Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

15.04.2020

Rüsselsheimer Verwaltungsstab zu Corona tagt seit 6. März

Ressortübergreifend wird in der Rüsselsheimer Stadtverwaltung an der Bekämpfung des Corona-Virus und der Umsetzung der beschlossenen Verordnungen gearbeitet. Als klar wurde, dass der aggressive Virus auch Deutschland und Rüsselsheim einholen wird, wurde im Rathaus ein Verwaltungsstab eingerichtet. Seit dem 6. März tritt der Stab jeden Tag im Rathaus zusammen, in der Anfangsphase auch an den Wochenenden und weiterhin nach Bedarf, wenn etwas Eiliges ansteht.
 
„Alle Dezernate und damit die gesamte Stadtverwaltung arbeiten Hand in Hand, um die Lage im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu bewältigen. Alle ziehen an einem Strang. Und das ist angesichts des riesigen Arbeitspensums, das zu bewältigen ist, auch sehr wichtig“, sagt Oberbürgermeister Udo Bausch. Neben Bausch selbst gehören Bürgermeister Dennis Grieser und Stadtrat Nils Kraft dem Stab an. Die weiteren Mitglieder setzen sich aus den Büroleitungen der Dezernate, der Fachbereichsleitung Zentrales, dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung sowie dem Stadtmarketing und der Pressestelle zusammen. Je nach Thema werden weitere Köpfe aus der Fachverwaltung hinzugezogen. Beispielsweise der städtische Hygienebeauftragte, mit dem die Zusammenarbeit derzeit besonders eng ist. Zusätzlich tagt jeden Mittwoch eine ganz große Runde, bei der auch der Eigenbetrieb Kultur123 der Stadt Rüsselsheim und der Städteservice vertreten sind. Vertreten sind dort auch das Amt für Brandschutz, der Fachbereich Personal sowie das Büro für Frauen und Chancengleichheit.
 
So vielfältig wie die Zusammensetzung ist auch das Themenspektrum, das zu bearbeiten ist. „Als abrupt die Kitas und Schulen geschlossen wurden, musste beispielsweise die Notbetreuung für Kinder des medizinischen Personals und der Einsatz- und Rettungskräfte sichergestellt werden. Wir haben Vorkehrungen getroffen, um unsere Beschäftigten, aber auch die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und daher die Erreichbarkeit der Ämter stark eingeschränkt. Hier wird derzeit nur mit Terminvergaben in besonders dringenden Angelegenheiten gearbeitet. Alles andere geht per Telefon, per E-Mail oder muss im Moment warten“, erklärt Bausch. In allen städtischen Gebäuden seien zudem Informationen zu den jetzt besonders wichtigen Hygieneregeln ausgehängt. Als in der Anfangsphase der Kontaktbeschränkungen sich weiterhin etliche Menschengruppen am Main und auf anderen Plätzen versammelten, habe man mit Sachinformationen, aber auch mit Aufenthaltsverboten und intensiven Kontrollen reagiert. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten zudem Fragen an die Verwaltung gerichtet, ebenso Unternehmen. Daher habe man umfangreiche Informationen auf der städtischen Internetseite bereit gestellt, auch zu den häufig gestellten Fragen.
 
Wie private Veranstalter musste auch die Stadt bereits geplante Veranstaltungen absagen. In städtischen Räumen dürfen aktuell auch keine Veranstaltungen Dritter stattfinden. „Darüber haben wir die Vereine und Verbände und weitere Nutzerinnen und Nutzer sehr zeitnah informiert. All diese Informationen in kürzester Zeit zu veröffentlichen ist ein Kraftakt, und dies mit reduziertem Personal“, sagt Bausch. Denn die Verwaltung ist in Teams aufgeteilt, die sich aus Schutzgründen nicht mehr persönlich begegnen dürfen. Aus diesem Grund arbeitet ein Teil der Beschäftigten ganz oder teilweise mobil von Zuhause. „Wir haben hier als Arbeitgeber sehr flexibel reagiert und auch ungewöhnliche Arbeitszeiten und Lösungen zugelassen“, sagt Bausch.
 
Ein anderes und schwieriges Thema sei der Umgang mit Trauungen und Beerdigungen in Corona-Zeiten. „Die Verordnungen, die uns dazu erreicht haben, hatten oft nur eine kurze Halbwertszeit. Daher hat unser Standesamt in jedem Einzelfall Kontakt mit dem Brautpaar aufgenommen, um die Fragen und Bestimmungen zu klären. Auch wer einen Angehörigen verloren hat und die Beerdigung organisieren muss, hat derzeit viele Fragen an die Stadtverwaltung. Neben den Verordnungen, die einheitlich gelten, sind hierbei auch individuelle Dinge zu klären. Wir haben von den Bürgerinnen und Bürgern großes Lob für unsere Arbeit und die Informationen bekommen“, sagt Bausch und spricht der Verwaltung insgesamt ein dickes Lob für die engagierte Arbeit aus.

 

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