Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

05.05.2020

Stadtverwaltung mietet Büroflächen für mehr Bürgerservice an

Rüsselsheim wächst, und mit der Zunahme der Einwohnerinnen und Einwohner muss auch die Beschäftigtenzahl der Stadtverwaltung mithalten. Hierfür stehen in den städtischen Dienstgebäuden aktuell aber keine ausreichenden Büroflächen zur Verfügung. „Aus diesem Grund ist der Magistrat mit zwei Vorlagen zur Anmietung zusätzlicher Räumlichkeiten auf die Stadtverordneten zugegangen, die am 21. April im Haupt- und Finanzausschuss beschlossen worden sind“, sagt Oberbürgermeister Udo Bausch.

Besonders augenfällig ist die derzeitige Situation im Innenstadtbüro. „Eine angemessene Kundenbedienung bei gleichzeitig deutlich gestiegener Kundenfrequenz ist hier nicht mehr möglich. Und auch das Wahlbüro benötigt aufgrund der gestiegenen Bevölkerungszahl und der Zunahme von Briefwahl mehr Büroraum zur Bearbeitung“, führt Bausch weiter aus. Abhilfe werde mit der Realisierung des neuen Gebäudes am Friedensplatz (Gebäudeecke Löwenstraße / Frankfurter Straße) durch die gewobau kommen. Im ehemaligen Karstadt-Areal wird die Stadt 1.300 Quadratmeter Fläche anmieten. Einziehen werden hier das Innenstadtbüro mit integriertem Fund- und Wahlbüro, ein Treff für Kinder und Jugendliche in der Innenstadt sowie die bereits etablierte Gemeinwesenarbeit des Kinderschutzbunds, deren Räumlichkeiten in der Löwenpassage zum Jahresende gekündigt wurden. Die Fertigstellung des Gebäudes erfolgt nach derzeitigen Bauplanungen im Sommer 2022.

Innenstadt-, Wahl- und Fundbüro mit erweiterter Fläche

Jährlich nutzen rund 38.500 Kundinnen und Kunden das Innenstadtbüro, am wochentags sind es zwischen 110 und 220, samstags rund 85. „Nach dem Umzug werden im Innenstadtbüro angemessene Wartebereiche für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen. Räumlich getrennt davon werden die Beratungsschalter sein, auch dies ist eine deutliche Verbesserung“, erklärt Bausch. Zusätzlich wird es Besuchertoiletten, eine barrierearme Toilette sowie Wickelmöglichkeiten für Babys geben. Und auch die Situation für die Beschäftigten wird verbessert. Es wird angemessene Arbeitsplätze in einem nicht-öffentlichen Bereich geben, an denen die erforderlichen Nacharbeiten zu den Kundenanliegen bearbeitet werden können. Zusätzlich stehen Besprechungsräume zur Verfügung. Aktuell sind diese Funktionen über verschiedene Dienstgebäude der Stadtverwaltung verteilt. Künftig werden lange Wege entfallen, und die Beschäftigten können effizienter arbeiten. Mit einziehen werden am Friedensplatz das Fundbüro und das Wahlbüro. Auch in diesen Bereichen wird es für die Bürgerinnen und Bürger zu einer deutlichen Verbesserung der Warte- und Bearbeitungssituation ihrer Anliegen kommen. Insgesamt stehen für diese Bereiche rund 1.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

Jugendtreff und Gemeinwesenarbeit Innenstadt

300 Quadratmeter Fläche werden in dem Neubau am Friedensplatz für einen Jugendtreff und die Gemeinwesenarbeit des Kinderschutzbunds in der Innenstadt zur Verfügung stehen. Die zentrale Lage am Friedensplatz bietet für beide Einrichtungen viele Vorteile und wird den Angeboten voraussichtlich große Attraktivität verleihen. Die Kombination der Räumlichkeiten von Jugendtreff und Quartiersmanagement bietet inhaltlich viele Anknüpfungspunkte, denn die städtische Jugendförderung und das Quartiersmanagement arbeiten schon jetzt eng zusammen. Die Räume sind bestens geeignet für eine zeitgemäße Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit. Das Neubauprojekt eröffnet die Möglichkeit, das Raumkonzept einer flexiblen Nutzung entsprechend zu planen und damit die gute Verzahnung der Angebote sicherzustellen. „Die Einrichtung des Jugendtreffs und dem Anlaufpunkt für die Gemeinwesenarbeit am Friedensplatz stellt eine enorme Bereicherung der sozialen Infrastruktur in der Innenstadt dar“, sagt Sozialdezernent Dennis Grieser. Dem seit Jahren von der Zielgruppe, den Fachkräften und der Politik formulierten Bedarf nach einem zentralen Anlaufpunkt in der Innenstadt werde mit dem Einzug in den Neubau am Friedensplatz endlich Rechnung getragen. Auch im Hinblick auf die wachsende Stadtbevölkerung könne die Stadt dadurch ihrer gesetzlichen Verpflichtung als Jugendhilfeträger nachkommen.

Konzept trägt der Belebung der Innenstadt Rechnung

Die Öffnungszeiten des Stadtbüros an Samstagen, des Wahlbüros in Wahlzeiten und gegebenenfalls auch an Sonntagen sowie die Einrichtung eines Jugendtreffs, der je nach Angebot auch in den Abendstunden und an Wochenenden geöffnet hat, tragen außerdem der weiteren Belebung der Innenstadt Rechnung.

Weitere Anmietung im Eichsfeld möglich

Die Beschlusslage ermöglicht die Anmietung weiterer Büroflächen im City Forum Eichsfeld. Dies soll zu einer Optimierung der angespannten Raumsituation in den städtischen Dienstgebäuden führen, denn durch neue gesetzliche Aufgaben, für die auch entsprechendes Personal eingestellt wurde, platzen die vorhandenen Büros vieler städtischer Organisationseinheiten aus allen Nähten. Im Gebäudekomplex Eichsfeld ist derzeit bereits der Fachbereich Bildung und Betreuung untergebracht, sodass schon eine Breitbandkabel-Anbindung an die städtische IT vorhanden ist.

Nachnutzung der freien Räume durch andere Verwaltungseinrichtungen

Die Räumlichkeiten, die durch die Umzüge frei werden, stehen nach dem Auszug für andere städtische Ämter zur Verfügung. Auch sie benötigen dringend mehr Platz, denn in der ganzen Verwaltung gibt es mehr Beschäftigte, um die Bearbeitung der Anliegen einer kontinuierlich steigenden Einwohnerzahl sicherzustellen. „Hinzu kommt, dass eine Vielzahl der städtischen Verwaltungsgebäude in den Nachkriegsjahren bis in die 80er Jahre errichtet wurde. Aufgrund veränderter Arbeitsplatzrichtlinien und des allgemeinen Zustands der Gebäude können sie nicht mehr in dem Umfang wie in der Vergangenheit genutzt werden. Als Vorarbeit wurde bereits von Januar bis März eine Flächenüberprüfung aller relevanten städtischen Ämter und Einrichtungen vorgenommen, deren Ergebnisse Grundlage der weiteren Planungen sind“, sagt Baudezernent Nils Kraft. Auch für dringend erforderliche Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen an städtischen Gebäuden würden mittelfristig Räume benötigt, die temporär als Ausweichquartiere dienen können, um die unumgänglichen Maßnahmen umsetzen zu können.

 

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