Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

09.11.2020

„was wäre wenn“ – Arbeiten des Fotokünstlers Lewis Baltz im Rathaus erneuert

Foto: Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser (re.) und Stadtverordnetenvorsteher Jens Grode (li.) zeigen sich überaus zufrieden mit dem Ergebnis der erneuerten Werke des Fotokünstlers Lewis Baltz (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Im Jahr 2001 präsentierte der US-amerikanische Fotokünstler Lewis Baltz in der Rüsselsheimer Innenstadt unter dem Titel „was wäre wenn“ fünf großformatige Arbeiten, die ein Gedankenspiel zur Stadtentwicklung darstellten. Baltz fragte sich – genauer: stellte Rüsselsheimer Bürgerinnen und Bürgern die Frage – wie Rüsselsheim sich ohne Adam Opel entwickelt hätte. Im Jahr 2001 wurden die großformatigen Arbeiten, mit einer Größe bis zu 3 x 5 Meter, im Rahmen des damaligen Kultursommers ausgestellt. Das Projekt wurde vom Kunstverein Rüsselsheim initiiert und kuratiert, und vom damaligen Kulturamt koordinierend begleitet.  


Im Anschluss an die Ausstellung hielten die fünf Werke des im Jahr 2014 verstorbenen US-Amerikaners in kleinerem Format Einzug in das Rathaus und waren dort im lichtdurchfluteten Gang des Stadtverordnetenvorsteherbüros zu sehen. Nachdem die jahrelange Lichteinstrahlung die Arbeiten verblassen ließ, hat der für die städtische Kunstsammlung zuständige Eigenbetrieb Kultur123 Stadt Rüsselsheim diese nun erneuern lassen.

Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser zeigte sich überaus zufrieden mit dem Ergebnis. „Die erneuerten Werke zeigen auf beeindruckende Art, wie aktuell die Arbeiten aus dem Jahr 2001 nach wie vor sind. Auch heute lohnt es sich darüber zu sinnieren, was gewesen wäre, wenn das Unternehmen Opel nie Teil der Rüsselsheimer Geschichte geworden wäre. Wir haben hier ein beeindruckendes Beispiel dafür vor Augen, wie sehr Kunst dazu in der Lage ist, aktuelle Verhältnisse zu hinterfragen und Denkanstöße zur Identität einer Stadt zu geben.“

Stadtverordnetenvorsteher Jens Grode: „In den zurückliegenden Jahren verblassten die Arbeiten zusehends. Im Gegensatz dazu ist ihre Aussagekraft inhaltlich immer ungebrochen geblieben. Deshalb bin ich sehr froh darüber, dass alle, die mein Büro aufsuchen, die Gelegenheit erhalten sich nun mit Lewis Baltz‘ Arbeiten auseinanderzusetzen – fast so, wie das vor knapp 20 Jahren der Fall war.“
Der Offenbacher Fotokünstler Michael Wagner arbeitete im Jahr 2001 gemeinsam mit Lewis Baltz an dem Projekt. Er erinnert sich noch gut an die Ausstellung im Kultursommer 2001. „Mit Freude erinnere ich mich an unser Projekt ‚was wäre wenn‘ für die Stadt Rüsselsheim. Lewis Baltz und ich waren sehr angetan von den künstlerischen und kulturellen Aspekten des Projekts, die auch heute noch aktuell sind. Es ist uns damals gelungen, ein weit über die Gegenwart hinausragendes Werk zu schaffen“, so Wagner.
Michael Wagner erstellte und betreute nun auch die komplette Erneuerung der Werke, wobei dasselbe fototechnische Verfahren und die gleichen Produktionsmaterialien eingesetzt wurden. Die Rahmung gewährleistet nun sowohl UV- und Staubschutz, als auch die Reduzierung chemischer Prozesse, verursacht durch Ozon und Feuchtigkeit. Auf diese Art wird der Alterungsprozess der Arbeiten nachhaltig verlangsamt.

Ziel, so Wagner, sei es gewesen, die Anmutung der 2001 erstellten Werke bei der Erneuerung zu erhalten. Nach Ansicht des Stadtverordnetenvorstehers Jens Grode sowie Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser ist dies gelungen.

 

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