Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

30.09.2020

Rüsselsheimer Bahnhof soll attraktiver und sicherer werden

„Der Bahnhof ist die Visitenkarte der Stadt, denn viele Menschen kommen nach Rüsselsheim mit dem Zug oder der S-Bahn“, erklärt Oberbürgermeister Udo Bausch anlässlich einer Sicherheitsbegehung der Station „Rüsselsheim“. Er fordert daher, dass einer der zentralsten Orte der Rüsselsheimer Innenstadt nicht nur sicher, sondern auch sauber ist.


Der Rundgang des Oberbürgermeisters fand gemeinsam mit Stadtrat Nils Kraft sowie Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Bahn und der Bauverwaltung statt. Auch die neu gegründete Stabstelle „Sichere Innenstadt“ unter der Leitung der städtischen Kompass-Beauftragten Linda Kliese-Dürrich, nahm daran teil. Ziel des gemeinsamen Ortsbesuchs war, Missstände in Augenschein zu nehmen und zu überlegen, wie Verwaltung und Deutsche Bahn ein freundliches und sicheres Entrée in die Stadt schaffen können. Denn dunkle Treppenabgänge, herumliegender Müll oder wildes Plakatieren sehen nicht nur hässlich aus, sondern lösen Unbehagen und teils sogar Angst aus. Das wiederum schlägt sich im Sicherheitsgefühl der Rüsselsheimerinnen und Rüsselsheimer nieder.

Bahnhof bekommt Grundreinigung und neue Fahrradständer
Dass beim Thema Sauberkeit noch nachgearbeitet werden muss, wurde dann auch schnell deutlich. Dafür genügte ein Blick auf den Boden des Bahnhofs, der mit Kaugummis gepflastert und mit Fettflecken gespickt ist. Auch die Gleisbetten, in denen viel achtlos weggeworfener Müll lag, oder volle Müllcontainer, die tagelang auf eine Leerung warteten, stießen auf Missmut. Obwohl der Bahnhof dreimal pro Woche gereinigt werde, versprach der Leiter des Bahnhofsmanagements eine komplette Grundreinigung des Bahnhofs innerhalb der kommenden vier Wochen.

An etlichen Stellen wird zudem wild plakatiert und viele Hinweisschilder, Masten und Säulen sind mit Aufklebern verschandelt. Überdies mussten Treppengeländer als Stellplätze für Fahrräder herhalten. Offensichtlich reicht die Kapazität der offiziellen Fahrradständer rund ums Bahnhofsgelände nicht aus. Darum sollen die vorhandenen Fahrradstellplätze am Bahnhof in Kürze fast aufs Doppelte aufgestockt werden.

Dauerthema defekter Fahrstuhl
Schließlich ging es über Treppen eine Etage tiefer, um durch die Unterführung zu den Gleisen zu gelangen. „Unglücklicherweise ist auch der Fahrstuhl immer wieder defekt“, stellte Oberbürgermeister Bausch fest. Stadt und Deutsche Bahn einigten sich darauf, dass die Reparatur zügiger vonstattengehen müsste und der Bahnhofsmanager versprach, sich umgehend darum zu kümmern.


Am Beispiel der Aufzüge wurde auch deutlich, dass seitens der Stadtverwaltung nicht immer klar sei, wer bei der Deutschen Bahn für was zuständig sei. Dadurch gingen oft Zeit und Informationen verloren, bis die zuständige Person innerhalb des Konzerns gefunden sei. Bausch wünschte sich daher für die Stadtverwaltungen einen festen Kontakt, der die Informationsflüsse bündele. Dies wurde ihm seitens der Deutschen Bahn auch zugesagt.
 
Mehr Sicherheit mit Ordnungspartnerschaft?
Neben der Sauberkeit des Bahnhofs beschäftigte sich die gemeinsame Gruppe aus Stadt und Deutscher Bahn aber auch mit dem Thema Sicherheit. Hierzu wurden unter anderem die Treppengänge und Unterführungen inspiziert und in Teilen für zu dunkel befunden. Zusätzliche Leuchten sollen daher installiert werden. Oberbürgermeister Bausch mahnte insbesondere an, dass die Bundespolizei am Rüsselsheimer Bahnhof verstärkt Präsenz zeigen müsse, denn „die Sicherheit unserer Reisenden beginnt bereits beim Lösen des Tickets im Bahnhof“. Er bot daher Streifengänge der Stadtpolizei zur Unterstützung an. Das allerdings sei mangels Zuständigkeit und Befugnis rechtlich nicht ohne weiteres möglich. Die Bahnverantwortlichen brachten dafür eine sogenannte Ordnungspartnerschaft zwischen Bundespolizei, Deutscher Bahn und Stadt ins Spiel. Auf dieser Grundlage könnten dann regelmäßige Streifen nach Abstimmung von DB Sicherheit, Bundes- und Landespolizei, dem Bahnhofsmanagement sowie den Rüsselsheimer Ordnungsbehörden gemeinsam durchgeführt werden.


Zu guter Letzt wartete die Deutsche Bahn mit weiteren guten Nachricht auf: Noch in diesem Jahr wird sie alte Sitzbänke und Müllbehältnisse mit neuen Gerätschaften im Wert von 250.000 Euro ersetzen. Und auch am Beispiel des defekten Fahrstuhls zeigt die Deutsche Bahn, dass man sie durchaus beim Wort darf: Drei Tage nach der Begehung war das Problem, das bei der Steuerungssoftware lag, behoben. Vollbeladene Reisende, Familien mit Kinderwagen oder gehbehinderte Menschen können ab sofort wieder den Fahrstuhl nutzen.

 

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