Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

16.12.2020

Frankfurter Künstlerin arbeitet im Opel-Altwerk an einem Altarbild für die Kirche der Bonhoeffer-Gemeinde

Foto: Die Künstlerin Friederike Walter fertigt in einem Atelier im Opel-Alterwerk ein Altarbild für die Rüsselsheimer Bonhoeffer-Gemeinde an (Foto: Stadt Rüsselsheim am Main)

Friederike Walter ist begeistert. „Die Bedingungen sind optimal. Wir stehen hier quasi im Klischee eines Ateliers“, bringt die in Frankfurt lebende Malerin zum Ausdruck, was sie beim Blick in den großzügigen, hellen Raum im Opel-Altwerk empfindet, in dem sie seit September an fünf Tagen pro Woche arbeitet. „Die Umgebung hier ist ungemein inspirierend“, findet die Künstlerin, die an der Hochschule für Gestaltung (HFG) Offenbach und an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hat und derzeit im Auftrag der Bonhoeffer-Gemeinde ein Altarbild anfertigt. Die passenden Räumlichkeiten hat sie nach Kontaktvermittlung der städtischen Kultursteuerung von der Motorworld Group angemietet, die sich, so Walter, von Beginn an offen gezeigt habe für ihr Anliegen. Nun entsteht ein circa fünf Meter breites und 2,50 Meter hohes Tryptichon – ein dreigliedriges Ölgemälde – das im Frühjahr 2021 in der dann frisch renovierten Kirche in der Moritz-von-Schwind-Straße hinter dem Altar angebracht werden soll.

Nach Rüsselsheim geführt hat Friederike Walter, die in ihren Gemälden gerne mit Licht- und Schattenwürfen arbeitet und so ungewöhnliche Perspektiven auf die Wahrnehmung von Räumen eröffnet, ein Wettbewerb, den die Bonhoeffer-Gemeinde im Jahr 2019 ausgelobt hatte. Damals wurden vier Kunstschaffende eingeladen, ihre Ideen zur Gestaltung des Altarbilds vorzutragen. Walter gewann den Wettbewerb und realisiert nun den Entwurf, für den sich die Jury entschieden hatte, in ihrem temporären Atelier im Altwerk.

Bürgermeister und Kulturdezernent Dennis Grieser sieht in Walters Beispiel einen weiteren Fingerzeig in Richtung Bildungs- und Kulturzentrum. „In ihrem Abschlussbericht hat die ‚AG Bildungs- und Kulturzentrum‘ auch die Idee vorgebracht, ein Atelierhaus als Teil eines Bildungs- und Kulturzentrums einzurichten. Friederike Walters Beispiel zeigt, dass sowohl das Potential zur Einrichtung von Ateliers als auch der Bedarf danach vorhanden sind“, so Grieser. „Erfreulich ist, dass die Eigentümerinnen des Areals sich einmal mehr offen gezeigt haben für eine Anfrage aus dem Kulturbereich“, betont Grieser. Nur im Zusammenwirken von Interessentinnen und Interessenten sowie von Eigentümerinnen und Eigentümern sei es möglich, das ehrgeizige Ziel eines Bildungs- und Kulturzentrums zu erreichen.

 

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