Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

29.10.2020

Stadt Rüsselsheim treibt Bauvorhaben am Masurenweg voran

Um weiter dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, unterstützt die Stadt Rüsselsheim am Main das Bauvorhaben im Bereich Masurenweg. Erst im September hatten die Stadtverordneten grünes Licht für einen Neubau der gewobau am Masurenweg 9 gegeben, in dem die Stadt Räume für eine dreigruppige Krippe mit 36 Plätzen anmieten wird. Für das Bauvorhaben wird ein ehemals als Seniorenwohnanlage genutztes Gebäudeensemble weichen, das aufgrund seines Alters und des baulichen und energetischen Zustands sowie mangelnder Barrierefreiheit abgängig ist. Hierfür wird moderner Ersatz mit barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnungen geschaffen.

Die Grundstücke für die Neubauten liegen in einer Wohnbausiedlung im Dicken Busch I aus den 60er Jahren. Rund 60 neue Wohneinheiten sollen hier entstehen. „Der derzeit gültige Bebauungsplan lässt eine Nachverdichtung an dieser Stelle nicht zu. Aus diesem Grund muss er zeitgemäß fortgeschrieben werden. Denn wir müssen als Stadt nachhaltig mit unseren Bauflächen umgehen. Eine Nachverdichtung, beispielsweise durch Aufstockung, ist einem Flächenverbrauch am Stadtrand im Sinne der Vorgaben des Baugesetzbuchs vorzuziehen“, erläutert Stadtrat Nils Kraft die Beweggründe.

Der stetig steigenden Einwohnerzahl der Stadt Rüsselsheim am Main muss jedoch nicht nur mit neuem Wohnraum begegnet werden. „Immer wenn wir neue Wohnungen schaffen, erzeugt dies auch einen zusätzlichen Bedarf an Einrichtungen für die Kinderbetreuung“, ergänzt Bürgermeister Dennis Grieser. Um die Versorgung mit Betreuungsplätzen für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahrs weiter auszubauen, werde die Stadt wie bereits beschlossen Räume in einem Neubau der gewobau am Masurenweg 9 anmieten. „Im Erdgeschoss entstehen die Kita Räume und ein 600 Quadratmeter großes Außengelände. In dem Gebäude werden aber auch 12 bis 15 familiengerechte und barrierearme Wohnungen entstehen. Für die Seniorenwohnungen wird direkt daneben am Masurenweg 5 bis 7 ein Ersatzneubau errichtet. Hier entstehen auf rund 2.600 Quadratmetern rund 25 bis 30 zeitgemäße Seniorenwohnungen in einem Mix aus Eineinhalb-, Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen“, sagt Grieser. Die Stadt wolle nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern, sie habe auch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz umzusetzen. Wichtig sei auch, dass moderner Wohnraum für Seniorinnen und Senioren entstehe. Durch den Abbruch und Neubau der zwei Objekte am Masurenweg werde die Wohn- und Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner in Zukunft entscheidend verbessert.

Für die Errichtung der Krippe ist mit Baukosten von rund 2,25 Millionen Euro zu rechnen. Aus diesem Grund hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, der gewobau eine 80-prozentige Ausfallbürgschaft zu gewähren, damit eine kostengünstige Finanzierung der Gesamtkosten von bis zu 6 Millionen Euro auf dem Kapitalmarkt erfolgen kann. Mittel für die Anmietung und Betrieb der Kita werden zum Haushalt 2024 folgende angemeldet. Für Mobiliar, Erstausstattung und Spielgeräte im Außengelände werden bereits zum Haushalt 2023 Mittel angemeldet. Bereits bei der Beratung zur Kita-Vorlage hatte der Magistrat mitgeteilt, dass für die Umsetzung der vorgesehenen Planung ein Bebauungsplan-Änderungsverfahren durchgeführt werden muss. Jetzt hat der Magistrat den Auslegungsbeschuss dazu gefasst. Die Vorlage geht nun den Stadtverordneten zu.

 

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