Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

28.01.2021

„Eine Stadt im Umbruch und im Aufbruch“

Grafik Wohnen am Friedensplatz: gewobau Rüsselsheim / raumwerk Architekten, FrankfurtGrafik Motorworld Manufaktur: ACTIV-GroupGrafik Eselswiese: Studio Wessendorf, Berlin mit Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, Berlin

Jahrespressekonferenz des Oberbürgermeisters

„Trotz Corona ist 2020 für Rüsselsheim am Main ein erfolgreiches Jahr gewesen“. Diese Bilanz zog jetzt Oberbürgermeister Udo Bausch in seiner Pressekonferenz zum vergangenen Jahr gegenüber Vertretern lokaler und regionaler Medien. Als wichtige Themen nannte der Verwaltungschef die erfolgreiche Stadtentwicklung von Wohnen über Einkaufen bis zum Tourismus, eine ausbalancierte wirtschaftliche Entwicklung mit den Schwerpunkten Mobilität und Medizintechnik sowie Sauberkeit und Sicherheit.

Die finanziellen Auswirkungen von Corona für die Zukunft lassen sich derzeit noch nicht genau beziffern. Allerdings zeige der Blick auf den ausgeglichenen Haushalt 2019, dass „die Stadt ihre Finanzen im Griff hat“, betonte Bausch. Rüsselsheim am Main werde denn auch die Investitionen in wichtige Bereiche wie Kitas, Schulen, Digitalisierung und neue Mobilität wie geplant weiterführen.

Corona: Die Stadtgesellschaft hält zusammen

Die Pandemie und ihre Auswirkungen ab März 2020 hätten das Geschehen in der Kommune geprägt und den Menschen sehr viel abverlangt, sagte der Oberbürgermeister. „Aber die Stadtverwaltung hat es geschafft, die Bürgerinnen und Bürger laufend zu informieren. Und wir haben dank gut funktionierender Hygienemaßnahmen das Rathaus nie schließen müssen“, bilanzierte Bausch zufrieden. Das Rüsselsheimer GPR-Klinikum habe sich mit seinem verlässlichen medizinischen Angebot in der Corona-Zeit „als Fels in der Brandung“ bewährt. „Insgesamt hat sich im schwierigen Jahr 2020 gezeigt, dass Rüsselsheim am Main eine Stadt ist, deren Gesellschaft zusammenhält“, fasste der Verwaltungschef seine Erfahrungen zusammen.

Wohnen: Einen guten Rahmen für das Wachstum bieten

Rüsselsheim am Main wächst: Allein von 2014 bis zum Herbst 2020 stieg die Einwohnerzahl von knapp 62.000 auf nun mehr als 66.000 Menschen. „Durchschnittlich bekommen wir also in jedem Jahr rund 500 zusätzliche Bürgerinnen und Bürger, die Wohnraum in Rüsselsheim finden wollen“, sagte der Oberbürgermeister. Er zeigte sich zufrieden, dass die Stadt diese Nachfrage dank zahlreicher Projekte gut erfüllen könne.

Für die Zukunft nannte Bausch hier insbesondere die Entwicklung des Neubaugebietes Eselswiese in Bauschheim, das Quartier am Ostpark, die Bebauung des ehemaligen Karstadt-Areals in der Innenstadt sowie Wohnflächen im Opel-Altwerk. „Dass die Stadtverwaltung das Thema Wohnen auch während der Corona-Zeit planerisch mit Nachdruck verfolgt hat, war wichtig. Die Ergebnisse werden Rüsselsheim in den kommenden Jahren sehr guttun“, betonte der Oberbürgermeister. Für die Eselswiese, wo in den kommenden Jahren auf rund 60 Hektar für Wohnen und Arbeiten neu gebaut wird, nannte er den 2020 ausgeführten städtebaulichen Wettbewerb als Erfolgsbeispiel. Dessen Ergebnis sei „genau die Planungsgrundlage, die man sich für Bauschheim gewünscht hat“, sagte der Oberbürgermeister.

Auch die Arbeit der gewobau hob der Verwaltungschef hervor. Die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft hat 2020 insgesamt 26 Millionen Euro investiert, ihr mit Abstand größtes Projekt ist die Neubebauung des Karstadt-Areals mitten in der City. „Die gewobau trägt erheblich dazu bei, dass in Rüsselsheim bezahlbare Mietwohnungen entstehen. Auf diese Weise neuen Wohnraum zu schaffen, ist das richtige Zeichen in dieser Zeit“, betonte Udo Bausch.

Sicherheit: Wichtiges Ziel erreicht

Beim Themenkomplex Sicherheit und Sauberkeit habe die Stadt 2020 wie schon in den Vorjahren die Taktzahl weiter erhöht, sagte der Oberbürgermeister. Als Meilenstein nannte er die Eröffnung der Innenstadtwache für die Stadtpolizei. „Ich bin glücklich, dass wir dieses wichtige Vorhaben so schnell umsetzen konnten. Das war ein Zeichen, das Rüsselsheim brauchte“, betonte Bausch. Die Anstrengungen würden nicht nachlassen, denn die beiden Themen müsse die Stadt permanent und kontinuierlich bearbeiten, betonte Bausch.

Wirtschaft: Vielfältig gut aufgestellt

Zufrieden zeigte sich der Oberbürgermeister mit der Entwicklung von Rüsselsheim als Wirtschaftsstandort. Als Leuchtturm für die kommenden Jahre nannte er hier das Opel-Altwerk und seine Entwicklung durch die Motorworld mit der Verbindung aus Arbeiten, Wohnen, Einkaufen und Erleben mit einem Schwerpunkt auf der automobilen Klassik. Die Motorworld habe auch ein großes touristisches Potenzial für die Stadt mit jährlich bis zu 350.000 Tagesbesucherinnen und -besuchern.

Rüsselsheim habe mit der guten Infrastrukturanbindung und den Branchenschwerpunkten Mobilität sowie Medizintechnologie ein Alleinstellungsmerkmal in der Region. Unternehmen aus Handwerk und Dienstleistungssektor gehörten ebenfalls zu den „Juwelen in der Stadt“.

Gestärkt werde die ökonomische Position von Rüsselsheim insbesondere auch durch die enge Verzahnung der Wirtschaft mit der Hochschule RheinMain (HSRM). „Die Hochschule ist für uns ein starker Partner am Ort, sie bietet Unternehmen die Chance, von Forschung und Wissenschaft auf hohem Niveau zu profitieren“, sagte Udo Bausch. Sehr wichtig für die Zukunft seien auch Schnittstellen zu Zukunftsprojekten wie der „Electric City“ (unter anderem mit Ladesäulen für die E-Mobilität) und der Förderung von Wasserstofftechnologie für alternative Antriebe.

Für die künftige Gewerbeentwicklung sei die Stadt gut aufgestellt, sagte der Oberbürgermeister. Zeitnah stünden beispielsweise rund 30.000 Quadratmeter Bürofläche zur Verfügung, darunter auch Flächen im hoch attraktiven Opel-Altwerk. In den nächsten Jahren kämen dazu neue Gewerbeflächen unter anderem im Neubaugebiet Eselswiese und im neuen Gewerbegebiet West.

Einkaufen: Starke Märkte und neues Konzept

Ein gutes Potenzial sah der Oberbürgermeister in seiner Bilanz für das Thema Einkaufen: Dass Rüsselsheim jetzt das neue Einzelhandelskonzept angehe, sei genau der richtige Zeitpunkt. Denn nach Corona müssten sich alle Standorte an die veränderten Bedingungen anpassen. Kommune und Gewerbe setzten sich gemeinsam dafür ein, die Kaufkraft der Bürgerinnen und Bürger in Rüsselsheim zu halten.

Als positives Beispiel für lokale Einkaufskultur nannte der Oberbürgermeister die vier Wochenmärkte in der Stadt. Diese trügen – ebenso wie landwirtschaftliche Hofläden – zu einer gesunden, regionalen Ernährung bei. „Rüsselsheim kann sich glücklich schätzen über diese wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten“, sagte Bausch. Die Märkte weiter zu stärken und beleben, sei ein Ziel für 2021 – insbesondere für den Zeitpunkt, wenn die notwendigen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie aufgehoben sind.

 

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