Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

31.08.2020

Gemeinwesenarbeit in Rüsselsheim wird weiter gefördert

Die Gemeinwesenarbeit im Berliner Viertel und der Innenstadt wird für weitere fünf Jahre vom Land Hessen gefördert. 590.000 Euro stellt das Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) dazu zur Verfügung. 70.000 Euro steuert die Stadt Rüsselsheim aus eigenen Mitteln bei. Damit stehen insgesamt 660.000 Euro für die Projektarbeit zur Verfügung.

Bereits seit 2015 gibt es die Gemeinwesenarbeit (GWA) in Rüsselsheim. Entstanden war es 2015 aus einer Initiative verschiedener Akteure im Berliner Viertel, federführend waren die Neue Wohnraumhilfe gGmbH (NWH) und die gewobau dabei. Ziel war seinerzeit, ein Quartiersmanagement in diesem Stadtteil zu schaffen, was mit dem Quartiersladen Q17 umgesetzt wurde. Die dort angesiedelte Gemeinwesenarbeit ist ein Beitrag zur Unterstützung und Entwicklung der sozialen Infrastruktur in Rüsselsheim geleistet. Ziel ist, die Situation im Wohnumfeld zu verbessern. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden dabei maßgeblich beteiligt, und es wird auf das Wachsen einer stabilen Nachbarschaft hingearbeitet. Der Quartiersladen fungiert als zentrale Anlaufstelle, die die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger aufnimmt und bedarfsorientierte Angebote schafft.

Entstanden sind bereits ein Familienfrühstück, ein internationaler Frauengesprächskreis, eine Handarbeitsgruppe oder verschiedene Vorträge und Fachveranstaltungen zu wechselnden Themen nach Wünschen aus der Bewohnerschaft. Das nächste größere Projekt wird die Etablierung von verschiedenen interkulturellen Sportangeboten und einer Übungsleiterausbildung im Q17 sein. Wöchentlich finden auch Sprechstunden statt. Alle Angebote unterliegen den üblichen Corona-Schutzmaßnahmen.

Bereits seit 2016 wird das Projekt vom Land Hessen gefördert Die jetzige Förderphase umfasst fünf Jahre, vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2024. Im Dezember 2019 gab es im Berliner Viertel einen Wechsel des Trägers. Neuer Partner wurde der Sozialpsychiatrische Verein Kreis Groß-Gerau e. V. (SPV). Gemeinsam mit dem neuen Träger und dem Kinderschutzbund hat die Stadt Rüsselsheim dann einen Folgeantrag beim HMSI gestellt, der nun bewilligt wurde. Die Fördermittel fließen rückwirkend zum Jahresbeginn 2020.

Ein zweiter Standort hat sich zwischenzeitlich mit dem Quartiersladen Löwentreff in der Innenstadt etabliert, der im August 2018 öffnete. Es hat sich aus der Initiative im Berliner Viertel entwickelt. Wenn der Neubau am Friedensplatz fertiggestellt ist, wird es dort sein neues Domizil finden. Ziel des Projekts ist, eine positive und nachhaltige Entwicklung der Quartiere mit passenden und sozialintegrativen Maßnahmen zu unterstützen und zu stärken. Die Quartiersläden sind niedrigschwellige Anlaufstellen für die Bürgerinnen und Bürger, um ihre Belange einzubringen. Bezugs- und Ausgangspunkt für beide Projekte sind das unmittelbare Wohn- und Lebensumfeld der Menschen, die aktiviert werden sollen, sich mit ihren Ideen oder Fragen einzubringen. Gearbeitet wird aktuell an der Schaffung eines familienfreundlichen Umfelds, attraktiven Freizeitangeboten und Treffpunkten für Gruppenangebote. Bedarfsgerechte Beratungsangebote und die Förderung der Teilhabe der Bewohnerschaft und der Belebung der Innenstadt kommen hinzu.

 

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