Bild: Rathaus Rüsselsheim am Main

Presseinformationen

09.03.2021

Rüsselsheim bereitet schnelle Corona-Hilfen für Sportvereine vor

Seit Montag (8. März) ist die neue Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie für das Land Hessen in Kraft. Sie enthält auch einige Regelungen, von denen die Rüsselsheimer Sportvereine betroffen sind. Neben ersten vorsichtigen Lockerungen im Sportbetrieb gibt es in Rüsselsheim am Main noch einen weiteren Lichtblick für die von Corona gebeutelten Sportvereine, zumindest in finanzieller Hinsicht. „Den Vereinen sind durch Mitgliederaustritte, dem Wegfall von Sportkursen, Mieteinnahmen oder Eintrittsgeldern überlebenswichtige Einnahmen während der Pandemie weggebrochen. Die Sportverwaltung wird daher nach der Kommunalwahl dem neuen Stadtparlament ein Vereinssicherungskonzept vorlegen, um so eine schnelle und unbürokratische Unterstützung der Sportvereine zu erwirken“, erklärt dazu Oberbürgermeister und Sportdezernent Udo Bausch.


Die dafür notwendigen Rahmenbedingungen hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Rüsselsheim am Main bereits geschaffen, die im Rahmen der Haushaltsberatungen den Zuschuss an die Sportvereine für das Jahr 2021 um 100.000 Euro erhöht hat. Ziel ist es, finanzielle Engpässe, die im Rahmen der Corona-Pandemie entstanden sind und bei denen die Landesmittel keine Anwendung finden, zu mindern und aufzufangen. Um sich den erforderlichen Überblick zu verschaffen, hat das Amt für Sport und Bewegung eine Umfrage bei den Rüsselsheimer Sportvereinen gestartet, um das Konzept entsprechend zu gestalten. Gefragt wird dabei vorrangig nach den finanziellen Verlusten der Vereine innerhalb der Aktivitäten ihres normalen Geschäftsbetriebs (sogenannter ideeller Bereich): Wie hoch lagen die erwarteten Gewinne durch Veranstaltungen, welche durch die Corona-Pandemie abgesagt wurden? Mit welchen Gewinnen wurde durch Vermietungen oder Sportkursen gerechnet, die durch die Corona-Pandemie unmöglich wurden? Aber auch: Mit welchen Maßnahmen konnten die Sportvereine Corona-bedingte Mindereinnahme verhindern oder verringern? Diese und weitere Fragen müssen die Vereine bis zum 29. März schriftlich dem Amt für Sport und Bewegung beantwortet haben.  


Voraussetzung für eine Unterstützung seitens der Stadt ist, dass anderweitige öffentliche Finanzhilfen zur Beseitigung existenzbedrohender Liquiditätsengpässe für den ideellen Bereich und die Vermögensverwaltung des jeweiligen Vereins weder beantragt oder erhalten wurden. Auch Mindereinnahmen, die vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind nicht durch die Stadt förderfähig. Als Berechnungsgrundlage gelten die Durchschnittsgewinne durch Veranstaltungen und Mieteinnahmen der vergangenen drei Jahre. „Rüsselsheim hat eine einzigartige Sportlandschaft, die bei den Bürgerinnen und Bürgern eine hohe Wertschätzung genießt. Mit dem Sportsicherungskonzept zeigt die Stadt, dass sie die Sportvereine in der Not nicht alleine lässt. Davon profitieren wir alle, denn nur ein starker Sport stärkt unsere Stadt und die hier lebenden Menschen“, sagt Oberbürgermeister Bausch.


In Rüsselsheim am Main sind 75 Sportvereine beheimatet mit einem Angebot von fast hundert verschiedenen Sportarten und insgesamt 18.000 Mitgliedern. Davon sind rund 5.500 Sporttreibende unter 18 Jahren. Zur Unterstützung und Förderung der Vereinsarbeit und zur Unterhaltung vereinseigener Sportstätten stellt die Stadt Rüsselsheim am Main jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 130.000 Euro zur Verfügung. Weitere 10.000 Euro sind für Sonder-und Projektförderung vorgesehen, deren Bereitstellung und Vergabe über die Stadtverordnetenversammlung erfolgt.

 

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