Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

18.11.2020

Jugendarbeit ist unverzichtbar

„Jugendarbeit ist der Stadt Rüsselsheim wichtig. Deshalb können und sollen alle Angebotsformate, die coronakonform sind, stattfinden“, sagt Bürgermeister Dennis Grieser. Wo immer es möglich ist, finden zurzeit Angebote digital statt. Beispielsweise wird das 14. Semester der Kinder-Uni mit allen Vorlesungen im Internet übertragen. Nach der jeweiligen Veranstaltung sind diese dann noch für sechs Wochen online verfügbar. Neu eingerichtet wurde ein Quiz, damit die Kinder online austesten können, was sie alles über das jeweilige Thema gelernt haben. „Dass die bei Kindern und Eltern beliebte Kinder-Uni digital angeboten werden kann, freut mich besonders“, lobt Grieser die Initiative des Kinder- und Jugendbüros. Als Preise winken beispielsweise Freikarten für die Mitmachausstellung des Museums, was zu weiteren Angeboten führt. Ein weiteres digitales Angebot der Jugendförderung ist das Jugendforum in der Online-Variante. Auch Beratungsangebote und die aufsuchende Arbeit im Sozialraum finden statt, soweit dies unter den Corona-Beschränkungen möglich ist.

„Für all diese Angebote und Aufgaben steht bei der Stadt Rüsselsheim ausreichend Personal zur Verfügung“, betont Grieser. Seit dem 2. November sind aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung des Landes nicht mehr alle Angebote in der gewohnten Form möglich, denn die Jugendfreizeiteinrichtungen wurden wegen Corona geschlossen. Unter diesen besonderen Bedingungen wird derzeit in der Jugendförderung nicht das gesamte Personal benötigt. Dies macht einen Einsatz der pädagogischen Kräfte in den Kitas und Betreuungsschulen möglich. Betroffen sind davon lediglich sechs Beschäftigte und auch diese nur mit Teilen ihres Stundenkontingents. Zum Einsatz kommen in den Kitas und Betreuungsschulen auch entsprechend qualifizierte Honorarkräfte. Auch Pädagoginnen und Pädagogen von Auszeit e.V. unterstützen derzeit personell in den Betreuungsschulen, weil coronabedingt und zum Schutz der Kinder nicht alle Angebote in gewohntem Umfang und gewohnter Art und Weise stattfinden können. „Hier gibt es eine Win-Win-Situation, denn über die Betreuungsangebote kann zumindest zu einem Teil der Kinder auf diesem Weg der direkte Kontakt gehalten werden. Solange Bund und Länder vorgeben, dass die Jugendhäuser geschlossen sind, kann diese Unterstützung der Kitas und Betreuungsschulen erfolgen“, führt der Sozialdezernent aus. Er macht aber gleichzeitig deutlich, dass die Abordnung endet, sobald die Angebote der Jugendförderung wieder uneingeschränkt zulässig sind.

Die Stadt Rüsselsheim verfolgt in diesen schwierigen Zeiten flexible Lösungen, die das Möglichste an Angeboten und Betreuungssituationen realisieren. Es macht jedoch keinen Sinn, Personalstunden in geschlossenen Jugendhäusern in vollem Umfang vorzuhalten, wenn andernorts andere Angebote möglich sind. Der Einsatz des Personals der Jugendförderung erfolgt bedarfsorientiert, was bedeutet, dass die Beschäftigten nur mit einem Teil ihrer Arbeitszeit in den Betreuungseinrichtungen eingesetzt sind. In der verbleibenden Arbeitszeit gibt es damit Kapazität, um den Kontakt zu den Jugendhausbesucherinnen und -besuchern halten zu können, digitale Angebote zu organisieren oder online an Konzeptions- und Planungskonferenzen teilnehmen zu können.

Der Magistrat ist außerdem daran interessiert, allen Beschäftigten eine Einsatzmöglichkeit zu bieten, auch wenn ihr Aufgabengebiet aktuell von Schließung oder Einschränkung betroffen ist, um letztendlich Kurzarbeit zu verhindern. Auch geringfügig Beschäftigte werden dabei berücksichtigt und ihnen werden Einsatzmöglichkeiten angeboten. Allerdings muss sichergestellt sein, dass sie für einen Einsatz in Kita oder Betreuungsschule eine ausreichende Qualifikation haben. Wichtig ist auch ein Stundenkontingent, bei dem sich ein Einsatz lohnt. Darüber hinaus besteht auch für geringfügig Beschäftigte die Möglichkeit, die Jugendförderung bei ihren digitalen Angeboten zu unterstützen. Von Elternseite und den Beschäftigten in den Kitas und Betreuungsschulen gab es für die Vorgehensweise viel Lob.

 

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