Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

13.08.2020

Neuer Bildungsreferent der Stadt Rüsselsheim: „Das Grundverständnis von Schule hat sich gewandelt“

Foto: Marc Philipp Nogueira ist der neue Referent für Bildung und Querschnittsaufgaben der Stadt Rüsselsheim am Main (Foto: Stadt: Rüsselsheim am Main)

„Für mich ist Bildung der entscheidende Faktor für die Fortentwicklung und Lebensqualität einer Stadt“, sagt Marc Philipp Nogueira, der neue Referent für Bildung und Querschnittsaufgaben der Stadt Rüsselsheim am Main. Neben der Fortschreibung des Schulentwicklungsplans und der Geschäftsführung der Schulkommission wird Nogueira für Querschnittsthemen wie Inklusion, kulturelle Bildung und Digitalisierung zuständig sein.

Die Stelle, die Nogueira zum 1. Juli angetreten hat, ist dem Dezernat II von Bürgermeister Grieser direkt angegliedert. „Ich freue mich, dass wir diese Stelle so schnell besetzen konnten, denn in den kommenden Jahren stehen wichtige Entwicklungen in der Rüsselsheimer Schullandschaft an. Eine der ersten Aufgaben, die wir gemeinsam angehen, ist die Erarbeitung eine Prioritätenliste für die Stadtverordnetenversammlung“, kündigt Schuldezernent Grieser an. Hiermit werde vorgeschlagen, wie die einzelnen Aufgaben zur Umsetzung des Schulentwicklungsplans Stück für Stück abgearbeitet werden können. Um eine größere Planungssicherheit beim Thema Schulentwicklung zu erhalten und den Prozess transparenter zu machen, sollen zudem die Schülerzahlen künftig jährlich fortgeschrieben werden.

Profitieren kann Marc Phillip Nogueira dabei von seiner Berufserfahrung bei anderen Kommunen. So hat er bereits für die Stadt Gießen als Referent für Bildungsplanung gearbeitet, die als Sonderstatusstadt durchaus mit Rüsselsheim vergleichbar sei. Daher kenne er bereits die Herausforderung des Ausbaus von zusätzlichen Kapazitäten in Schulen, die sich durch das Bevölkerungswachstum ergebe. Ebenso einsetzen kann er seine langjährige Erfahrung beim Thema Integration, die er etwa als stellvertretender Integrationsbeauftragter bei der Stadt Mannheim oder als Projektleiter im Netzwerk gegen Diskriminierung der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen sammeln konnte. Gerade die Gestaltung des Zusammenlebens in Vielfalt und die Frage nach der Integration sieht der neue Bildungsreferent als wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die er für die Rüsselsheimer Schullandschaft aufgreifen will.

„Das Grundverständnis von Schule hat sich heute gewandelt. Mittlerweile sind neben Lehrkräften Akteure aus unterschiedlichen Professionen etwa aus der Sozialpädagogik oder Sozialarbeit mit den unterschiedlichen Aufgaben befasst, die gelöst werden müssen, damit jeder eine Chance auf eine erfolgreiche Schullaufbahn hat. Das betrifft etwa die interkulturelle Partizipation, die ganztägig arbeitende Schule, die soziale Teilhabe oder die Inklusion. Deswegen ist Schulentwicklung heute eine Querschnittsaufgabe“, sagt Nogueira. Er wird daher nicht nur mit den Schulgemeinden zusammenarbeiten, sondern auch auf Institutionen wie das Interkulturelle Büro und den Ausländerbeirat, die städtischen IT-Verantwortlichen, das Team der Schulsozialarbeit und kulturelle Einrichtungen zugehen. „Für mich ist Rüsselsheim vor allem aufgrund der vielfältigen Stadtgesellschaft reizvoll, in der ich mich sehr wohl fühle und mit der ich sehr gern zusammenarbeiten will“, sagt Nogueira abschließend.

 

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