach 40 Jahren bei der Rüsselsheimer Stadtverwaltung verabschiedet

Foto: Verabschiedung (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

40 Jahre lang war Karola Gaukler bei der Stadt Rüsselsheim am Main beschäftigt, zuletzt seit 2014 als Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales. Jetzt wurde die 61-Jährige aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Sie wechselt in die Freizeitphase ihrer Altersteilzeit. Bürgermeister Dennis Grieser würdigte, dass Gaukler der Stadt extrem loyal verbunden war. „Sie hatten bis zum Schluss gute Ideen“, sagte er. Als ein Beispiel von vielen nannte Grieser die Jugendanhörung, die sie im Jugendhilfeausschuss etablierte. Darüber hinaus lobte der Bürgermeister, dass das Wirken Gauklers weit in die Zukunft reichen wird.

Geboren wurde Karola Gaukler 1958 im rheinland-pfälzischen Abentheuer im Landkreis Birkenfeld. Nach dem Abitur studierte sie von 1977 bis 1980 Sozialarbeit an der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen in Ludwigshafen. Sie wollte etwas Sinnvolles machen, etwas, das Bedeutung für andere Menschen hat. Am 1. September 1980 kreuzte sich ihr Berufsweg dann mit der Stadt Rüsselsheim. In der damaligen Abteilung Soziale Dienste des Jugendamts absolvierte sie bis August 1981 das nach dem Studium vorgeschriebene Anerkennungsjahr. Danach wurde sie von der Stadt übernommen. Gaukler wohnte schon damals in Rüsselsheim. Zudem war das Jugendamt erst 1980 gegründet worden, es herrschte ein gewisser Pioniergeist. Verschiedene neue Projekte wie beispielsweise der Täter-Opfer-Ausgleich wurden in dieser Zeit angestoßen. Allesamt interessante Aufgabenstellungen. Und so arbeitete Karola Gaukler denn auch 19 Jahre lang als Sozialarbeiterin beim Jugendamt in der Jugendgerichtshilfe, nur unterbrochen von zwei Mutterschutz- und Elternzeiten für ihre beiden Söhne Pascal und Martin Mitte und Ende der 80er Jahre. Von 1996 bis 2000 absolvierte Gaukler an der Fachhochschule Frankfurt ein berufsbegleitendes Studium zu personenzentrierter Beratung und Krisenintervention und beendete dieses Studium mit dem Abschluss als Supervisorin. Werte wie Respekt, Empathie, Kongruenz – die drei wesentlichen Grundhaltungen nach dem US-amerikanischen Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers – waren Gaukler schon damals besonders wichtig.

Auf eigenen Wunsch wechselte Gaukler im April 2000 zum Personalamt. Die Aufgabe der Fortbildungsbeauftragten im Sachgebiet Fortbildung und Personalentwicklung reizte sie, ein willkommenes Feld um die im Weiterbildungsstudium erworbenen Kenntnisse anzuwenden. Im Mai 2009 kehrte sie in den Sozialbereich zurück, zur neu installierten Fachstelle Soziales im Fachbereich Jugend und Soziales. Anfang 2014 wurde ihr die Fachbereichsleitung übertragen. Es waren private Gründe aus denen sie sich im April 2018 entschied, vom Angebot der Altersteilzeit Gebrauch zu machen. „Es muss im Leben auch noch etwas anderes geben außer der Berufstätigkeit“, begründet sie ihren Schritt, der mehr selbstbestimmte Lebenszeit, auch gemeinsam mit ihrem Partner, ermöglichen soll.

 

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