Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

30.03.2020

Herausforderungen für die Kulturszene in Zeiten des Corona-Virus

Auch Rüsselsheimer Kulturschaffende sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Die Stadt Rüsselsheim am Main macht daher im Kulturbereich tätige Selbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler auf eine Linksammlung zu Informationen rund um Fördermöglichkeiten aufmerksam. Sie steht auf der städtischen Homepage unter  www.ruesselsheim.de/gesundheit/corona.html zur Verfügung und basiert auf einer in den zurückliegenden Tagen durchgeführten Recherche der „AG Kultur“ des Hessischen Städtetages, in der die Kultursteuerung den stellvertretenden Vorsitz hat.

Die Stadt Rüsselsheim am Main kommt Kulturschaffenden auch im Rahmen der eigenen Möglichkeiten entgegen und weist darauf hin, dass bereits zugesagte Projektförderungen im Rahmen der freien, städtischen Projektförderung bestehen bleiben, auch wenn das jeweilige Vorhaben zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt wird. So kann auf die Fördergelder im Falle einer späteren Realisierung zurückgegriffen werden. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung den Haushaltsentwurf für das Jahr 2020 beschlossen hat, ruft die Stadt außerdem zum Einreichen von Projektanträgen auf. Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser sagt: „Die Situation, mit der wir alle im Moment konfrontiert sind, verlangt kreative Lösungen. Besonders die Kulturschaffenden in unserer Stadt sind dafür die richtigen Ansprechpartnerinnen und -partner. Sie sind eingeladen sich mit ihrem kreativen Potenzial einzubringen.“ Städtische Einrichtungen wie das Museum, das Theater, aber auch die Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen oder Akteurinnen und Akteure der freien Szene wie das Theaterhaus sechzig90 e.V. seien in den zurückliegenden Tagen mit gutem Beispiel in Form von ersten eigenen Online-Angeboten vorangegangen. Auch das Kulturzentrum „das Rind“ oder der Kunstverein Rüsselsheim hätten flexibel und mit schneller Kommunikation auf die schwierige Situation reagiert. Über die eigenen Angebote sowie Änderungen im Programm machen das Stadt- und Industriemuseum sowie die Einrichtungen des Eigenbetriebs Kultur123 Stadt Rüsselsheim jeweils auf ihren Internetseiten, aber auch zum Beispiel über „facebook“ aufmerksam.

Zudem rief Grieser zur Antragsstellung für neue Projekte auf: „Unsere Kulturszene ist auch in diesen schwierigen Zeiten sehr aktiv. Kulturelle Formate bieten auch digital inspirierende Erlebnisse. Digitale Angebote können ein Live-Erlebnis vor Ort zwar nicht ersetzen. Aber sie helfen dabei, diese herausfordernde Zeit zu überstehen. Ich bin froh über das, was bereits umgesetzt wurde und freue mich auf weitere Initiativen.“ Zusagen für neue Projekte im Jahr 2020 können zwar derzeit nur unter dem Vorbehalt der Haushaltsgenehmigung getroffen werden – wann die Genehmigung des Regierungspräsidiums vorliegt, steht zum jetzigen Zeitpunkt nicht fest. Dennoch können Anträge auf Projektförderung bereits jetzt bei der städtischen Kultursteuerung eingereicht werden.

Grieser dankte zudem den kulturellen Vereinen, die besonders mit Blick auf die Raumsituation vor große Herausforderungen gestellt werden, für ihr Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. „Dass Vernissagen, Proben oder Versammlungen ausfallen, lässt Lücken im Zusammenleben in unserer Stadt entstehen, die nicht leicht zu schließen sind“, so Grieser. „Für den bedachten Umgang mit dieser Situation danke ich allen Aktiven.“

 

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