Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

14.01.2021

Schulsozialarbeit soll in Rüsselsheim ausgeweitet werden

Schon seit 2003 gibt es an Schulen in Rüsselsheim am Main Schulsozialarbeit. Nun soll sie personell besser ausgestattet und auch auf die Gymnasien ausgeweitet werden.
Dazu schlägt der Magistrat den Stadtverordneten vor, die Personalbemessung nach einem definierten Schlüssel an der Schülerzahl zu orientieren: an den Grund-, Förder- und Sekundar I Schulen soll es dann je eine Vollzeitstelle pro 300 Schülerinnen und Schüler geben, an den Gymnasien je eine Vollzeitstelle pro 500 Schülerinnen und Schülern. Neben den Stellen sollen auch die Sachmittel dementsprechend angepasst werden. „Der Ausbau der Schulsozialarbeit ist wichtig, denn sie trägt dazu bei, die Chancengleichheit zu gewährleisten und eine Verbesserung der Förderung von Kindern an den städtischen Schulen zu bewirken“, sagt Bürgermeister Dennis Grieser, in dessen Ressort die Schulen fallen.

Ab dem Schuljahr 2003/04 wurde durch Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Schulsozialarbeit an allen Rüsselsheimer Schulen der Sekundarstufe I eingeführt. Trägerin war seinerzeit die Ausbildungsverbund Metall gGmbH (AVM gGmbH). 2010 folgte mit der Borngrabenschule eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. 2012 beschlossen die Stadtverordneten die stufenweise Einführung der Schulsozialarbeit an allen Grundschulen der Stadt Rüsselsheim in eigener Trägerschaft, was bis 2016 sukzessiv umgesetzt wurde. 2016 beschloss die Stadt Rüsselsheim dann auch die Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen in eigene Trägerschaft zu übernehmen, was 2018 auch erfolgt ist.

Gegenwärtig umfasst der Stellenplan 12,28 Vollzeitstellen im Bereich der Schulsozialarbeit. Der neue Personalschlüssel orientiert sich an der im Jahr 2020 vom Kreistag beschlossenen Personalbemessung im Kreis Groß-Gerau.
Folgt die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Beschlussfassung dem Kreistag, so führt dies zu einer entsprechenden Personalerhöhung im Umfang von weiteren 11,01 Stellen. „Der Magistrat schlägt vor, so zu verfahren, damit Rüsselsheimer Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu Schülerinnen und Schüler an Kreisschulen nicht benachteiligt werden“, so Bürgermeister Dennis Grieser, der darin eine sinnvolle und notwendige Fortschreibung der bestehenden Standards sieht. An den Gymnasien und der Förderschule Helen-Keller-Schule stünden zudem bislang keine Stellen für Schulsozialarbeit zur Verfügung, was auch eine nicht mehr hinnehmbare Ungleichheit bedeute, so Grieser.

Folgen die Stadtverordneten dem Vorschlag des Magistrats, soll die Anpassung der Personalbemessung in Stufen erfolgen. 6,59 zusätzliche Vollzeitstellen für Schulsozialarbeit an Grund- und Förderschule sollen ab dem Haushaltsjahr 2022 eingerichtet werden. Ab 2023 sollen weitere 4,42 Stellen an den Gesamtschulen und Gymnasien hinzukommen. Vorgesehen sind auch eine neue Stelle für die Fachkoordination und eine für die Sachbearbeitung.

 

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